Franziskus und Gandhi: Im Dienst der Unberührbaren

Franziskus und Gandhi: Im Dienst der Unberührbaren

Von Steve Beckow http://the2012scenario.com
Übersetzung: Crae´dor

Letzte Nacht konnte ich schlecht schlafen, da ich über die Offenbarung  des Heiligen Franziskus nachdachte, dass er Jahrhunderte später als Mohandas Gandhi geboren wurde.

Hl. Franziskus hat den Dienst an den Armen verrichtet, am meisten an den Unberührbaren seiner Generation, den Leprakranken; Gandhi diente den Armen, am meisten denen, die Lepra krank waren – die sozial Unberührbaren oder harijans (Gottes Kinder) des modernen Indiens. Letzte Nacht sagte Hl. Franziskus:

„Ich habe mich oft an Orten der extremen Armut oder Krankheit in Stellung gebracht, die über Jahrhunderte aus dem Gleichgewicht geraten sind. Da gibt es ein tief haftendes Vorurteil, an dem ich mit dem menschlichen Kollektiv arbeite, bezogen auf jene, die krank sind. Und damit meine ich nicht einfach diejenigen, die eine Erkältung haben oder etwas Bedeutungsloses. Ich meine jene geschwächten und Behinderten, weil das die Lehrer sind und die Mitleidsträger, der Gnade. Sie opfern sehr viel. So werdet ihr mich unter ihnen, in ihren Siedlungen finden. Dort werdet ihr mich finden.“

Man könnte zu beiden sagen, zu Lepra und zu den Unberührbaren, dass die Balance seit Jahrhunderten aus der dem Ruder gelaufen ist.“ Er nennt die Geschwächten und die Behinderten, „Die Lehrer und Träger des Mitleids und der Barmherzigkeit.“ Aber für mich kam das Geschenk seiner späteren Identität als er sagte: „Du wirst mich unter ihnen in ihre Siedlungen finden“.

Beide, Hl. Franziskus und Gandhi verbrachten ihre frühen Jahre an Orten, die wohlhabend oder Wohl versprechend waren – Franziskus als der Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns; Gandhi als aufsteigender Anwalt. Dennoch beide haben ihren Platz schnell verlassen und nach dem Treffen mit den Armen – Franziskus mit den Leprakranken, die Hl. Klara versorge und Gandhi nach dem Treffen mit den kämpfenden Massen der Inder in Süd Afrika.

Beide bevorzugten ein Leben der Enthaltsamkeit. Franziskus, der eine zerlumpte Kutte trug inmitten der mittelalterlichen Pracht und Gandhi schließlich, der nur ein Leinentuch an sich hatte.

Beide attackierten mutig die privilegierten des Establishments ihrer Tage und predigten die grundsätzliche Würde und Gleichheit der Verarmten.

Zwei Jahrhunderte bevor die Druckerpresse erfunden wurde predigte Franziskus weit und breit, sogar vor dem Papst und er war mit Vielen einflussreichen befreundet, wobei er missverständlich angesehen wurde als einer, der die Armen zurück zur Kirche bringen würde. Gandhi schrieb und sprach ausgiebig und war als derjenige angesehen, der die Armen in die Kongresspartei bringen könnte. Franziskus sprach von Liebe und Mitgefühl; Gandhi von Wahrheit und Mitgefühl.

Franziskus war der Freund der Tiere und ein Vegetarier; Gandhi liebte Tiere und war ein Vegetarier. Beide könnten beschrieben werden, als wenn sie universelle Sympathien hätten, doch während Franziskus glühende Liebe zum Jesus hatte, liebte Gandhi alle Religionen, inklusive Christenheit.

Eine Kontroverse, die entstand war, ob Gandhi erleuchtet war. Es gibt tiefgründige Gedanken, die besagen, dass man Bücher beiseitelegen sollte und sich der spirituellen Disziplin unterziehen sollten um die Erleuchtung zu erlangen. Einst hörte ich einen heiligen Mann, der als Avatar akzeptiert war bist er einen tiefen Fall erlitten hat, sagen, dass er persönlich Gandhi an seinem Sterbebett erleuchtet hätte.

Doch wie interessant ist es zu wissen, dass Gandhi der Heilige Franziskus war und so gesehen in seinem früheren Leben erleuchtet war. So weit in seiner Erleuchtung fortgeschritten, dass ihm die Wunder der Stigmen zwei Jahre vor seinem Übergang gewährt wurden. Was sagt uns das über unsere Oberflächlichkeit unseres Wissens zu diesem Sachverhalt? OK, der Oberflächlichkeit von mir?

Dasselbe mit uns Sternensaaten. Wir kamen aus den höheren Dimensionen, und diese einfache Aussage impliziert die Erleuchtung zu anderen Lebenszeiten. Und doch sehen wir, mit dem Vorhang der dritten Dimension, dass wir keinen Zugang zur Erleuchtung haben.

Doch aus gleichem Grund müssen wir die Diskussion fallen lassen, denke ich, wer erleuchtet und wer nicht erleuchtet ist. Wir haben keinen Schimmer warum Menschen kommen und welchen Hintergrund sie haben.

Wir kritisieren einen Mann wie Gandhi dafür, dass er sich seiner eigenen Erleuchtung nicht widmete, nur um herauszufinden, dass er unter den am meisten erleuchteten Menschen ist. In seinem weiteren Leben als Gandhi (wenn es sein nächstes war) begab er sich um eher im sozialen Umfeld als im religiösen zu dienen. Das Interview mit Heiligen Franziskus war sicherlich ein nützliches Korrektiv für mich.

Wenn ich dachte, das mehr als 85 Tage da sind um beide zu studieren, so vertiefe ich mich sofort in ihre Biografien. Doch angesichts dieses Augenblicks ist es die Richtung der Forschung hat brachliegen müssen. Bis jetzt.

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