Wie es ist, Pamela Kribbe zu sein

Wie es ist, Pamela Kribbe zu sein

16. September 2012
von Steve Beckow http://the2012scenario.com

Übersetzung: Océane

Pamela Kribbe channelt Jesus, oder Jeshua, seid etwa einem Jahrzehnt. Ihre Botschaften wurden sehr bekannt und erblühten im Bereich unserer stetig wachsenden Lichtarbeit. Sie lässt uns hier einen Blick auf ihre eigene Geschichte werfen, wie ein Channel zu einem Channel wird, das Auf und Ab ihres Lebens, ihre Beziehungen, ihre Begegnung mit Jesus und wie ein Channel arbeitet. Ich fand den Artikel sehr interessant und berührend.

Sie offenbarte uns auch, ein Opfer des Holocaust gewesen zu sein, welches nach kurzer Zeit wieder  zurückkam. Ich kenne tatsächlich einige Menschen, auf die das zutrifft.

http://www.jeshua.net/pamela.htm

In dieser Biographie erzähle ich ein wenig mehr über meinen persönlichen Hintergrund und meine spirituelle Entwicklung. Viele Menschen haben mich gefragt, wie ich zum Channeln kam und wie die Verbindung zu Jeshua entstanden ist. Diese Biographe liefert nicht so sehr eine Erklärung des Phänomens Channeling, sondern eine persönliche Geschichte und was es für mich bedeutet.

Einleitung

Mein Name ist Pamela Rose Kribbe, ich wurde am 6. September 1968 in einem kleinen Dorf in den Niederlanden geboren. Während meiner Kindheit hatte ich starkes Interesse an der (Kinder-) Bibel und an den Geschichten über das Leben von Jesus – was seltsam war, denn meine Eltern waren in keiner aktiven Weise religiös. Als ich 12 war, starb meine Großmutter. Ich hatte sie sehr geliebt, sie war wie ein Elternteil für mich, da sie als Familienmitglied mit uns im Haus lebte. Nach ihrem Tod begannen wir – meine Mutter, Tanten, Cousinen und ich – uns sehr für Literatur über das Leben nach dem Tod zu interessieren, über psychische Phänomene etc. Dieses Interesse blieb erhalten, bis ich mit 19 Jahren an die Universität ging.

Ich begann mein Philosophiestudium an der Universität von Leiden und hatte mich nach einem Jahr in eine Skeptikerin verwandelt, die all dieses religiöse Zeug als abergläubisch und irrational einstufte. Ich verliebte mich in die rationale Herangehensweise der Philosophie, arbeitete und studierte intensiv. Ich graduierte cum laude, und danach wurde mir eine Stellung als Doktorandin an einer anderen Universität in den Niederlanden angeboten. Mein Forschungsgebiet war die zeitgenössische Wissenschaftsphilosophie. Inzwischen, mit 23, hatte ich eine Beziehung zu einem etwas älteren Mann begonnen, der ebenfalls erfolgreich eine akademische Karriere verfolgte. Wir lebten miteinander in einem hübschen Haus, und ich dachte, ich wäre ganz glücklich.

Dies war nicht wirklich der Fall, was ich herausfand, als ich einem jungen Mann begegnete, in den ich mich sehr verliebte. Er war auch Philosoph und Doktorand und – anders als mein Partner – glaubte er an „spirituelle Dinge“, während er gleichzeitig sensitiv, intelligent und rational war. Dies rührte etwas tief in mir an. Ich hatte dieses alte Interesse am Spirituellen, aber dies war in meiner akademischen Umgebung zur verbotenen Zone geworden. Jetzt war hier jemand, den ich als „Seelenpartner“ einstufen würde, und der mich an einen Teil von mir erinnerte, der viel zu lange im Inneren verborgen gewesen war.

Wir unterhielten uns endlos über Philosophie und Spiritualität. Wir verliebten uns, ich verließ meinen Partner, das Haus und die Stadt, in der ich lebte, aber wir wurden miteinander nicht glücklich. Unsere Beziehung war nur kurzlebig und endete in etwas, das ich als ein emotionales Trauma erfahren habe. Unser heftiges Aufeinanderprallen entwurzelte unser beider Leben, aber aufgrund von Charakterunterschieden und emotionalem Tumult konnten wir kein gemeinsames Leben aufbauen. Wir trennten uns nach weniger als sechs Monaten.

Krise

Ich mietete mir damals ein kleines Zimmer für mich selbst und lebte wieder wie eine arme Studentin. Dennoch machte mir der materielle Rückschlag nichts aus. Ich wurde von Kummer und Traurigkeit zerfressen, denn dieser Seelenpartner-Geliebte hatte mich verlassen. Ich hatte das Gefühl, dass mir nichts mehr etwas bedeutete, und ich kümmerte mich überhaupt nicht um die Vollendung meiner Doktorarbeit. Dann bekam ich scheinbar aus dem Nichts ein Stipendium angeboten, das es mir ermöglichte, ein Semester an der Universität von Harvard in den USA zu verbringen. Ich konnte auf einfache Weise an Kursen teilnehmen, die ich mochte, ohne viel Druck, irgendetwas Spezielles zu tun.

Also ging ich, und dies war eine unglaublich tiefgehende Erfahrung für mich. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich total allein, und ich konnte dies ertragen, ohne Lösungen zur Hand zu haben. Intellektuell war ich leer geworden. Das Interesse, welches ich an akademischer Philosophie gehabt hatte, war vollständig verschwunden, und ich musste mich wirklich sehr anstrengen, während der Kurse wachzubleiben, die ich an einer der berühmtesten Universitäten der Welt besuchte. Mein Geist konnte nichts „Intellektuelles“ mehr aufnehmen.

Ich war sehr müde, und nach den Kursen schlief ich einfach oder verbrachte die Zeit mit meiner netten Zimmerkollegin, die auch einsam und gerade einer unglücklichen Ehe entflohen war. In einem Buchgeschäft in der Nähe der Universität entdeckte ich ein Buch von Seth, gechannelt von Jane Roberts. Ich hatte nie zuvor gechanneltes Material gelesen, und zunächst verstand ich nichts davon. Aber ich fühlte mich immer wieder dazu hingezogen, und nach einiger Zeit wurde das Lesen dieses Materials zum Höhepunkt meiner Tage.

Es war nicht so sehr der Inhalt, der mich fesselte, der ziemlich originell und tiefgehend war. Es war die Energie, die mich berührte und emporzog. Für mich war es das erste, das mich ins Leben zurückrief.

Nochmaliges Feststecken

Nach meinem Aufenthalt in den USA entschied ich mich, meine Doktorarbeit zu beenden, obwohl ich wusste, ich würde keine akademische Karriere mehr verfolgen. Im Jahr 1997, als ich 29 Jahre alt war, graduierte ich mit einem Doktorat in Philosophie. In der Zwischenzeit hatte ich wieder eine hübsche Wohnung gefunden, und ich schätzte und genoss meine Unabhängigkeit. Ich war gewachsen, hatte die schlimmste Krise meines Lebens überstanden und mich bis zu einem gewissen Grad erholt. Ich hatte eine der schwierigsten Lektionen meines Lebens gelernt: Dass man sich nicht völlig in einer Beziehung verlieren darf. Dass man seine eigene „Individualität“ akzeptieren muss.

Dann traf ich einen früheren Kommilitonen, welcher der einzige war, mit dem ich zu dieser Zeit wirklich über die Dinge sprechen konnte, die mir wichtig waren. Wir kamen zusammen und lebten fast vier Jahre miteinander. Es war jedoch mehr wie eine Geschwisterbeziehung. Ich sagte mir, das wäre das Beste so, weil ich nicht mehr zuviel Leidenschaft empfinden konnte und über die vorhergehende Beziehung immer noch enttäuscht war.

Währenddessen musste ich mich auf die Arbeit vorbereiten, nachdem ich mich vom Universitätsleben verabschiedet hatte. Dies war nicht so einfach wie ich dachte. Mein Freund und ich planten, Philosophiekurse zu geben, Beratungen anzubieten und zusätzlich eine Teilzeitarbeit um des Geldes willen anzunehmen. Ich begann verschiedene Jobs als Sekretärin, war aber entsetzt über das Büroleben, die Machtkämpfe, das Gerede und die Erniedrigung, meine wahren Fähigkeiten (als Sekretärin) nicht entfalten zu können. Ich war total naiv, da ich zehn Jahre an der Universität verbracht, meist zu Hause gearbeitet hatte und immer frei gewesen war, meine Arbeit so zu organisieren, wie es mir gefiel. Nach ein paar Jahren wechselte ich zu einem renommierteren Job über, der mich jedoch sehr unter Stress setzte.

Dann kam ein Wendepunkt. Ich bekam ein Aura-Reading von einer Frau, die später meine Lehrerin wurde. Dieses Reading bewegte mich tief und erweckte mich. Es ließ mich erkennen, dass ich sowohl im Bereich der Arbeit als auch in der Beziehung unglücklich und nicht im Gleichgewicht war. Ich konnte mir selbst eingestehen, dass ich in eine Sackgasse gelangt war. Ich hatte dieses Aufwallen von kreativer Energie, ich hatte Träume und Visionen für die Zukunft, aber mittlerweile hielt ich einfach nur noch an einer Beziehung und einem Arbeitsumfeld fest, die mich daran hinderten, mich selbst wahrhaftig auszudrücken. Ich hatte Angst davor, wieder „allein“ zu sein. Einige Monate nachdem ich diese spirituelle Therapeutin getroffen hatte, begann ich bei ihr einen Kurs über die Entwicklung intuitiver Fähigkeiten und Aura-Reading und beendete meinen stressigen, unbefriedigenden Job. Ich begann mit einem anderen, leichteren Teilzeitjob (bei dem ich auch nicht lange bleiben würde).

Selbstentdeckung

Im Herbst des Jahres 2000 fühlte ich mich inspiriert, meine vergangenen Leben durch Rückführungstherapie zu erforschen. Dies erwies sich als ein erstaunliches Abenteuer. Ich hatte schon begonnen, spontane Einblicke in meine vergangenen Leben zu bekommen, was in mir starke Emotionen auslöste und mir das Gefühl gab, eine viel weitläufigere Identität zu haben als nur meine aktuelle Persönlichkeit. Während der Rückführungstherapie erforschte ich viele Lebenszeiten und fand auf diese Weise viele Erklärungen für meine Gemütszustände.

Die Lebenszeit, die mich wahrscheinlich am meisten beeinflusst hatte, war jene, in der ich als Holocaust-Opfer im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau starb. Diese Erfahrung freizulegen ließ mich die unerklärliche Traurigkeit verstehen, die ich tief innerlich immer fühlte, und den Widerstand, den ich gegenüber dem Leben empfand. Andere Lebenszeiten, angefangen von solchen mit einem spirituellen Schwerpunkt, über sehr entmachtende und solche, in denen ich meine Macht missbraucht habe, erweiterten mein Bewusstsein derartig, dass ich das Bedürfnis hatte, meine Erfahrungen mit jemandem zu teilen, der dies verstehen würde. Mein Freund hatte in der Zwischenzeit schon das Gefühl, ich würde ein wenig den Verstand verlieren…

Begegnung mit Gerrit

Ich hatte gerade Bekanntschaft mit dem Internet gemacht und war dabei zu browsen, als ich auf Gerrits Website über Reinkarnation, Zeit und Spiritualität stieß. Sofort erfasste mich die Energie, die davon ausging, sowie die gemeinsamen Interessen. Ich hatte das seltsame Gefühl, dass er mir entweder unglaublich vertraut war, oder dass ich wirklich dabei war verrückt zu werden und mir das alles nur einbildete. Auf alle Fälle beschloss ich ihm zu schreiben, und eine lebendige Korrespondenz entspann sich. Drei Monate später trafen wir uns persönlich. Zu der Zeit hatte ich mich bereits von meinem Partner getrennt. Als ich Gerrit traf, hatte ich das Gefühl, ihn sehr gut zu kennen, nur nicht in diesem speziellen Aufzug des 20. Jahrhunderts! Es war unerklärlich und mysteriös. Ich fühlte mich sofort zu ihm hingezogen und er sich auch zu mir.

Ein paar Monate später zog ich zu ihm, wurde sofort schwanger, und bevor das Jahr um war, waren wir verheiratet. Im Jahr 2002 wurde unsere Tochter Laura geboren. Die Zeit, in der ich meine vergangenen Leben erforschte, Gerrit kennenlernte und in einen anderen Teil der Niederlande zog (wo Gerrit lebte), erschien mir wie eine Zeit tiefgehender Transformation, sogar wie ein Sterben. Ich fühlte, wie ich aus meiner früheren Persönlichkeit heraustrat und zu einem neuen „ich“ wurde – mehr ich als jemals zuvor. Ich fühlte den Beginn einer neuen Art des Seins, in welchem die Dinge endlich Sinn machten, zusammenpassten und den Weg ebneten, damit meine Träume endlich wahr werden konnten.

Meine eigene Praxis

Nachdem meine Tochter geboren war, startete ich mit meiner spirituellen Praxis für Aura-Reading und Heilen. Seit Mitte 2002 kamen Patienten zu mir. Die Dinge liefen natürlich und einfach, ohne dass ich zuviel Mühe investieren musste. Ich hatte endlich die Arbeit gefunden, in der ich mich selbst richtig ausdrücken konnte. Ich musste mich vielen Ängsten stellen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Nun, da ich die Arbeit machte, die ich liebte, entdeckte ich, dass ich Angst davor hatte, mich wahrhaftig auszudrücken, anders zu sein, stark und selbstbewusst zu sein etc. Ich fühlte mich verletzlich, denn zum ersten Mal war ich wirklich ich selbst, ohne noch irgendetwas zurückzuhalten. Das Risiko, abgelehnt und kritisiert zu werden, machte mir Angst. Ich schaffte nur ein paar wenige Behandlungen pro Woche.

Begegnung mit Jeshua

In der Zwischenzeit hielten Gerrit und ich oft Sitzungen für uns selbst ab, erforschten unsere inneren Welten, die emotionalen Wunden aus diesem und anderen Leben und andere Themen wie Astrologie, die Veränderungen in der Welt etc. Eines Nachts fühlte ich in meiner Nähe eine Präsenz, deren Energie anders war als das, woran ich gewohnt war. Sie fühlte sich ernsthaft und feierlich an und machte mich leicht nervös. Ich war es gewohnt, Kontakt mit Geistführern herzustellen, mit meinen eigenen oder denen anderer Menschen. Aber dies hier fühlte sich ganz anders an.

Ich beschloss, mit Gerrits Hilfe herauszufinden, wer dies war. Als ich mich im Trancezustand befand und mit der Energie verbunden war, sah ich den Namen „Jeshua ben Joseph“ vor meinem inneren Auge und fühlte sofort, dass dies die Wahrheit war. Im Bruchteil einer Sekunde, noch bevor mein Intellekt anfing Zweifel zu erheben oder Fragen zu stellen, erkannte ich Jeshua als eine zutiefst vertraute Präsenz, deren Nähe sich sehr natürlich anfühlte. Es war ein inneres Wiedererkennen, und deshalb akzeptierte ich die Verbindung. Die Tatsache, dass er sich selbst als „Jeshua ben Joseph“ und nicht als „Jesus“ vorstellte, zeigte mir, dass er von Anfang an klarstellen wollte, dass er nicht die von Bibel und Tradition geschaffene Person war.

In den folgenden Wochen und Monaten begann ich die Verbindung zu Jeshua zu erforschen. Ich erzählte niemandem davon, nur Gerrit wusste es. Es fühlte sich authentisch und richtig an, obwohl ich mich an die Energie gewöhnen musste, die in meine Aura und meinen Körper eintrat, wenn ich mich mit Jeshua verband. Seine Energie war sehr „zentrierend“ und erdend und gab mir einen klaren Fokus, ohne Sentimentalität oder Drama zu beinhalten. Sie war ziemlich direkt und machtvoll. Was mir Angst machte, war die Kraft in ihr! Sie bot mir eine Bewusstseinsebene, in der man Dinge sehr klar sieht, die für andere aber auch beunruhigend oder verunsichernd sein können. Es war Teil meiner Persönlichkeit zu versuchen, „nett und freundlich“ zu sein, Konfrontationen zu vermeiden, und ich hielt mich schon für ziemlich unabhängig und durchsetzungsfähig.

Aber Jeshuas Energie zeigte mir, dass ich noch einiges lernen musste. Speziell in der Arbeit mit den Readings und als Heilerin musste ich meine sensitive und mitfühlende Seite mit männlicher Energie ausbalancieren, was mir erlauben würde, geradeheraus zu sein, meine Grenzen zu schützen und inmitten von schweren emotionalen Energien zentriert zu bleiben. Jeshua bot mir Führung in meiner Arbeit als Therapeutin an, nicht nur indem er mir Information in Worten und Sätzen gab, sondern indem er seine Energie auf mich übertrug und mich verstehen ließ, wie es ist, die Dinge durch seine Augen zu sehen. Oder besser gesagt: durch die Augen der Christusenergie (welche in uns allen ist). Durch das Channeln seiner Energie – indem ich sie buchstäblich in meinen Körper und in meine Aura eintreten ließ – konnte ich persönlich wachsen und mehr verstehen.

Nach einer Weile began Jeshua, an Gerrit und mich Informationen zu übermitteln, die mehr universeller Natur waren. Ich versetzte mich in Trancezustand, geführt von Gerrit, und dann übermittelte mir Jeshua Botschaften in Form von Worten oder Gefühlen, die ich in Worte übersetzen musste. Die beste Art es zu beschreiben ist vielleicht, dass er mir Einsichten vermittelte (die mich etwas fühlen ließen wie: Oh jetzt verstehe ich!), und dass es meine Aufgabe war, diese in die entsprechenden Worte und Sätze zu übertragen. Manchmal kommt mir das Wort leicht von den Lippen, so als ob sie mir geschenkt würden; dann wieder muss ich nach Formulierungen suchen, die zu der gefühlten Energie passten, und es ist eher ein Kampf. Die Energie, die in einem Channeling durchkommt, ist auch manchmal schwer in Worte zu fassen, da sie nicht nur die wörtliche Information enthält, sondern auch eine Energie der Heilung, Liebe und Klarheit.

Die erste Serie von Botschaften, die durchkam, war die Lichtarbeiter-Serie (auf dieser Website veröffentlicht). Sie enthält Botschaften über die Geschichte der Lichtarbeiterseelen, das Kommen einer neuen Ära und den Übergang vom egobasierten Bewusstsein zum herzbasierten Bewusstsein. Jeshua sagte uns, diese Serie von Botschaften sei speziell an Lichtarbeiter gerichtet. Er sagte, es wäre wichtig, dass sie aufwachten und erkannten, wer sie sind. Wenn sie erwacht sind, helfen sie anderen Teilen der Menschheit auf ihrem Weg zum herzbasierten Bewusstsein.

Gang an die Öffentlichkeit

Aus Angst, belächelt zu werden und Unglauben zu ernten, hatte ich immer noch niemandem von meiner Verbindung zu Jeshua erzählt. Es erschien mir noch immer ziemlich unmöglich, vor irgendjemandem laut zu sagen: „Ich channele Jeshua oder Jesus“. Da lauerte immer noch dieser skeptische Philosoph in mir, der mir erklärte, ich wäre dabei, mich selbst als verrückt, verwirrt, angeberisch etc. abzustempeln. Trotzdem weihte ich einige enge Freunde ein, und wir hielten gemeinsam einige kleine Sitzungen ab, die gut funktionierten. Wir veröffentlichten auch die erste Serie von Channelings auf meiner Website (in Holländisch).

Dann, mehr als ein Jahr nachdem ich Jeshua “begegnet” war, erhielt ich die Einladung eines belgischen Zentrums für Spiritualität, dort ein öffentliches Channeling abzuhalten. Der bloße Gedanke daran schockierte mich, aber andererseits wusste ich, dass ich dies nicht zurückweisen durfte, sondern durch diese Angst hindurch musste, und dass Jeshua mich nicht im Stich lassen würde. Ich war wochenlang nervös, mir war übel, und Tage vorher konnte ich nicht schlafen, aber dann fand das erste öffentliche Channeling statt und hatte eine großartige, positive Auswirkung auf mich. Es war ein kurzes Channeling und eine Q&A Sitzung (die erste der Heilungsreihe, veröffentlicht auf der Website), aber ich fühlte Jeshuas Präsenz sehr klar aus mir herausströmen. Die Menschen waren herzlich und begeistert in ihrer Reaktion, und die „öffentliche Hinrichtung“ blieb aus.

Mir ging es nach diesem ersten öffentlichen Channeling so gut, dass ich mich sofort entschied, Treffen in unserem eigenen Haus zu organisieren, was wir auch taten. Aber die Angst war noch nicht vorbei. Jedes Mal, wenn ich vor einem Publikum channeln musste, fühlte ich großen Widerstand, Furcht und sogar Wut! Ich hatte mich nie wohl dabei gefühlt, in der Öffentlichkeit zu sprechen, sondern war schüchtern und verschlossen. Warum sollte ich mich selbst derartig ausliefern? Wie konnte ich sicher sein, dass irgendetwas Schlüssiges aus meinem Mund kommen würde und vor allem ob Jeshua „da sein“ würde? Natürlich war er immer für mich „da“.

Meine beständige Unsicherheit, meine Angst und mein Unwille, dies „tun zu müssen“ waren einfach der erbitterte Kampf meines Egos darum, diesem „unvernünftigen Unterfangen“ ein Ende zu setzen. Dass Jeshua durch mich sprach, kollidierte mit allen meinen „Sicherheitsmechanismen“. Es forderte meine übliche Vorsicht und Zurückhaltung heraus. Ich war für lange Zeit so etwas wie eine „Menschenfeindin“ gewesen, die niemandem leicht vertraute. Nun war hier diese Energie-Präsenz, die den Leuten durch mich sagte, wie sehr er sie liebe und wertschätze und sie ermutigte, ihr eigenes inneres Wissen und ihre Kraft anzunehmen, und der sie sogar auf humorvolle Art für ihre Engstirnigkeit oder ihren Widerstand ausschimpfte. Das konnte nicht ich sein!

Ich staunte über die Reaktionen, die wir erhielten. Zuerst stellten wir alle Channelings auf unsere holländische Website, was ein immer größeres Publikum anzuziehen begann. Wir erhielten über die Jahre hunderte von Emails von Menschen, die uns erzählten, wie bewegt sie von den Botschaften waren und dass es fast so war, als spreche Jeshua direkt zu ihnen. Nach einer Weile übersetzte ich die Botschaften ins Englische, und wir machten auch eine englische Website. Zunächst zog sie nicht viele Leser an, aber Jeshua bat uns, es einfach laufen zu lassen und zu warten. Nach mehr als einem Jahr begannen wir tatsächlich Nachrichten zu von englischsprachigen Lesern zu erhalten, und wir begannen mit Readings über große Distanzen hinweg für Menschen im Ausland. Es begann eine geschäftige Zeit.

Expansion

Einige Leute aus verschiedenen Ländern kontaktieren uns dann per E-mail und boten sich an, die Botschaften von Jeshua zu übersetzen. Sie kamen „wie aus dem Nichts“ zu uns, fähige Übersetzer und verwandte Geister, die sich wie Familie anfühlten und einfach ihre Dienste anboten, weil das Jeshua-Material sie inspirierte. Es ist erstaunlich. Übersetzungen in Spanisch, Hebräisch, Französisch, Portugiesisch und Finnisch sind nun im Internet erhältlich. Wir erhielten Unterstützung von Leuten aus der ganzen Welt, die gemeinsame Interessen und Wünsche verbinden, was die kulturellen Grenzen zu überschreiten scheint. Jeshua hatte mir gesagt, ich solle das Material nur schreiben und dann loslassen. Es würde seinen eigenen Weg finden – und das tat es wirklich.

Das Internet war dafür das wichtigste Medium. Eine der „Synchronizitäten“ in unserer Geschichte war, dass Gerrit als IT-Berater arbeitet und Websites erstellen und pflegen konnte. Ich habe auch das Gefühl, dass mein Hintergrund als Philosophin mir sehr geholfen hat, Jeshuas Energie in Worte und Begriffe zu übersetzen. Auch habe ich es schon immer geliebt zu schreiben und war als Philosophiestudentin trainiert darin, in Englisch zu schreiben. Ich fühle, dass mit den Channelings und Readings für die Klienten endlich „mein Ding“ mache, das, wofür ich geboren wurde. Es gibt mir ein tiefes Gefühl der Erfüllung, so viele herzliche und freundliche Antworten von Menschen aus der ganzen Welt zu erhalten, und ich bin auch dankbar dafür, dass ich nun von dem leben kann, was ich am liebsten mache.

Channeling – ein wenig Entzauberung

Ich möchte hier nun ein paar generelle Bemerkungen zum Phänomen des Channelns machen. Da ich Niederländerin bin (die Niederländer sollen ein sehr bodenständiges Volk sein) und vielleicht immer noch etwas skeptisch gegenüber einigen Sachen aus dem New Age Bereich, die mir unterkommen, möchte ich einige Dinge über das Channeln in die richtige Perspektive rücken.

Die Beziehung zwischen dem Channel und der gechannelten Entität

Ich glaube, Channeln ist eine Zusammenarbeit zwischen einem Menschen und einer nicht-physischen Entität, die als Lehrer fungiert. Der Lehrer bietet dem Menschen Inspiration und einen größeren Blickwinkel, und der Mensch übersetzt die Energie der geistigen Entität in Worte und Begriffe, mit denen er durch seine Erziehung, Bildung und Kultur vertraut ist. Ich glaube nicht, dass es möglich oder wünschenswert ist, dass der menschliche Channel sich selbst völlig beiseite nimmt, um ausschließlich die Energie der non-physischen Entität wiederzugeben.

Ich denke, es ist unvermeidlich, dass die Geisteshaltung, das Bewusstsein und das Vokabular des Channels einen großen Einfluss auf die gechannelte Botschaft haben. Auch wenn der Channel sich in tiefen Trancezustand versetzt, ist er der Empfänger, das Gefäß und daher der Mitschöpfer des Materials. Ich denke, es ist naiv anzunehmen, dass ein Channeler Botschaften „völlig unbeteiligt“ empfangen kann. Ich glaube, die Botschaften kommen von innen, durch sein Bewusstsein, erweitert durch das Bewusstsein des spirituellen Lehrers, und dass die Qualität des Channelings nicht so sehr davon abhängt, inwieweit sich der Channeler selber zurücknehmen kann, sondern auf den Grad der Bewusstheit, die sowohl der Channeler als auch die gechannelte Entität besitzt. Channeling ist hauptsächlich eine gemeinschaftliche Schöpfung.

Wie man die Qualität der gechannelten Information beurteilt

Channeln kann schön und inspirierend sein. Aber es kann auch Unsinn herauskommen, hohle Phrasen, oder angstvolle, moralische Leidensgeschichten. Im schlimmsten Fall führt es zur Anbetung von Autoritäten, die nichts gemeinsam haben außer Namen oder Rang in irgendeiner unsichtbaren spirituellen Hierarchie. Zu schwer fassbaren Autoritäten außerhalb uns selbst aufzusehen – war es nicht genau das, wovor uns alle spirituellen Lehrer gewarnt haben?

Die Tatsache, dass eine Botschaft gechannelt ist, sagt absolut nichts über ihre Qualität aus. In der Wissenschaftstheorie (dem Zweig der Philosophie, der untersucht, was wissenschaftliche Theorien „wissenschaftlich“ oder vertrauenswürdig macht) wird eine sinnvolle Unterscheidung zwischen dem „Zusammenhang der Entdeckung“ und dem „Zusammenhang der Rechtfertigung“ gemacht. Was zur Entdeckung einer wissenschaftlichen Theorie führt, sagt nichts darüber aus, ob es gerechtfertigt werden kann. Ein Wissenschaftler kann jede Theorie aufstellen, die er will und sich auf persönliche Träume, Assoziationen oder Phantasien beziehen. Aber sobald er die Theorie formuliert hat, wird er von Seinesgleichen beurteilt, basierend auf den allgemein anerkannten Kriterien wie empirische Bestätigung, Zusammenhang, erklärende Kraft etc.

Also ist beim Zusammenhang der Entdeckung alles möglich, während im Zusammenhang der Rechtfertigung die Theorie bestimmten Qualitätsstandards standhalten muss, um von der wissenschaftlichen Gemeinschaft akzeptiert zu werden. Ich denke, dasselbe gilt für gechanneltes Material. Gechannelte Botschaften sollten mittels derselben Standards beurteilt werden wie spirituelle Texte von „normalen Menschen“: Ist die Information klar, vermittelt sie dem Wissen neue Einsichten, inspiriert sie euch, euch selbst mehr zu lieben, fühlt ihr euch von der Botschaft erleuchtet und erhoben? Ich glaube, wenn die Antwort „ja“ ist, dann spielt die Frage, wer gechannelt hat und wie dies zustande gekommen ist (der Zusammenhang der Entdeckung) so gut wie keine Rolle. Der Beweis liegt hier, nicht im mutmaßlichen Rang oder Status der Person, die die Botschaft übermittelt hat.

Meine eigene Erfahrung als Channeling-Medium

When ich Jeshua channele, fühle ich mich selbst größer anstatt kleiner werden. Ich fühle, dass diese Energie mir hilft, zur Größe meines eigenen höheren Selbst heranzuwachsen. Ich glaube, er vermittelt tatsächlich zwischen „meinem kleinen Alltags-Ich“ und „meinem größeren Ich“ und hilft mir, es ein wenig mehr ausdrücken zu können. Immer wenn er dies tut und ich es erlaube, erweitere ich mein Bewusstsein ein wenig mehr, und dies beeinflusst mein Wachstum und meine Ermächtigung. Einmal machte ich ein Channeling (über Beziehungen im Neuen Zeitalter), während dem ich die Präsenz meines eigenen höheren Selbst (welches ich Aurelia nenne) so stark fühlte, dass ich daran zweifelte, ob ich immer noch Jeshua channelte. Ich fragte ihn dies am Abend vor dem Zubettgehen, und dann sagte er mir etwas sehr Liebevolles: „Denke immer daran, dass ich für dich da bin, nicht du für mich.“ Dies machte mir alles sehr klar. Wir alle sind aufgefordert, unser höheres Selbst hier auf Erden voll auszudrücken und zu manifestieren. Wir begegnen Lehrern, die uns auf unserem Weg helfen, und wenn es ein wahrhaftiger Lehrer ist, wird er oder sie euch helfen, solange ihr es braucht – und dann aus dem Weg gehen.

Jeshua ist immer noch bei mir, obwohl ich das Gefühl habe, nicht mehr soviel mit ihm zu “plaudern” wie früher. Oft, wenn ich ihm heute eine persönliche Frage stelle, fragt er mich: Was für ein Gefühl hast du wirklich dabei? Und wenn ich mich dann darauf fokussiere, ist die Antwort da, aus meinem eigenen inneren Wissen und meiner Intuition heraus. So ermutigt uns Jeshua alle, unsere eigene Macht anzunehmen und das Channeln als ein Mittel zu betrachten, nicht als ein Ziel. Vielleicht bin ich eines Tages in der Lage, mein eigenes höheres oder Christus-Selbst zu channeln und mich nicht mehr auf Jeshua zu verlassen. Ich bin sicher, er wäre der erste, der mir dazu gratulieren würde!

Channeling von Jeshua

Ich möchte mit einem Channeling über das Channeln selbst schließen, ein paar Worten von Jeshua zu seiner Beziehung zu mir als Channeling-Medium:

Channel ist eine Art, dir mit der Hilfe eines anderen – nicht-physischen Wesens – selbst näher zu kommen. Dieses Wesen spielt die temporäre Rolle eines Lehrers. Die Energie des Lehrers hilft dir, eine tiefere Ebene deines Selbst zu erreichen. Die Energie des Lehrers hebt dich aus den Ängsten, die dein eigenes Licht verhüllen.

Ein Lehrer zeigt dir dein eigenes Licht. Er sieht dieses Licht besser als du selbst. Sobald dieses Licht, dein inneres Wissen, dir selbst zugänglich ist, wird der Lehrer überflüssig. Du kannst dann dein eigenes Licht channeln. Der Lehrer muss nicht länger als eine Brücke  zwischen dir und deinem höheren Selbst fungieren.

Ich erinnere dich eine Zeit lang an dein eigenes Licht. Ich spiegele dir deine eigene Größe als Gestalt von Jeshua ben Joseph. In mir siehst du dich selbst, dein Christus-Selbst, aber du erkennst dies noch nicht vollständig. Ich bin wie ein Referenzrahmen für dich, mein Licht dient als eine Fackel. Ich helfe dir, mit deinem Christus-Selbst vertrauter zu werden. Es rückt langsam immer weiter in den Vordergrund, und ich werde in den Hintergrund treten. Das ist in Ordnung. So soll es sein. Vergiss nicht, in dieser Beziehung bin ich für dich da, nicht du für mich. Ich bin nicht das Ziel, sondern das Mittel. Die Wiedergeburt von Christus ist das Erwachen deines Christus-Selbst, nicht meines.

Ich agiere so, dass es deinem höheren Selbst dient. Mein Ziel ist, dass du mich überflüssig machst. Wenn du mich channelst, versuch nicht dich selbst klein oder unsichtbar zu machen. Ich möchte, dass du dich selbst größer machst, deine wahre Kraft aus dir ausströmen fühlst und der Welt dein Strahlen schenkst.

Ein Lehrer zeigt dir den Weg, aber du gehst den Weg selbst. Nach einiger Zeit merkst du, wie du ihn selbst gehst und den Lehrer hinter dir gelassen hast. Dies ist ein großartiger und heiliger Moment. Der Lehrer wird bei dir bleiben, wird in deinem Herzen weiterleben als innere Präsenz, aber die davon getrennte Figur wird verschwinden.

Wir bleiben verbunden, aber indem du wächst, wirst du mich immer weniger sehen oder mich als eigene Wesenheit anrufen wollen. Es wird langsam Teil deiner eigenen Energie. Und an einem gewissen Punkt wirst du mich nicht mehr von dir selbst unterscheiden können. Dies wird dir zeigen, dass du mich wahrhaftig gehört und gesehen hast.

Jeshua, Sommer 2006

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