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Die innere Kraft für den Heimweg

sunsetvon Sélepathos

Dies ist der letzte von insgesamt sechs Texten, welche ich unter dem Pseudonym „Sélepathos“  für interessierte Leser von WIRSINDEINS verfasst habe. Es ist lediglich eine Beschreibung meiner Erkenntnisse und Wahrnehmungen aus meiner eigenen Sichtweise und Erfahrungswelt. Es ist meine Wahrheit. Manchem kann es als Hinweisschild dienen, aber jeder Aspekt des Einen hat seinen eigenen Weg zu beschreiten.

Ich bin WirSindEins sehr dankbar, dass ich diesen Erkenntnisweg in öffentlicher  Transparenz durch die Leser auch nach außen hin projizieren konnte. Ich habe dabei sehr viel über mich gelernt.

Von Zeit zu Zeit habe ich mich immer wieder sehr weit vom Alltagsleben und den äußeren Geschehnissen gelöst um für einige Wochen tief in mich zu gehen, um meinen Weg zu überdenken und mich mit meinen neu gewonnenen Erkenntnissen wieder auszurichten. Dabei tauche ich immer wesentlich tiefer in die spirituellen Bereiche meines Seins ein, als bei den sonst üblichen täglichen Meditationen.  Bin ich über längere Zeit absolut EINS mit mir, so kehre ich langsam in die Illusion der äußeren Welt zurück, um meine Erkenntnisse anzuwenden und zu vertiefen, bis ich irgendwann den Punkt erreiche, wo ich bemerke, dass ich mich von meinem Eins-Sein wieder ein Stück entfernt habe.

So pendeln viele wie ich um die Schwelle, die sich zwischen Spiritualität und unserer manifestierten Welt befindet. Während des Erwachens geht jeder durch verschieden intensive Phasen. Mal prasseln Erkenntnisse nur so auf uns ein, dann ist es eine Zeit lang so, als ob sich nichts bewegen würde. Aber das scheint nur so. Alles durchläuft Zyklen und alles hat seine Berechtigung und seinen Sinn.

Jeder muss seinen eigenen Weg finden und auch alleine gehen, wobei wir uns manchmal gegenseitig anschubsen und Hinweise geben. Manchmal wechseln wir die Richtung, wenn wir ein Thema für uns „abgearbeitet“ oder „geklärt“ haben.

Lange Zeit habe ich gekämpft. Anfangs war bei fast jeder Erkenntnis „Nichtakzeptanz“ da, Ablehnung gegen das, was ist. Aber aus jeder Information die ich beleuchtet und geprüft hatte, veränderte sich mein Verhalten. Hauptsächlich drehten sich die ersten Themen beim Erwachen um die Gesundung und Reinigung des Körpers,  um ökologische Aspekte unseres Verhaltens und auch um all das krankhafte Ego-Verhalten der Menschen, das jetzt für die breite Öffentlichkeit ans Licht kommt und für so ziemlich jeden sichtbar wird.  Jeder von uns war oder ist daran beteiligt und ein jeder muss sich selbst erkennen und vergeben lernen.

Wer diese Phasen auch hinter sich hat wird wissen, dass wir andere Menschen nicht im Außen ändern können und dass es uns nicht möglich ist, ihnen unseren Weg aufzudrücken. Wir können nur über uns selbst lernen und dabei an eigener Bewusstheit gewinnen. Mit Weisheit und Akzeptanz können wir die Verhaltensmuster der unerwachten oder gerade erwachenden  Menschen erkennen und verstehen lernen. Wem es möglich ist, der kann auch das schwächste Leuchten eines in der Illusion gefangenen Lichts erkennen.

In einer bestimmten Phase unseres Erwachens werden wir andere aufklären, über das, was ist. Dabei verändern wir die Erlebniswelt für uns sowie unser Umfeld. Wir können anderen  Menschen ihr Verhalten zur Selbsterkenntnis in Form von Fragen als Spiegel zeigen. Dabei lernen wir über uns selbst.

Aber jedes Mal, wenn wir andere Menschen verändern wollen, stellen wir uns mit unserem Ego über den Anderen und wir laufen Gefahr, dabei unser eigenes Ego zu füttern. Ich habe mal einen weisen Spruch gelesen: „Du lehrst immer genau das, was du selbst am meisten lernen musst“.

Wir können keine Bewusstseinsveränderungen erzwingen, indem wir Unbewusstheit anprangern, verurteilen oder bekämpfen. Das läuft jedes Mal auf einen Angriff auf das Ego hinaus. Wir können Dunkelheit nicht bekämpfen, wir können sie aber mit unserem Wissen und unserer Weisheit beleuchten und wir können Liebe geben und die Essenz des anderen „Ichs“ erkennen.

Als ich die letzten Wochen in mich gegangen bin, habe folgendes gelernt:

Alles, was auf dieser Welt passiert, hat seinen speziellen Sinn. Es gibt nichts, was schlecht ist und es gibt selbst hinter jedem „Bösen“ das Gute, welches jedem Einzelnen von uns zu mehr Bewusstheit verhilft. Manche werden das vielleicht jetzt nicht akzeptieren können, weil sie gegen etwas kämpfen wollen und damit noch für einige Zeit ihr falsches Selbst aufrechterhalten werden. Diese Kämpfe sind zwar wichtig, zum einen für den Wandel der Gesellschaft, sowie auch für die Bewusstseinsentwicklung jedes einzelnen Aspektes, aber sie sind nicht die dauerhafte Lösung aller Probleme.

Solange wir kämpfen, lehnen wir das einzig wahre Leben ab, welches in seiner reinen Essenz aus Bewusstsein nur in diesem Moment präsent ist und wo es nichts Schlechtes gibt. Nur das „SO SEIN“. Kein Leid, kein Mangel besteht im Moment des JETZT. Wenn wir lernen diesen Moment zu leben, so entfernen wir uns aus der Illusion der Zeit, aus dem Ego-Verstand. Jeder Kampf, wogegen oder wofür auch immer – hat etwas mit der Ablehnung des Momentes zu tun und ist einzig und allein für das Ego und den Verstand. Viele werden mir hier wiedersprechen, was ich durchaus verstehe. Ich habe es durchlebt. Ist ein Kampf zu Ende, findet sich der Nächste – aber es gibt keinen dauerhaften inneren Frieden.

Ich habe mich (mein) Selbst als persönlichen spirituellen Lehrer gefunden. Ich nehme aufmerksam Hinweise wahr, aber ich kämpfe nicht mehr gegen das, was ist. Was dem einen oder anderen Wesen als „schlecht“ oder „böse“ erscheint, ist seine eigene Interpretation des Verstandes auf ein Ereignis und sollte aus einem größeren Blickwinkel heraus betrachtet werden. Jeder Aspekt des EINEN wird Möglichkeiten und persönliche Spielfelder auf dieser Erde haben, um an Bewusstheit zu wachsen und sich zu verwirklichen. Die neu erwachenden Menschen brauchen die Kämpfe und Gegebenheiten, an denen sie im Bewusstsein wachsen können und diese Möglichkeiten wird es auch immer geben, mal mehr mal weniger.

Egal, welchen Weg das Göttliche mit und durch uns geht, es ist genau so, wie wir es benötigen um unserem höchsten Ziel entgegenzugehen. Leben, Tod, verschiedene  Formen und Lebensumstände sind da, um daran zu wachsen und durch jeden einzelnen Aspekt des einen Ganzen zu Selbstbewusstsein zu gelangen.

Diese Erkenntnis,  die völlig frei ist von Ego, Angst oder Nichtakzeptanz dessen, was ist, hat mich dazu bewegt mein Verhalten erneut zu ändern.

Ich diene mir selbst und damit dem göttlichen Bewusstsein, wenn ich mich hingebe, an das, was ist. Wenn ich bewusst präsent bin, in jedem Moment meiner Wahrnehmung und wenn ich dadurch das göttliche in jedem Stein, jeder Blume und jedem Ereignis erkennen kann.

Deshalb kämpfe ich nicht mehr. Ich bin einfach. Ich habe keine Identität mehr, die mich zu einem ETWAS macht, das für oder gegen etwas ist. Es spielt keine Rolle mehr für mich, was mir das Leben bringt, und damit verliert sich das EGO im NICHTS.

Ich bin nichts mehr – ich bin. Und soll ich euch was sagen? Das Leben wird LEICHT, göttlicher Frieden ist permanent vorhanden und ich kann viel mehr Liebe geben als zuvor. Dieses Licht der Liebe gebe ich in diese Welt, zu meinen Mitmenschen, denn ich kann somit Jeden annehmen ohne mich als ETWAS definieren zu müssen und eine bestimmte Position einnehmen zu müssen.

Ich bemühe mich immer voll bewusst zu sein und damit erkenne ich das göttliche Licht in jedem Wesen und allen Dingen dieser Welt. Wer bei vollem Bewusstsein den Beweggrund eines Menschen in jeder Handlung sieht, wird dabei in keinerlei emotionale Reaktion treten. Damit wird unbewusstes Verhalten transzendiert. Die indischen Weden nennen dies „Handeln, ohne zu handeln“.

Und so hat jeder eine bestimmte Aufgabe zu einer bestimmten Zeit, während wir alle erwachen. In jeder Phase tun wir andere Dinge, ändern unser Verhalten und helfen uns damit gegenseitig Bewusstsein zu erlangen. Was gestern noch richtig und wichtig war, kann morgen schon anders sein.

Wenn wir beginnen zu erwachen, kämpfen wir. Wenn wir lange Zeit gekämpft haben, so wird sich das irgendwann ändern und wir gehen in uns. Wenn wir lange Zeit in uns verweilen, werden wir weiser und erkennen unsere Essenz und den Sinn unserer Handlungen und Geschehnisse. Und irgendwann haben wir keine Fragen mehr. Dann kommt der Punkt, wo du nichts mehr erreichen möchtest, wo du EINS mit dir bist. Dann kehren wir heim, verschmelzen im SEIN und verlassen die Illusion der Zeit, die immer mit dem Verstand verknüpft ist.

In diesem Sinne wünsche ich jedem Aspekt des einen Ganzen eine wunderschöne und erkenntnisreiche Heimreise. Hinterfragt und korrigiert öfter euren Weg, wenn er euch nicht mehr richtig erscheint und verliert euch nicht zu sehr in sinnlosen Kämpfen. Einzig das Bewusstsein ist der Schlüssel. Damit verändern wir unsere Erfahrungswelt zu einem höheren Bewusstsein für alle.

Ich für meinen Teil werde mich noch weiter aus der Illusion zurückziehen und in die reine Liebe gehen – damit einher geht auch, dass ich jeden so annehmen kann, wie er gerade ist. Das ist auch der Grund, warum ich hiermit meinen letzten Text für Euch geschrieben habe, denn das ICH BIN kämpft nicht mehr. Es stellt sich weder unter noch über jemanden.

Licht und Liebe, Sélepathos

10 Kommentare zu “Die innere Kraft für den Heimweg

  1. Hat dies auf Aussiedlerbetreung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Gerne und auch Licht und Liebe, Sélepathos, so werden wir uns auch sehen! Glück Auf, meine Heimat!

  2. DANKE für diese wundervolle Zusammenfassung Deiner (Innen)Welt, die Du hier mit uns teilst und danke für den gemeinsamen Weg, den wir miteinander gehen!
    Von Herzen
    Anunad

  3. JAAAA – jeder! Moment ist soo perfekt – es ist einfach so schön dies zu lesen
    Mein Herz ist so weit und erfreut – DANKE!

  4. Hallo.Der Schlüssel für eine friedvolle Zusammenarbeit liegt darin,uns immer wieder in dieses Einheitsbewusstsein zu versetzen.Auf der Neuen Erde gibt es keinen Platz mehr für das verwöhnte Ego.Sie ist ein Ort,auf der jedes Wesen wieder lernen kann,in der Einheit zu sein,in der Einheit mit seinem Höheren Selbst,seinem ICH BIN und mit Allem -was ist.Viele schlafen noch,daher finde Ich es egoistisch,wissen nicht mehr mit anderen teilen zu wollen.Wissen ist Macht.
    Licht und Liebe
    999

  5. Hallo ihr lieben wunderschön! im GewahrSein des ICH BIN im „JETZT“
    Äußerlich mitten im praktischen Leben.. innerlich jedoch frei – der Geist ist über den Dingen… nicht in den Dingen…. diesen Zustand völliger Losgelöstheit von allem Weltlichen…. “Gelassenheit” “Abgeschiedenheit” “Leerheit” …..
    innerer Friede schwingt….Freude schwingt…..Liebe schwingt…..mit ALLEM GÖTTlich(T)en Energien des Höchsten EINS! ALLES fliesst….ohne ANHAFTUNG….
    und Indentifikation….ES IST–
    alles liebe<3<3<3

  6. LiEBEr SélepAthOs

    D A N K E S E i N

    ALLES LiEBELiCHT

    JOseph WiiiR S1ND

  7. „Deshalb kämpfe ich nicht mehr. Ich bin einfach.“
    dies steht gerade auch bei mir an…..und es wird immer leichter…..einfach SEIN…
    von herz zu herz

  8. Wau. Wenn wir alle soweit sind, dass es keine Rolle mehr spielt, was das Leben bringt!!! Ja, dann sind wir wohl angekommen…….
    Dann muss nicht mehr referiert, geklagt, nicht mehr geändert und diskutiert werden, denn alles ist perfekt im „Sein“ und daraus ergibt sich das Tun………
    Na dann……………..

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