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Lilith die Feuerpriesterin

cheyenneQuelle: http://liesmariehafner.wix.com/cheyenne

Liebe Schwester,

es gibt eine Feuerpriesterin in dir, eine Lillith, und sie verdunkelt deine Nächte, bis du in ihrem Feuer tanzt. Sie ist in Bewegung, eine rohe Schönheit, stolz leuchtet ihre Yoni und ihr Licht strahlt aus ihrem Herzen. Sie ist hier, um dich zu Hause in der heiligen Weisheit deines Schoßes willkommen zu heißen und die Kraft in deinem Herzen zu erwecken. Es gibt ein Ritual aus dem Erbe unserer Ahnen, das die unglaubliche Kraft hat, dir die Energie und Führung zu bringen, um sich aus den imaginären und scheinbaren Spinnweben zu befreien und sich für deine Feuerpriesterin zu öffnen.

Fühlst du dich manchmal wütend bis zu einem Punkt des Wahnsinns, als ob du förmlich wie ein Tier schreien möchtest – und vielleicht tust du es auch? Fühlst du dich, wie wenn ein Feuer in dir toben würde, das kaum einen Namen hat, aber es dich fragend ansieht, ob du es treffen würdest – Feuer trifft Feuer? Fühlst du in deiner Sexualität einen Tiger und du weißt nicht, wie du das Langsame und das Wilde vereinst? Fühlst du die schwarze Göttin, die schwarze Frau? Oder zeigt sie sich dir als unnachgiebige innere Kritikerin oder als eine Depression?

Du bist nicht alleine, und außerdem, in den alten Zeiten haben Priesterinnen ehrfürchtige Rituale entwickelt, um Raum für diesen groben Wahnsinn zu halten und ihn in feurige Weisheiten und ein spannendes, vollkommenes Leben zu drehen. Sie wussten, wie du, dass der Schlüssel zu deinem höchsten heiligen Selbst in diesen tosenden Innerlichkeiten liegt. Hier gilt es, ins Feuer einzutreten, es zu verwandeln und als wahre Feuerpriesterin empor zu tauchen.

Wenn wir zur heiligen Weiblichkeit zurückfinden, kommen wir nach Hause zur Süße, Dankbarkeit, Anschluss und Schwesternschaft. Wir nehmen unsere schönen Kräfte auf und fangen an unsere Verletzlichkeit und Emotionen als wertvolle Ressourcen, die sie sind, zu tragen, und genießen die Rhythmen unseres Schoßes. Wir initiieren unsere Liebhaber, männlich oder weiblich, in langsamen Vereinigungen und helfen ihnen, mehr und mehr in den Ausdruck ihres Seins zu wachsen, zu dem wer und was sie sind. Wir ehren die Göttin durch unsere verkörperte Verbindung zum Göttlichen. So viel Wachstum! Doch scheinbar derart verstimmt. Wir fühlen in uns eine wilde Furie, wütend, tobend und brüllend. Fürchte dich nicht! Hier ist die Dunkle Göttin, die Ur-Lillith, die glühende Feuer-Priesterin, und sie ist gekommen, um dich ganz und vollkommen zu machen. Lasst uns einen tieferen Einblick in die Weisheit dieser alten Priesterin nehmen und ihre Rituale entdecken. Rituale, in denen sie Frauen geholfen hat, die wilde Bestie in ihnen und ihrem Leben zu integrieren. Und seien wir ehrlich zu uns, wie wir dieses reiche Erbe verloren haben, und vor allem, lasst uns sehen wie wir da wieder zurückfinden.

Das heilige Feuer in einer Frau ist wie ein Wunder zu betrachten.

Kraftvolle Rituale

Das Verständnis der alten Priesterinnen ist, dass wir Menschen an einer spannenden Grenze gehen, einerseits ein „Tier“ zu sein, göttlich zu sein, und Mensch zu sein. Im Schamanismus werden diese drei Welten, in denen wir leben, als Unter-, Ober- und Zwischenwelt beschrieben. Wir kommen in die Welt mit einer Balance von allen dreien, die uns helfen ganz zu bleiben und verbunden zu sein. Wenn wir allerdings aufwachsen, bekommen wir mehr Verantwortung und werden tiefer in unsere Beziehungen involviert, das bedeutet, dass unsere zwischenweltliche Präsenz gestärkt wird. Um das Gleichgewicht zu halten, müssen wir uns dann auch tiefer in der Unter- und Oberwelt verankern und verwurzeln. Wenn dies nicht geschieht, verlieren wir den Anschluss an unser göttliches Licht und unsere primitive Ur-Natur. Dies wiederum wendet sich gegen uns in einem verzweifelten Versuch, ein Teil unseres Lebens zu sein.

In der Priesterinnen-Zeit war dies nicht erlaubt (das Gleichgewicht zu verlieren). Balance wurde geschaffen und das Tier und heilige Selbst wurden in einem Ritual eingeladen, höchstwahrscheinlich in einem Tal bei Vollmond, mit Trommeln und Flötenspiel. Die Musik würde zuerst jedem zum Entspannen helfen und sich dann nach und nach in einen Rausch steigern, die Tänzer mit ihren wilden Rhythmen mitnehmen. Wie wir aus 5 Rhythmen und ähnlich modernen ekstatischen Tanzpraktiken wissen, wird die Energie an einem bestimmten Punkt so hoch, dass der Körper und der Tanz übernehmen. Das ist ein sehr heiliger Moment, wo große Verschiebungen passieren können. Wagen wir es und bringen noch mehr Energie auf? Viel ist hier möglich, wie die meisten von uns wissen, und es braucht eine erfahrene Priesterin oder Schamanin, um es hervorzubringen.

In den alten Zeremonien wurden die Energien sehr hoch gebracht, und das kann traumatisierend oder heilend sein. Es gibt eine dünne Linie zwischen den beiden, und es verlangt sehr viel Wissen, um das in Gnade zu halten. Doch etwas in uns weiß, dass wir diese Linie brauchen, dass es das ist, wohin wir gehen müssen und diese alten Rituale uns helfen können. Dies ist es, wo Karma aufgelöst und freigegeben wird und das Gleichgewicht zurückfindet. Daher suchten wir weise und reife Priesterinnen, vertrauten ihrer Offenheit und Intuition, ihren Fähigkeiten innezuhalten und sich zu behaupten, unabhängig davon, was sich zeigt (Sexualität, Rebellion, Zerstörung, alles). Und wir springen. Wir tanzen, irgendwie nur halb, erwartend dass es für uns arbeitet, und trotzdem müssen wir noch weiter gehen und erkennen. Und ich sage dir, dass etwas passieren wird. Die Erde wird sich verlagern und der Himmel wird sich öffnen.

Nach dem Ritual bist du, die Tänzerin, ganz. Mensch, Tier, göttlich. Du kannst deine erweiterten Kompetenzen beibehalten, und diese werden durch die gesteigerte Präsenz der Unter- und Oberwelt unterstützt werden.

Neben persönlicher Heilung bringt dieses Ritual Heilung auf gemeinschaftlicher Ebene. Man sieht, fühlt und erlebt tatsächlich, was hinter der gesellschaftlichen Gegenwart ist. Du bist eins mit dem gequälten Tier, dem göttlichen Herzen, der wilden Lust, den verwüstenden Sehnsüchten und Leidenschaften. Dies verbindet und öffnet neue Möglichkeiten, sich gegenseitig zu unterstützen.

Also wo sind nun diese Rituale?

Wir brauchen diese Rituale jetzt, so wie damals. Und vielleicht sogar noch mehr, weil sich unsere sozialisierten Leben noch weiter von Beiden entfernt haben, vom Tier und unserer heiligen Natur. Doch wie war es möglich, dass sie so stark verschwanden, sodass es scheint, als ob sie nie existiert hätten? Es hatte sicherlich mit dem Verlust der Priesterinnen-Kultur zu tun. Dieser Verlust ist immer noch eines der großen Geheimnisse der Geschichte. Das göttliche Reich wurde nicht mehr mit Dankbarkeit betrachtet, wurde nicht mehr als die Mutter gesehen, die reichlich von ihrem eigenen Fleisch und ihrer Milch gab. Stattdessen wurde das Reich als Götter angesehen, die willkürlich nahmen und anordneten, symbolisiert als Männer, die hilflose junge Mädchen und verheiratete Frauen vergewaltigten. Das ist eine schockierende Verschiebung, die tausende von Jahren anhielt und weitergeführt wurde, bis vor kurzem das Heilige Weibliche wieder in unser Bewusstsein zurückkehrte.

Als die Kultur der weisen Priesterinnen verlorenging, verloren diese Rituale ihre Reinheit und wurden zu Orgien der Lust und Gewalt degradiert. Das ist die Version, die wir heutzutage in der Regel gesagt bekommen und der Grund, warum sie am Ende verbannt worden sind. In dieser Version wird die Spaltung in dieser Thematik fortgesetzt, die es zu heilen gilt. Wie können wir zurückfinden zu dem, was uns heilt, was wir brauchen? Wie können wir uns aus dieser Illusion befreien und uns mit der ursprünglichen Weisheit verbinden?

Das uralte Ritual ist Teil unseres Erbes, und obwohl es verboten wurde, ist es nie ganz verschwunden. Die „TARANTELLA“ – so wurde es genannt – lebte in Süditalien auf. Obwohl oft als unschuldiger Volkstanz dargestellt, war es weit davon entfernt. Einige Frauen haben es sich zur Leidenschaft und Aufgabe gemacht, dieses Ritual wieder mit der Welt zu teilen, und zwar so wie es wirklich gemeint war und ist: eine wilde Heilung, eine rohe und heilige Reise in einer Gruppe von Frauen. Eine Chance, sich mit der ursprünglichen und göttlichen Natur zu verbinden.

Die Feuer in uns brüllen wie nie zuvor. Die Göttin ist wieder bei uns…

Cheyenne
Schamanische Heil- und Prozessarbeit
Schamanischer Trommelbau
www.sternen-licht.at

3 Kommentare zu “Lilith die Feuerpriesterin

  1. Ich möchte bewußt auf eine Kriegsstrategie hinweisen.
    Entführe eine Frau und du zerstörst die Zivilisation.

  2. Rituale?
    Den natürlichen Umgang zu hüten, zu bewahren, zu pflegen und zu hegen ist genug.

    Es gibt ein Ausschlußverfahren.
    Sogenannte Kopfmenschen können nur bedingt oder gar nicht mehr zurückfinden, da sie verschiedene Sachen einfach verlernt bzw. auf ihrem Weg freiwillig für andere Dinge aufgegeben haben, z.B: Intuition und Timing.

    So leid es mir tut für diese Frauen.
    Ich weine um eure Kinder mehr. Sie haben nämlich keine natürliche Mutter (lediglich eine Mutter, die versucht, der Rolle einer guten Mutter zu entsprechen und abhängig von allen möglichen Ratgebern ist) und dies ist ein nicht zu ersetzender Verlust für eure Kinder.

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