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Inspiration in der Wüste

wüsteam 23.06.2013 auf http://removingtheshackles.blogspot.ca

Übersetzung: WSE

Wie ich es bereits erwähnte, als ich letzte Woche GW Hardins Artikel eingestellt hatte, spielten das Benutzen von Tönen und Schwingungen sowie auch das Musizieren eine wichtige Rolle auf unserer Reise in der Wüste. Seit Monaten sprachen wir über das Benutzen von Musik und Schwingungen, und so erreichte uns Hardins Schriftstück zeitlich perfekt am Nachmittag, als wir in die Sahara aufgebrochen sind.

Ab dem Augenblick, als wir im Süden von Marokko am Rande der Sahara ankamen, waren da zwei Musikstücke, die ständig in meinem Kopf abliefen. Non-Stop. Beide Musikstücke hörte ich vor über 25 Jahren zum ersten Mal, und beide blieben all die Jahre bei mir. Was mich eine Menge von CDs kostete, muss ich hinzufügen, denn ich verschenkte unzählige Kopien dieser beiden Alben.

Die Meditation, die wir am letzten Tag machten, als wir bei den Stämmen waren, werde ich nie vergessen. Ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie lange sie dauerte. Es mögen 1 oder 5 Stunden gewesen sein… oder etwas dazwischen. Das Staunen der Seele war geplant… aber der Ton und die Schwingungen und das Singen waren spontan und unglaublich.

Katrina zaubert ihre Töne in einer Art, die ich noch nie zuvor gehört habe, insbesondere wenn man sich auf bestimmtes Kehlkopfsingen einstellt und mache Arten des asiatischen Chantens. Die Töne, die sie hervorbrachte, gingen in einer Art durch das gemeinschaftliche Zelt, die für mich physisch fühlbar war. Brian, Bob und ich begannen sofort unsere eigenen Töne zu singen und erschufen eine Harmonie aus Schwingungen.

Nachdem etwas Zeit vergangen war (ich habe keine Ahnung wie lange es dauerte, es können 3 Minuten oder auch 3 Stunden gewesen sein), fing ich an eine Melodie zu singen, die in meinem Geiste entstand. Es war nichts bis ich mehrere Minuten lang sang und merkte, dass es eine Melodie war die ich „kannte“, doch ich hatte keine Idee woher. Die Töne und Schwingungen und das Summen setzten sich fort. Sie verebbten und flossen wie die Gezeiten. Ich wurde leiser und Bob fügte seine Melodie hinzu, während Brian und Katrina all die Harmonien in Tönen, Summen und rhythmischen Klängen hielten.

Ich kann nur für mich selbst sprechen, aber die Zeit verlor ihre Bedeutung. Es gab keine „Zeit“, es gab keinen „Raum“ – alles WAR/IST einfach. Einige Augenblicke lang hatte ich das Gefühl zu schweben, befreit von jeglicher Schwere. Es gab keine ICH-Trennung mehr. Wir waren einfach.

Erst Stunden später bemerkte ich, dass die Melodie, die ich sang, aus einem speziellen Musikstück stammte. Ein Stück, das ich vor über 25 Jahren zum ersten Mal gehört hatte. Es ist das Album von Peter Gabriel, und die Inspiration kam von dem allerersten Lied auf diesem Album. Das ganze Album ist meiner Meinung nach einer der großartigsten Soundtracks, die jemals aufgenommen wurden, aber hört euch zumindest das erste Lied an. Lehnt euch dabei zurück, setzt Kopfhörer auf, schließt eure Augen und hört zu… Ich bin sicher, dass ihr dann sogar die Wüste sehen könnt.

Das zweite Musikstück ist ein ganz anderes Lied. Ich fand dieses Album etwa zur selben Zeit, zu der ich den Soundtrack von Peter Gabriel gekauft hatte. Ich habe mir das ganze Album so oft angehört, dass ich es verinnerlicht habe, ohne ein einziges Wort der Sprache zu kennen.

Ein paar Tage, bevor wir in den Süden der Wüste abreisten, sprachen Bob und ich über Musik, und da legte ich diesen Song für ihn auf. Seither lief er immer wieder in meinem Geiste ab – im Wachzustand oder im Schlaf, ganz egal. Als ich allein in die Dünen ging, um meine eigene Arbeit zu tun, benützte ich diesen Song als Basis der Töne und Frequenzen, die ich verwendete.

Der Bulgarische Frauenchor soll die besttrainierten Stimmen der Welt haben. Diese erstaunlichen Frauen können tatsächlich in Vierteltönen singen… während sie nebeneinander stehen. Obwohl ich selbst Sängerin bin, kann ich mir nicht im Entferntesten vorstellen, so zu singen!

Ich sprach mit GW Hardin darüber und sandte ihm die Links zu den beiden Musikstücken. Er antwortete, dass die beiden Musiktypen in ihrem Ursprung gemeinsame Elemente besäßen:

„Bulgarien und Marokko sind beide stark von den östlichen Musikformen beeinflusst worden.  Ihre Musik, auch durch die Sufi-Tradition geprägt, weist Vierteltöne auf, die man im Chorstück hören kann. Diese Vierteltöne erlauben eine viel höhere Anpassung an das Heilige. Ich habe herausgefunden, dass ein Großteil ihrer Musik dem Heiligen gewidmet ist. Als Mathematiker war ich immer von der Mathematik der Musik fasziniert. Sie ist der Grund, warum die Musik eine so große Rolle in der Menschheitsgeschichte spielt.“

Beide Musikstücke haben mich seit Jahren begleitet – im Kopf und im Herzen. Ich glaube, in der Wüste habe ich herausgefunden, warum.

Genießt einfach!

4 Kommentare zu “Inspiration in der Wüste

  1. Wunderschöne Musik besonders gefallen haben mir auch die „Pei s men Desislava and Melinda“ Danke allen für diese Teilhabe!

  2. Hat mich sehr beeindruckt, die Musik, vorallem von Peter Gabriel, ab der 42,5 Minute, mit einem Art indianischem Gesang und Adler-Lauten……….ist der Hammer!

  3. Die Musikstücke sind der Wahnsinn

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