7 Kommentare

Impulse für Sinn & Seele: Wo hast du deine Sehnsucht geparkt?

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* * * * *

Manchmal wird meine Haut taub von der Grauheit der Tage

und die Linien in meinem Gesicht so tief,

dass ich am Spiegel etwas schneller vorübergehe.

Dann sehne ich mich nach dem dröhnenden Tosen der stillen Wälder,

nach regenbogenlauter Musik, die mir unter die kalte Haut fährt

und meine Fußsohlen zum Prickeln bringt.

Ich trete auf die Straße, gehe vorbei an Menschen, die mich nicht sehen,

deren Augen stumpf bleiben, wenn ich hineinblicke,

und ich kann es kaum fassen.

Dann möchte ich nah hingehen zu ihnen und sie flüsternd fragen

was sie mit ihrer Sehnsucht gemacht haben,

ob sie ihnen noch manchmal in den gesträubten Nacken springt

oder woanders hin, und welche Farbe sie hat.

Wann sie am stärksten ist,

und welchen Geschmack die Momente auf ihrer Zunge hinterlassen,

in denen sie von ihr gestreift werden.

In den Geschäften, an den Kassen stehen Menschen und heben kaum den Blick,

tauschen freundlich-farblose Floskeln,

und mir wird schlecht, wenn ich die vollen Regale sehe.

Ich blicke mich um und suche mit den Augen verzweifelt

ein zweites Augenpaar, das es auch sieht,

das meinem Blick nicht ausweicht und das sich noch wundert.

Manchmal kann ich es sehen, dieses Aufblitzen.

Ein kurzes warmes Leuchten, das JA sagt, ich sehe es auch.

Ein Lächeln, das mir die Mundwinkel anhebt und mein Gesicht weit werden lässt

vor Freude.

Wie diese Frau, die die anderen immer fragt, ob sie glücklich sind.

Was würdest du sagen, wenn diese fremde Frau dich einfach anspräche

und fragte: Bist du glücklich?

Und dann still wäre anstatt weiterzusprechen, und auf deine Antwort wartete.

Was würdest du sagen, wenn ich dich fragte:

Wo hast du deine Sehnsucht geparkt?

Océane

7 Kommentare zu “Impulse für Sinn & Seele: Wo hast du deine Sehnsucht geparkt?

  1. Vielen Dank für das tolle „Gedicht“ ❤️

  2. Liebe Océane,

    auch ich kenne solche Tage und Situationen.
    Vielleicht hilft dir das hier, um etwas mehr zu verstehen…

    http://www.sein.de/archiv/2009/januar-2009/nicht-tun-sondern-sein.html

    Liebe grüße, Sven

    • Lieber Sven, ich danke Dir für den Hinweis auf diesen wundervollen Beitrag. Diese Zeilen helfen dabei, sich rückzuverbinden in diesen Momenten, die wir alle auf dieser Erdenreise hier kennen. Sie erinnern daran, dass es nur einen Weg zur Erreichung des Gewünschten gibt – das Wollen des Gewünschten aufzugeben. *Océane*

  3. SEHNEN I

    Wie die Bänder
    Die Festes mit Haltlosem
    Binden
    Ist das Sehnen

    Ohne dieses
    Ist das Eine nicht
    Noch das Andere
    ein Ganzes

    Nur-
    wer weiß schon
    dass das
    S e h n e n
    Das Band
    vom
    Ahnenden zum Wissenden
    Ist….?

    SEHNEN II

    Es ist das Sehnen
    Anderes als SehnSucht

    Es ist ruhende Beständigkeit
    Entgegen unruhender Flucht

    Es ist ein sich dehnen
    Anders als angespannt sein

    Es ist ein Geben
    Statt eines Wollens

    Es ist zeitlos
    Nicht drängend begierig

    Es ist fliessende Ruhe
    Im Meer des zerhackten Tosens

    ES IST……..

  4. … ich würde sagen,
    dass ich sie tief in meinem Herzen spüre
    und sie mich dorthin trägt,
    wo die Liebe wohnt.

    Sie erinnert mich daran,
    immer weiter zu gehen,
    auch wenn mir mein Weg
    manchmal steinig erscheint.

    Und ja, auch ich sehe es,
    dort, wo manch andere es nicht sehen,
    dort, wo die besonderen Dinge sich zeigen,
    dort, wo man mit dem Herzen erkennt.

    Diese Sehnsucht, sie schwingt,
    lockt und singt,
    sie malt Bilder
    und schreibt Geschichten.

    Manchmal lässt sich mich still sein,
    manchmal weinen,
    manchmal in Demut verharren
    und manchmal tauchte ich hindurch …

    … um dann in der Liebe meines Herzens anzukommen.

  5. Sehnsüchte.. ich frage dich, wenn ich jeden Augenblick bewusst, aus ganzem Herzen, voller Liebe erlebe, auskoste und als zutiefst erfüllend erleben kann.. ob sich dann nicht sogar Sehnsüchte auflösen, deren Erfüllung schließlich jenseits des Augenblicks liegen. Erfüllt sich das Ersehnte nicht aus der Vollkommenheit und Anerkenntnis des Momentes, der herausfinden der Perlen, die jedem Moment innewohnen……

  6. DANKE Océan – ja, so ist das NOCH – trage das Bild meiner Zukunftsvision tief im Herzen – ich liebe Dich – DANKE!

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