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Russlands Ministerpräsident: ETs leben unter uns – Sonntag, 09. Dezember 2012

am 09. Dezember 2012 von Exopolitik Deutschland

Dimitri Medvedev

Nun ist es also raus: Außerirdische leben unter uns und der russische Präsident wird darüber bei Amtsantritt informiert. Dies sagte niemand geringeres als der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew. Was steckt dahinter?

ein Kommentar von Robert Fleischer

Wir bei Exopolitik Deutschland springen, wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, nicht auf jede UFO-Story auf. Oftmals entpuppen sich spektakuläre Behauptungen als heiße Luft, wenn man die Quelle überprüft oder selbst eine Übersetzung vornimmt. Doch in diesem Fall liegen die Dinge wohl anders.

Das folgende Video haben wir nochmals auf Übersetzungsfehler prüfen lassen. Die Untertitel sind relativ korrekt. Hier unsere möglichst wortgetreue Neuübersetzung aus dem Russischen:

Reporterin: „Herr Ministerpräsident, Sie wissen ja absolut alles. Nun sind ja zum Beispiel auf der Erde Außerirdische angekommen, so kleine Wesen…“ (Rest unverständlich)

Medwedew: „Ich sage es Ihnen zum ersten und letzten Mal. Zusammen mit dem Atomkoffer wird dem Präsidenten eine spezielle Mappe übergeben. Auf dieser ist geschrieben: ‚Absolut geheim‘. Und sie ist vollständig, umfassend den Außerirdischen gewidmet, die unseren Planeten besuchten. Gleichzeitig übergibt man dem Präsidenten einen Bericht von absolut geheimen Spezialdiensten, die sich mit der Kontrolle dieser Ankömmlinge auf dem Territorium unseres Landes befassen. Diese beiden Mappen werden mit dem Atomkoffer bei Ende einer Präsidentschaft dem neugewählten Präsidenten übergeben. Weitere detaillierte Informationen über dieses Thema können Sie bekommen, wenn Sie sich den bekannten Dokumentarfilm Men in Black anschauen.“

Reporterin: „Wieviele von ihnen sind unter uns?“

Medwedew: „Wie viele unter uns sind, werde ich nicht sagen. Denn das wird Panik auslösen.“

Wie war das?

Am 7. Dezember 2012 um 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit übertrugen fünf russische Fernsehsender (Erstes russisches Fernsehen, Rossija-1, REN TV, NTW und Doschd) eine Live-Debatte mit dem amtierenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew. Die Nachrichtenagentur Reuters erhielt das Live-Video der Sendung nach eigenen Angaben als Pool-Signal. (Quelle: Reuters) Zur Erklärung: In der Regel wird der Live-Videofeed von Nachrichtenagenturen bereits übertragen, noch bevor das eigentlich zu übertragende Ereignis begonnen hat; hier wurde der Videofeed zu Reuters offenbar nicht zeitgleich mit Ende der Sendung beendet.

In der Sendung selbst hatte sich Medwedew zu den vier wichtigsten Kritikpunkten geäußert, die derzeit gegen die russische Regierung vorgebracht werden: die Gesetze über Nichtregierungsorganisationen (NGO) und ausländische Agenten, über Kundgebungen und Verleumdung sowie die Strafgesetze über Landesverrat. (Quelle: RIA NOVOSTI)

Nach Ende dieser Sendung beantwortete Medwedew eine Reporterfrage – nach Angaben von Reuters habe er dabei nicht gewusst, dass die Mikrofone noch eingeschaltet waren. Es ist nicht klar, auf welche Weise das Video seinen Weg in die Öffentlichkeit fand – das YouTube-Video lässt darauf schließen, dass der Clip im Rahmen einer Nachrichtensendung im russischen Fernsehen lief, da unmittelbar nach Ende des Interviewausschnitts eine Moderatorin im Studio zu sehen ist.

Ist das einfach trockener russischer Humor? Diese Frage habe ich auch dem Übersetzer meines Vertrauens gestellt, der übrigens lange Jahre in der Sowjetunion gelebt hat. Doch er wiegelt ab. Denn als die Reporterin ihre letzte Frage nach der Anzahl der unter uns lebenden Außerirdischen stellte, fiel Medwedew ihr sogar ins Wort: „Wie viele unter uns sind, werde ich nicht sagen. Denn das wird Panik auslösen.“ Ein Witz? Mein Übersetzer sagt, auf ihn habe es „todernst“ gewirkt – russischer Humor sei das jedenfalls nicht.

Eine kleine Analyse

Medwedews Aussage scheint mir einer näheren Betrachtung wert.

  • Medwedew schildert relativ ausführlich einen recht komplexen Sachverhalt. Hat er sich den wirklich erst spontan überlegt, als er die Frage hörte?
  • Medwedew spricht von zwei unterschiedlichen Mappen, die der neugewählte Präsident erhält.
  • Er verortet die Ankunft der Außerirdischen/Ankömmlinge auf unserem Planeten in der Vergangenheit, denn er sagt: „…die unseren Planeten BESUCHTEN“. Ein weiterer Ordner enthalte Informationen über einen ultrageheimen Dienst, der diese Außerirdischen überwache.

Bis dahin klingt für mich alles logisch. Wenn die Außerirdischen bereits vor langer Zeit auf der Erde angekommen wären und die Regierungen davon wüssten, dann wäre es erstens wahrscheinlich, dass die Präsidenten dieses Wissen an ihre Amtsnachfolger weitergäben, und zweitens, dass die Regierungen geneigt wären, das Treiben der Außerirdischen in irgendeiner Form zu überwachen, beispielsweise durch eine ultrageheime Behörde. Doch dann die Wendung:

Den Hollywood-Streifen „Men in Black“, in dem zwei Agenten einer solchen Behörde unter uns lebende Außerirdische überwachen,  bezeichnet Medwedew hingegen als „Dokumentarfilm“. Als solchen kann man die Komödie nicht bezeichnen, denn ein Dokumentarfilm enthält sich jeder Komik. Wollte Medwedew tatsächlich andeuten, dass an dem Streifen etwas dran ist?

Auch seine letzte Bemerkung wirkt seltsam resolut für einen Scherz: Die Frage der Reporterin, „Wieviele von ihnen sind unter uns?“ unterbricht er und sagt: „Wieviele unter uns sind, werde ich nicht sagen. Denn das wird Panik auslösen.“. Medwedew verwendet nicht den Konjunktiv („das WÜRDE Panik auslösen“), sondern ihm erscheint das Ausbrechen einer Massenpanik in der Zukunft offenbar als Gewissheit.
Kontaktierten Außerirdische russsische Politiker?

Natürlich wissen wir immer noch nicht, ob Medwedew gerade das größte Geheimnis aller Zeiten offen ausgeplaudert oder sich einfach nur einen Scherz erlaubt hat. Das letzte Mal, als ein hochrangiger russischer Politiker sich zum Thema UFOs und Aliens geäußert hat, war dieser jedenfalls nicht zum Scherzen aufgelegt.

Im April 2010 hatte der damalige Präsident der russischen Teilrepublik Kalmükien, Kirsan Iljumschinow, in einer Talkshow des ersten russischen Fernsehens behauptet, an Bord eines außerirdischen Raumschiffs gewesen zu sein:

Am 18. September 1997 war ich abends in meiner Wohnung in Moskau. Ich las ein Buch, schaute Fernsehen und ging dann zur Ruhe. Ich fühlte, wie die Balkontür aufging, und ich ging durch eine halbtransparente Röhre. Dort sah ich Leute in gelben Raumanzügen. Wir verständigten uns telepathisch. Sie gaben mir zu verstehen, dass sie von jedem Planeten eine Probe bräuchten. Ich fragte: Warum geht Ihr nicht ins Fernsehen und sagt, dass es Euch gibt? Doch sie sagten, wir seien noch nicht dafür bereit…

Die gesamte Aussage von Kirsan Iljumschinow im Video

Kein Zweifel, dass Iljumschinow es ernst meinte: „Ich konnte es selbst nicht glauben, aber ich habe wirklich mit ihnen kommuniziert.

Das vorgebliche Zusammentreffen des kalmükischen Präsidenten mit Außerirdischen sorgte für heftige Diskussionen auf der politischen Bühne – auch Medwedew muss davon erfahren haben. Denn der Duma-Abgeordnete Andrej Lebedew von der Liberaldemokratischen Partei stellte dem damals als Präsidenten amtierenden Medwedew kurz darauf eine offizielle Anfrage:

Ich bitte um Mitteilung, ob der kalmükische Präsident die Präsidialverwaltung über seine Kontakte informiert hat. Gibt es ein Reglement über die Meldepflicht außerirdischer Kontakte hoher Staatsdiener und Geheimnisträger wie Iljumschinow?“, heißt es in der Regierungsanfrage.

Der kalmükische Gouverneur solle der Duma einen Bericht darüber vorlegen, was sich im Einzelnen in jener Nacht ereignet hat. Insbesondere solle geklärt werden, ob Iljumschinow den Besuchern möglicherweise geheime Staatsinformationen mitgeteilt hat. Wie die Anfrage damals ausging, ist uns nicht bekannt.

SETKA – Das geheime UFO-Programm der Sowjets

Fest steht jedenfalls, dass Russland bereits in der Vergangenheit ein geheimes staatliches UFO-Forschungsprogramm unterhielt. Diese Organisation namens SETKA sammelte und analysierte von 1972 bis 1985 unzählige UFO-Berichte von Militärs, Piloten und Polizeibeamten. Nach Aussage des früheren stellvertretenden KGB-Chefs Nikolai Alexejewitsch beteiligten sich sämtliche Exekutivorgane der Sowjetunion an diesem Programm. Das Verteidigungsministerium, das Innenministerium und auch der KGB waren gehalten, UFO-Berichte der Bevölkerung entgegen zu nehmen und an das staatliche Weltraumzentrum weiter zu leiten. 30 Prozent der untersuchten Fälle habe man trotz eingehender Untersuchungen nicht aufklären können. (Quelle: Interview mit Nikolai Alexejewitsch von Paul Stonehill und Philip Mantle)

Im ExoMagazin Ausgabe 1/2012 berichtet der in Kiew geborene US-Journalist Paul Stonehill über die Erkenntnisse von SETKA, dem geheimen UFO-Forschungsprojekt der Sowjetunion. Dort beschäftigte man sich auch mit USOs (unidentifizierten unterseeischen Objekten). Allein der russische Marinegeheimdienst soll rund 15.000 Aufnahmen besitzen, und in manchen Tiefseegewässern vermuteten Experten gar die Existenz außerirdischer Basen. (jetzt anschauen)

Ist das vielleicht der Ort, an den sich die unter uns weilenden Besucher zurückziehen, wenn sie des Menschseins überdrüssig werden und eine Pause brauchen? Oder regieren sie von dort aus gar im Verborgenen die Geschicke der Welt? Und welche Rolle spielen die Regierungen dabei? Und gibt es sie am Ende doch, die „Men in Black“?
Von Dmitri Medwedew wird dazu wohl vor der von ihm erwarteten Massenpanik kein Statement mehr zu kriegen sein.
Haben Sie weitere Hinweise oder Anmerkungen? Dann hinterlassen Sie doch bitte einen Kommentar.

Update 10.12.2012, 0:2o Uhr:

Es ist ein weiteres Video des Gesprächs mit Medwedew aufgetaucht, das am Anfang eine längere Frage der Reporterin zeigt –
abrufbar unter: http://www.youtube.com/watch?v=NDZmaww9vos

Wir bemühen uns derzeit um eine Übersetzung. Besuchen Sie diesen Artikel erneut, um Updates zu erhalten.

Update 10.12.2012, 2:05 Uhr:

Exopolitik-Aktivist Matthias, der das längere Video gemeldet hat (und auch selbst Russisch spricht), kommentiert seinen Fund:

Aus den zusätzlichen Sekunden geht für mich hervor, dass das alles ein bißchen so abgelaufen ist wie bei uns bei der heute-Show, wo dann ein Reporter den Steinbrück interviewt und der auf die ‚Scherz‘-Frage dann auch scheinbar seriös antwortet. Das Lachen von M. signalisiert meiner Meinung nach, dass er den Scherz seitens der Journalistin verstanden hat und nun ‚brav‘ darauf antworten wird.

Auch auf russischen Webseiten werden die Äußerungen Medwedews kommentiert. Tenor vieler Kommentare: Medwedew macht sich einen Spaß, dabei sollte er als Ministerpräsident und Ex-Präsident aber genau wissen, dass man darüber keine Späße macht. Warum sollte Medwedew so etwas tun? Für Matthias liegt genau hier das große Fragezeichen, „ob er nicht doch in dieser Art zu scherzen einen versteckten Hinweis gibt, daß an der Sache was dran sei. Indem er im Statement darauf verweist, daß die „Einzelheiten der Aktenübergabe“ in der „Chronik-Dokumentation ‚Man In Black'“ nachzuschauen seien, macht er mit dem Holzhammer klar, daß er scherzt.“

Update 10.12.2012, 11:11 Uhr:

In die Debatte um die Aussagen Medwedews hat sich nun auch der italienische EU-Parlamentsabgeordnete Mario Borghezio eingeschaltet. Borghezio, der bereits im Juni 2010 eine schriftliche Erklärung zur Beendigung der UFO-Geheimhaltung ins EU-Parlament eingebracht hatte, sagte laut der italienischen Tageszeitung Il Fatto Quotidiano:

„Ich weiß mit Sicherheit, dass sie uns ausspähen, sie halten uns unter Kontrolle. (…) Sie haben Angst, dass wir Atomwaffen anwenden könnten.“

 „Medwedew ist die Wahrheit herausgerutscht (…) Es gibt ein Komplott, um diese vernichtende Realität geheim zu halten. Dies hat mir ein linker Europaparlamentarier gesagt, ein gewissenhafter Forscher.“

Borghezio plant nun, das EU-Parlament zu mobilisieren und hofft dabei auf parteiübergreifende Unterstützung: „Die Politik kann dieser Frage nicht länger ausweichen“.

(Quelle: Il Fatto Quotidiano)

Update 10.12.2012, 11:33 Uhr:

Der in Kiew geborene US-Journalist Paul Stonehill, der als Experte für das UFO-Forschungsprogramm der Sowjets gilt, hält die Äußerung Medwedews für „kruden russischen Humor„:

„Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat sich hier bei seiner Aussage einen Witz über Aliens erlaubt; dieser Ansicht sind angesehene russische und ukrainische UFO-Forscher und Autoren von UFO-Büchern. (…) Einer meiner ukrainischen Kollegen erwähnte, dass niemand in den früheren Sowjetrepubliken (…) das für bare Münze nimmt, und dass es dem Humor von Medwedew entspricht.“

(Quelle: presidentialufo.com)

Update 10.12.2012, 16:01 Uhr: *

Gerade wurde ich auf einen Übersetzungsfehler aufmerksam gemacht. Medwedew sagt nicht, wie ursprünglich behauptet, „Das wird Panik auslösen„, sondern: „это может вызывать панику“ – „Das kann Panik auslösen„. Somit erübrigt sich die oben inzwischen durchgestrichene Spekulation über die Nichtverwendung des Konjunktivs

3 Kommentare zu “Russlands Ministerpräsident: ETs leben unter uns – Sonntag, 09. Dezember 2012

  1. Da ich zeuge einer Sichtung im Jahr 1998 wurde, und dieses unmissverständlich nicht von dieser Erde war, bin zu 101% davon überzeugt,dass wir besucht werden, fast schon täglich kommen meldungen über Ufo-sichtungen in die medien, in deutschland wird nach wie vor zensiert.Dabei handelt es sich auch um Massensichtungen und zeugenaussagen von beamten, millitärs,forschern ect.Vielleich hat Russjand mit dieser aussage auch die USA unterschwellig als nicht vertrauenswürdig hingestellt.

  2. Aber glauben heißt nicht wissen und wir sind ja auch eins mit ausserirdischen Geschöpfen des gesamten Universums…
    Alles Liebe

  3. Ich glaube nicht an ETs. Ich glaube auch nicht an die russische Regierung, und dass diese “ so kleine Wesen… (Rest unverständlich)“ ausgerechnet bei dieser Kabale ankommen, spricht für die Dummheit solcher Nachrichten. Solche fakes verleiden mir die Glaubwürdigkeit des gesamten Blocks „Wir sind Eins“, da ich diese Behauptung „Wir sind eins“ nunmehr als „Sektenwunsch“ betrachte.

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