2 Kommentare

Den Blickpunkt verschieben

abstract-19141_1280von Sven

Liebe Leser von WirSindEins,

das Leben ist perfekt auf unsere Lernbedürfnisse ausgerichtet, auch wenn wir dies nicht immer erkennen.

Es entdeckt sich selbst durch seine zahllosen Projektionen, die einander begegnen, die miteinander in Resonanz gehen, sich spiegeln und sich somit gegenseitig in der Selbsterkenntnis fördern.

Somit gibt es für viele erwachte Menschen eigentlich kaum etwas hinzuzufügen, zu erklären oder zu lehren. Man kann das Leben eben nicht wirklich beschreiben. Jede Definition würde das Mysteriöse selbst eingrenzen und den Raum seiner Ausdrucksweisen verkleinern.

Wer mit offenen Augen durch seinen Tag und sein Leben geht, dem steht fast unbegrenztes Lern- und Erfahrungspotential zur Verfügung.

Alles ist ein endloser Fluss, es gibt immer wieder „neue“ Suchende, die eigentlich auf der Suche nach sich selbst sind.

Immer und immer wieder will sich das Leben selbst prüfen, sich verfeinern und in seiner Ausdrucksform verändern.

Jeder „Lehrende“ ist eigentlich der „Lernende“, und so halte ich es für richtig, sich immer wieder zu hinterfragen, neue Erkenntnisse zu sammeln und kleine Wegweiser  aufzustellen, die andere Sichtweisen möglich machen, damit jeder Aspekt seinen individuellen Weg gehen kann.

Es geht mir NICHT darum, jemandem eine Meinung aufzudrücken, eine Sichtweise als die einzig wahre zu vertreten, oder jemandem zu sagen, wie was funktioniert.

Ich möchte einfach nur anregen öfter mal die Sichtweise zu verändern, damit sich jeder in den unterschiedlichsten Facetten des Lebens wiedererkennt.

Wie oft hängen wir in einer Sichtweise fest, kommen nicht weiter und bauen Probleme auf, die es aus einer anderen Sicht gar nicht gibt?

Probleme entstehen aus der Sichtweise der Dualität heraus. Hier ist dieses und dort jenes. Beides sind meist Gegensätze, die gegeneinander kämpfen. Positionen werden eingenommen und verteidigt, oft geht eine der Identifikationen als Niederlage aus der Konfrontation heraus. Aber das muss nicht so sein.
Genau diese Gegensätze enthalten die Fragen, die das Leben über sich selbst zu einer Antwort führen. Sehen wir die Konflikte und Situationen in unserem Leben (wie auch global) als Lernsituationen des einen Lebens, so nehmen wir eine andere Sichtweise ein.

Es ist möglich, jede Situation gleichzeitig durch das Bewusstsein der dualen Sichtweise wahrzunehmen, sowie auch aus dem konfliktübergreifenden Bewusstsein zu beobachten.

Erst damit ist es überhaupt erst möglich, Einsichten durch ein „Hineinversetzen“ in den anderen Part zu erlangen und sich den Konflikt aus beiden gegensätzlichen Positionen anzusehen.

Dieses Einfühlungsvermögen ermöglicht es uns, harmonischer miteinander umzugehen. Wir können erkennen, dass es oft viel sinnvoller ist, aus einer umfassenderen Sichtweise die Lehre oder Weisheit zu ziehen, als im Konflikt zu bleiben.

Mit der bewussten Erkenntnis aus einer Begegnung löst sich die Situation oder das vermeintliche Problem oft von selbst, da dieses nur Mittel zum Zweck von eben dieser Erkenntnis war.

Gehen wir so durch unser tägliches Leben, lernen wir weit mehr, als es uns durch Bücher möglich ist. Das Leben selbst ist der beste Lehrmeister, weil es selbst in allen Manifestationen in Erscheinung tritt.

Das Leben lernt durch sich selbst und ist somit ein Ausdruck von Selbsterkenntnis.

Lernen wir also noch bewusster hinzuschauen, nicht vorschnell zu urteilen und die Situationen nach dem eigentlichen „Warum?“ zu hinterfragen.

Jede Situation ist ein Geschenk an uns selbst.

Alles Liebe und ein schönes Wochenende, Sven

 

Bildquelle: www.pixabay.com

2 Kommentare zu “Den Blickpunkt verschieben

  1. Lieber Sven,
    deine Worte sind ein Spiegel deiner Erkenntnisse, gewonnen aus der Erfahrung des Umdenkens. Alles zu hinterfragen laesst erkennen, dass du die Dinge der aeusseren Welt der Erscheinung aus gesunden Verstand heraus misstraust.
    Es ergeht uns wie Alice im Spiegelreich. Alles ist auf dem Kopf gestellt, verdreht und wird uns verzehrt als einzige Realitaet angeboten. Die Dinge einmal erkannt, beginnt man sie zu hinterfragen und bekommt dadurch Einblicke in eine andere Form der Erkenntnis, welche im Morast der falschen Wahrnehmung sonst untergehen wuerde.
    In der alten 3D Welt hatten wir Alle einander reflektiert. Dadurch kam es immer wieder zu schweren Missverstaendnissen und Konflikte ausgeloesst durch falsche programierte Glaubenssysteme aus der Sichtweise unserer „Kleinen Egos“ heraus wahrgenommen.
    Wenn man sich seiner freien Wahl bewusst wird und diese als Instrument seiner neu gewonnenen Erkenntnis betrachtet, kann man beginnen sich selbst aus der Reinheit seines Herzens zu reflektieren und man beginnt die Dinge voellig anders wahrzunehmen, weil Andere beginnen uns zu reflektieren ohne das wir unseren Blickwinkel erneut aendern muessen.
    Wenn Alle beginnen ihr eigenes Licht zu scheinen und aufhoeren andere zu reflektieren, dimmen Missverstaendnisse und Konflikte aus, Harmonie ist die Folge. Eine Welt ohne Fehler wird geboren.

    Vielen Dank Sven!

    Namaste

  2. Danke lieber Sven, ein überaus beruhigender, bejahender Beitrag. So sollte jeder versuchen „zu Leben“, aus dem Leben, im Leben. Lernen vom Leben. Sichtweisen ändern, wenigsten ab und an. Einfach nur beobachten, ohne zu urteilen. Danke.

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