Ein Kommentar

Dokumente enthüllen, Bank von England verkaufte gestohlenes Gold für Nazis

Bild 22

http://www.independent.co.uk

Mittwoch 31. Juli 2013

Übersetzung: Patrizia

Archivmaterial zeigt, wie geplünderte Goldbarren aus der Tschechoslowakei für Deutschlands Zentralbank 1939 verkauft wurden

Bild 23

Die Beteiligung der Bank von England am Verkauf des von den Nazis gestohlenen Goldes nach der Invasion der Tschechoslowakei, wurde mit neu veröffentlichten Dokumenten aufgedeckt.

Archivmaterial, das von der BvE veröffentlicht wurde, zeigt auf, wie die Goldbarren für Deutschlands Zentralbank, der Reichsbank, 1939 verkauft wurden, nachdem sie während der Nazi-Invasion beschlagnahmt wurden, ungeachtet der Tatsache, daß die britische Regierung das gesamte tschechische Vermögen, das zu der Zeit in London einbehalten wurde, eingefroren hatte.

Die BvE-Dokumente wurden öffentlich gemacht im Zuge der ersten Phase der Digitalisierung des Bankenarchivs. In dem Bericht, der 1950 verfasst wurde, gibt die BvE zu, daß zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs „und für einige Zeit danach“ der Vorfall mit dem tschechischen Gold „immer noch für Ärger sorgte“.

Amtspersonen schrieben: „Außerhalb der Bank und der Regierung wurde die Position der Bank möglicherweise nie völlig geschätzt und ihr Handeln wurde zu der Zeit weitgehend missverstanden.“

Sie beschreiben, wie eine Anfrage im März 1939 gemacht wurde, Gold im Wert von 5,6 Millionen £ (heute schätzungsweise über 700 Millionen £) von einem tschechischen Nationalbankkonto bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zu einem Reichsbankkonto zu transferieren, das sie ebenso hielten. Gold im Wert von etwa 4 Millionen £ ging zu Banken in Belgien und Holland, der Rest wurde in London verkauft.

Die BvE-Dokumente, die zum ersten Mal am Dienstag veröffentlicht wurden, decken auf, daß Sir John Simon, der damalige Kanzler, den Direktor der Bank, Montagu Norman, gefragt hat, weshalb sie denn im Mai 1939 noch tschechisches Gold hielten.

Der Bericht fährt fort: „In seiner Rückmeldung (30. Mai) beantwortete der Direktor die Frage nicht, wies aber darauf hin, daß die Bank von Zeit zu Zeit Gold für die BIZ hielte, und er keine Kenntnis habe, ob es sich um ihren eigenen Besitz oder dem ihrer Kunden handele. Demzufolge könnten sie nicht sagen, ob das Gold für die Nationalbank der Tschechoslowakei gehalten wurde.“

Obwohl Sir John Bedenken erhob, wurde eine weitere Transaktion im darauffolgenden Juni gemacht. Diesmal waren es Goldverkäufe im Wert von 440.000 £ und eine Lieferung im Wert von 420.000 £ nach New York.

Dies repräsentierte das „Gold, welches von der Reichsbank nach London geliefert wurde“, dem Bericht auf der BvE-Webseite zufolge. „Dieses Mal hat die Bank von England die Angelegenheit vorher dem Kanzler berichtet, der sagte, daß er dazu die Meinung der Kronjuristen (Law Officers of the Crown) einholen möchte.

„Auf Nachfrage der BIZ jedoch, was die Verspätung verursache, die damit beantwortet wurde, daß diese Unannehmlichkeit durch Zahlungen am darauffolgenden Tag verursacht worden wäre, hat die Bank von England den Anweisungen Folge geleistet ohne sich an die Kronjuristen (Law Officers) zu wenden, die allerdings nachträglich deren Handlung mitgetragen haben.“

Ein Kommentar zu “Dokumente enthüllen, Bank von England verkaufte gestohlenes Gold für Nazis

  1. Hallo Ihr Lieben!

    „Der Bericht fährt fort: „In seiner Rückmeldung (30. Mai) beantwortete der Direktor die Frage nicht, wies aber darauf hin, daß die Bank von Zeit zu Zeit Gold für die BIZ hielte, und er keine Kenntnis habe, ob es sich um ihren eigenen Besitz oder dem ihrer Kunden handele. Demzufolge könnten sie nicht sagen, ob das Gold für die Nationalbank der Tschechoslowakei gehalten wurde.“

    Es ist doch immer wieder erstaunlich,wie sich manche so gut aus dem Schneider zu halten wissen…
    Nie wissen sie was, nie hält man sie informiert, geschweige sie sind für etwas verantwortlich.
    Man fragt sich doch irgendwann -spätestens jetzt!- wofür diese Leute bezahlt werden…
    Für ihre Ignoranz,ihre Gleichgültigkeit und ihr Schweigen.
    Ach ja, sowas nenne ich Schweigegeld.
    Und in wessen Interesse solches System funktioniert wissen wir ja inzwischen alle…

Alle Kommentare werden moderiert und grundsätzlich einmal täglich freigegeben. Wenn du deinen Kommentar nicht sofort siehst, wurde er wahrscheinlich noch nicht geprüft. Wir geben jedoch keine Garantie, dass jeder Kommentar freigegeben wird. Fairness, Respekt und ein freundlicher Umgangston sollten sich für die Kommentatoren von selbst verstehen. Um allen ein übersichtliches Lesen und Verstehen der Kommentare zu ermöglichen, bitte themenbezogen und/oder im Austausch mit anderen Kommentatoren posten. Auch für Kommentare mit allgemeinen Weisheiten, Musikvideos, themenfremden Links o.ä. geben wir keine Garantie auf Freigabe, vor allem bei Wiederholung.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: