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Video – George Orwells Klassiker „1984“

Gefunden auf: https://netzfrauen.org/2017/02/18/george-orwells-1984/

George Orwells Klassiker „1984“ ist nicht nur in den USA ganz oben in der Bestsellerliste. Der englische Journalist und Schriftsteller George Orwell hatte in „1984“ kurz nach dem Zweiten Weltkrieg eine düstere Zukunftsvision entworfen.

Orwell schrieb einst, dass er am meisten eine Regierung fürchte, die die Wahrheit so geschickt manipulieren könnte, dass die Menschen dies gar nicht merken würden.

„In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionare Tat!“ George Orwell

Der „gläserne Bürger“ ist keine Fiktion mehr, denn bereits in unserem Beitrag  Aus dem „Weißen Haus“: Die Entfesselung der Kraft von ‚Big Data‘ – George Orwells „1984“  schrieben wir, dass die Bürger ihre Daten à la carte liefern. Die „Big-Data-Technologie“ zur Auswertung riesiger Datenmengen ist dabei, unser Leben zu revolutionieren. Aber Vorsicht, denn was für die Wirtschaft und die Regierung gut ist, ist nicht unbedingt gut für uns. Das Weiße Haus beschäftigt sich genauso mit der Verwaltung von großen Mengen Daten, die u. a. Sie liefern, wie Coca Cola, Nestlé, Monsanto, eben alle große Konzerne, um herauszufinden, was Sie wollen oder nicht wollen. Nein, Sie wollen die BIG DATA nicht, das wissen auch die Konzerne, das wissen auch die Regierungen, macht aber nichts, Sie sind eine Ware, ein Versuchskaninchen, oder besser gesagt, George Orwells 1984 ist schon längst real.

Doch das ist nicht der Grund, warum der Roman „1984“ wieder auf den Bestsellerlisten zu finden ist, und zwar ganz oben, sondern es ist Donald Trump.

Seit Donald Trumps Amtseinführung steht das gleichnamige Buch jedenfalls an der Spitze der Amazon-Charts und darf in den Debatten weder in den USA noch in Europa fehlen, so die Neue Züricher Zeitung.  Im «New Yorker» erklärte sich der amerikanische Essayist Adam Gopnik gar zum Konvertiten: Er habe immer geglaubt, Orwells Ozeanien sei «zu brutal, zu atavistisch» gewesen, um wirklich realistisch zu sein, das Buch «zu beschränkt in seinen Vorstellungen vom autoritären Staat und von den ihm hilflos ausgelieferten Bürgern.» Die letzte Woche habe ihn eines Besseren belehrt.

In der Diskussion um Donald Trump geht es um die Fakten in einer Flutwelle «alternativer Fakten». Was nicht passt wird passend gemacht. Wer hätte es denn vor Trump für möglich gehalten, dass man in maximal 140 Unicode-Zeichen eine ganze Welt in Atem halten kann? Und spätestens seit seiner legendären Pressekonferenz wissen wir, wer für Donald Trump die Schuldigen sind:  Die Presse!

Seien wir ehrlich, nicht mal Orwell konnte ahnen, was sich zurzeit in den USA abspielt, und dass es je Twitter geben würde, schon gar nicht. Aber eines ist Fakt: Die NSA hat ein riesiges Abhörzentrum in den USA und Sie sind ein Teil davon!  Die Überwachung ist schon längst real. Sie fängt bereits im Kinderzimmer an: Spielwarenmesse – „Tec2play“ – Spielwaren mit künstlicher Intelligenz incl. Überwachung! – How screens turn kids into psychotic junkies!

70 Jahre nach seiner Veröffentlichung führt Orwells Roman „1984“ wieder die Bestsellerliste an.

In „1984“ beschreibt Orwell einen Überwachungsstaat. Mit Hilfe von »Teleschirmen« werden alle Parteimitglieder Ozeaniens von der »Gedankenpolizei« kontrolliert und überall erinnern Plakate mit dem überlebensgroßen Gesicht des »Großen Bruders« die Bürger an die allgegenwärtige Überwachung. Kinder werden früh dem Einfluss ihrer Familie entzogen und in der Jugendorganisation der »Spitzel« infiltriert und zu Denunzianten erzogen. Als heimlicher Gegner des Systems fühlt Winston Smith sich zu der Untergrundbewegung »Die Bruderschaft« hingezogen. In dem hohen Parteifunktionär O’Brien meint er einen Gesinnungsgenossen erkannt zu haben.

Die Welt von 1984 ist aufgeteilt zwischen drei Supermächten, die sich unablässig bekriegen und ihre Bürger total überwachen. Winston Smith versucht sich der allgegenwärtigen Kontrolle durch die Partei und deren Führer, den Großen Bruder, zu entziehen. Doch der zaghafte Versuch, mithilfe eines Tagebuchs seine Individualität zu entdecken und sich und seiner Freundin Julia ein Stückchen Privatleben zu erobern, schlägt grausam fehl. O’Brien, ein zynisch-perfider Offizier der Gedankenpolizei, unterzieht Winston einer Gehirnwäsche, die sich seiner schlimmsten Ängste bedient. Wird Winston am Ende wieder ein gefügiger, gläubiger Anhänger des Großen Bruders sein?

Biographie:

George Orwell, der mit bürgerlichem Namen Eric Blair hieß, wurde am 25. Juni 1903 in Motihari, Bengalen/Indien geboren und war der Sohn eines britischen Kolonialoffiziers
– Von 1917-22 genoss er eine Ausbildung in der Eliteschule Eton College
– und war von 1922-27 Offizier der Indian Imperial Police in Burma
– Jedoch quittierte er den Dienst weil er mit den Kolonialmethoden nicht einverstanden war und betätigte sich bis etwa 1935 als Vagabund, Tellerwäscher, Lehrer an Privatschulen in London und war auch freier Schriftsteller

– Im spanischen Bürgerkrieg kämpfte er an der Seite der republikanischen Kräfte, bis er verwundet wurde
– im 2. Weltkrieg diente er in England und arbeitete für die BBC
– Er war politischer Anhänger der kommunistischen Internationale, jedoch führten die Grausamkeiten unter Stalin zur Abkehr davon und zu einer Mitgliedschaft in der Labour Party.
– In London arbeitete als Chefredakteur für die Tribune.
– Er starb am 21.1.1950 in London an Tuberkulose.

Der Titel 1984 soll so entstanden sein, dass er einfach das Jahr 1948 wählte und die Zahl 4 mit der Zahl 8 umdrehte, außerdem vermutete Orwell, dass  bis dahin die Technik so weit fortgeschritten ist, wie es im Buch beschrieben wurde.

Ob der Film mit der heutigen Situation übereinstimmt, beurteilen Sie bitte selber.

Fakt ist auch, dass man „1984“ durchaus als Warnung ansehen kann, um zu verhindern, dass sich eine solche Gesellschaft wie im Film beschrieben manifestieren kann.

Bereits 2012 kündigte die Obama-Administration die Initiative „National Big Data Research and Development“ (nationale Big-Data-Forschungs-und Entwicklungsinitiative) an – ein wichtiger Schritt bezüglich der Herausforderungen und Chancen von „Big Data“. Big Data nennt man Daten, die so groß, so komplex, oder so schnell-generiert sind, dass sie durch traditionelle Informations- und Kommunikationstechnologien nicht verarbeitet werden können. Bei ihrer Einführung verfügte die Big-Data-Initiative über mehr als 200 Millionen USDollar aus sechs Bundesministerien und -behörden zu dem Zweck, das Beste aus dem explosionsartigen Wachstum von Big Data zu machen und die notwendigen Werkzeuge zur Analyse zu entwickeln.

Bedeutet, auch Donald Trump verfügt somit über eine immense Anzahl an Daten aus der ganzen Welt, die er sicherlich zu nutzen weiß.

Daten zählen zu den wichtigen Ressourcen, und wer viele Daten hat, hat auch die Macht. Nicht nur der Handel mit Daten, sondern auch der Markt für Big-Data-Lösungen wächst und entwickelt sich zu einem Milliardengeschäft. Dementsprechend vielfältig ist das Angebot an entsprechenden Technologien.

Wir werden diese Technik nicht aufhalten können, liefern wir doch tagtäglich die entsprechenden Daten dazu. Aber wir können fordern, dass wir einen besseren Schutz für unsere Daten erhalten. Damit wir dieses fordern können, müssen Sie erst wissen, wie Ihre Daten genutzt werden. Sollten Sie Petitionen unterzeichnen, fragen Sie nach, wo und wie Ihre Daten gespeichert werden.

Im Straßenverkehr schützt Sie die Verkehrspolizei. Auch dort gelten Recht und Gesetz. Warum kommt der Gesetzgeber seiner Aufgabe, Sie – und Ihre Daten – zu schützen, nicht nach?

Die Verkehrspolizei schützt Sie zum Beispiel, damit Sie beim Überqueren der Straße sicher ans Ziel kommen, und trägt so zur Verwirklichung des Willens des Gesetzgebers bei. Recht und Gesetz, nicht nur im Straßenverkehr, müssen auch im Datenverkehr gelten. Die jüngst bekannt gewordenen Überwachungsskandale verdeutlichen einmal mehr: Um den Datenschutz ist es derzeit in Deutschland nicht gut bestellt. Wie Sie aus dem Weißen Haus erfahren, wurde bereits alles für BIG DATA unternommen. Die NSA hat ein riesiges Abhörzentrum in den USA und Sie sind ein Teil davon!

„Schwere körperliche Arbeit, die Sorge um Heim und Kinder, kleinliche Streitigkeiten mit Nachbarn, Kino, Fußball, Bier und vor allem Glücksspiele füllten den Rahmen ihres Denkens aus. Es war nicht schwer, sie unter Kontrolle zu halten“ George Orwell, „1984“

Netzfrauen

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