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Das EGO

von Renate Helene Zormeier

Hier möchte ich ein paar grundsätzliche Ansichten in Frage stellen, die in vielen spirituellen Szenen verbreitet sind.

Oft ist das langersehnte Ziel, der Erleuchtung näher zu kommen, in vielen Lehren verknüpft mit der Auflösung, also der totalen Aufgabe des Egos.
Doch der Mensch ertappt sich immer wieder, dass er aus dem Ego heraus agiert hat; oder schlimmer – Dein gegenüber erkennt in Deinem Handeln und Sprechen Dein Ego. Dann ist das, was Du von Dir gibst, egobasiert. Ja, als profanes Beispiel: Wenn jemand eine Spende an Bedürftige leistet, hörte ich sagen, dass dieser ja nur sein Ego bedient.
Ja, natürlich, es geht Dir besser, wenn Du Gutes tust, Dein Ich freut sich. Aber, ist das nicht in Ordnung so, wenn Du aus dem Herzen heraus gehandelt hast?

Nach meiner Ansicht, kann man das Ego weder auflösen noch ganz kontrollieren. Alles andere ist eine Falle. Eine Manipulation derjenigen, die mit ständig eingetrichterten Glaubensmustern bewusst oder unbewusst, verhindern wollen, dass wir in unsere Kraft kommen. Denn die ständige Beschäftigung mit dem Ego hält uns von unserer ur-eigensten Macht fern.
Wir haben, bevor wir hier inkarnierten, eingewilligt, dass wir ab dem Zeitpunkt der Menschwerdung vollkommen abgeschnitten werden von unserer göttlichen Quelle. Unser Ego, das die Aufgabe hat, in Notsituationen die Kontrolle zu übernehmen, hatte beherzt die Führung übernommen.
Wir sollten ihm dankbar sein.

Jetzt, da wir nun wieder beginnen, uns rückzuverbinden an unseren Seelen-Ursprung, an unsere wahre Quelle, müssen wir unserem Ego nur seinen wahren Platz weisen. Und es wird ihn annehmen, einfach weil es sein natürlicher Platz ist, der für ihn geschaffen ist. Wir Selbst nehmen unsere Führer-Rolle ein und bestimmen. Trotzdem ist dies ständige Arbeit, wie bei einem verwilderten Pferd, das man sich vorgenommen hat, zu erziehen. Es ist einfach Übungssache, stets wach zu sein, sein Handeln in die Aufmerksamkeit nehmen. Die Ego-Energie wird sich an diese Abmachung halten, wenn sie achtungsvoll immer dann, wenn ihr Hervortreten gebraucht wird, auch agieren darf.

Kennt die Ego-Energie ihren Platz in unserem System. können wir uns bei tagtäglichen Entscheidungen auf unser Bauchgefühl verlassen, erst recht bei wichtigen Dingen.

Da die alte Zeit ausgesprochen stark von der Verherrlichung des Ego-Gedankens geprägt ist, haben wir in unseren Verhaltensmustern so manches gespeichert, das uns egobasiert sprechen und handeln lässt. Durch die größte vermeintliche Trennung, die in der dritten Dimension herrscht, nehmen wir uns untereinander getrennt und getrennt vom göttlichen Ursprung wahr. Immer noch wird die Ursache unserer Erlebnisse ins Außen, in unsere erlebte „Realität“ verlagert. Dabei zeigt uns das Außen immer die Wirkung unseres sichtbar gewordenen Inneren als Resonanzbild.
Wenn Etwas sich gerade nicht ideal anfühlt, reparieren wir außerhalb von uns daran herum und fühlen uns als Opfer unserer eigenen Schöpfung. Was für ein Paradoxum – doch Wahrheit.

Mit den jetzigen neuen Erkenntnissen fangen wir gerade an zu verstehen, wie „Realität“ funktioniert.

Leider glaubt jetzt ein Teil der Spezies Mensch, mit seiner Ego-Identifikation und mit dem Puschen unseres ICH-Gedankens die Welt kontrollieren und beherrschen zu können. Dies gelingt vor allem durch Konkurrenzdenken, Angsterzeugung, Kampf und Krieg. Das Leben wird dadurch für die Menschen angstbesetzt und mühselig, und ist mit viel Unsicherheit und Leiden verbunden.
Ja, die herrschende „Oberliga“ lehrt das meisterhaft. Sie schafft diese Manipulation deshalb so leicht, weil wir Menschen vergessen haben, dass wir mit unseren Gedanken unsere Zukunft erschaffen. So wird unser Denken und unsere Vorstellungskraft in die Richtung gelenkt, die den Herrschenden genehm ist.

Wir können etwas dagegen tun:
Öfters am Tag unser Gedächtnis das Tagesgeschehen durchforsten zu lassen nach Negativ-Gedanken. Wieviele negative Gedanken habe ich heute gedacht? Wir ertappen uns immer wieder. Pass auf Deine Gedanken auf, betreibe
Gedanken-Hygiene, so oft Du daran denkst im Alltagskarussell ! ! !
Forme Angst und Negativität in Deiner Vorstellung um in Vertrauen, Vergebung und Liebe.
Aber sei milde mit Dir, Übung macht den Meister und morgen ist ein neuer Tag!

Sei Dir stets bewusst, dass Du in jedem einzelnen Moment Deine eigene Realität erschaffst, wirklich in jedem einzelnen Moment Deines Leben! Du erschaffst Dir für Dein Leben das Gute gleichsam wie das Schlechte (dass dies dann auch wieder seinen lehrreichen Sinn hat, sei erstmal dahin gestellt).
Dies war schon immer so, es geschah und geschieht nur völlig unbewusst.

Wir versuchen etwas in den Griff zu bekommen, oder uns vor etwas zu schützen, was wir außerhalb von uns wahrnehmen, obwohl wir es ständig selbst erschaffen.

Wichtige Erkenntnis: Die von uns wahrgenommene Realität ist eine Projektion unseres Geistes !

Was hat diese Erkenntnis nun mit unserem Ego zu tun?

Wenn wir unser Ego ungehindert unseren Lebensplan entscheiden lassen, suchen wir ständig im Außen unsere Direktive. Würden wir hingegen hinter unseren Handlungen die Intention unseres Egos erkennen, wäre diese Erkenntnis ein großer Schritt, den wir in Richtung Befreiung gingen.
Hatte unser Tun die Absicht, einem Gegenüber zu schaden, war offensichtlich unser Ego am Werk.
Haben wir gegen jemand Anderes eine unschöne Handlung oder verletzende Worte unternommen, fühlen uns aber unschuldig, sollte alles genauestens unter die Lupe genommen werden. Vielleicht haben wir in unser Gegenüber eines unserer Themen hinein-projiziert, das ihn erniedrigt, uns aber erhöht hat. Unser liebes Ego hat uns einen Streich gespielt.

Nochmal zur Verdeutlichung: Entgegen einiger spirituellen Lehren, ist es also nicht möglich, das Ego ganz abzuschaffen. Es braucht seinen Platz in unserem Erdenleben, denn allzu oft hat es uns schon weiter geholfen im Matrix-Überlebenskampf. Das Geheimnis hierin besteht im richtigen Konsens. Wenn das überzogene ICH von uns an seinen ihm zugewiesenen Platz verwiesen wird, es aber seine Daseinsberechtigung in der untergeordneten Form behält, können wir leicht erkennen, wenn es wieder mal über die Stränge schlägt.

Hier steckt jedoch noch eine Falle:
Wer meint sein Ego verbannt zu haben, merkt es vielleicht nicht, wenn es sich hinterrücks doch nach vorne drängt und die Bühne beherrscht. Denn es hat seine eigene Dynamik und findet immer wieder sehr schlaue Schlupflöcher und gut getarnte Rollen, um die Führung zu übernehmen.

Die Identifikation mit dem Ego-Ich nährt sich durch ständig neu manifestierte Überzeugungen, angepasste Gedankenschleifen und mit Einsfühlen mit dem, was wir an Erfahrungen sammelten. Zum Zeitpunkt der Trennung wollten wir Individualität und das Ego übernahm. Es ist ein liebgewordenes Knäuel von eigenen und übergestülpten Gedanken und Glaubensmustern. Wir ließen zu, dass es sich um unser wahres Sein weben konnte. Irgendwann wurde es so undurchsichtig, dass wir uns damit vollständig identifizierten. Wir wurden wie gesponnene Schmetterlingslarven in ihrem Kokon.

Das Ego existiert in ziemlich starren Regeln und auferlegten Grenzen. Dazu gehört der Glaube an Krankheit, Schuld, Alter und Tod, der Glauben an die lineare Zeit und vieles mehr. Diese Grenzen existieren nicht nur im Bewusstsein eines Einzelnen, sondern erneuern sich auch ständig in unserem kollektiven Massenbewusstsein. Nur wenn wir daran arbeiten, kann sich das ändern.

Unsere antrainierte egobasierte Denkweise knüpft vor allem Liebe sehr stark an Bedingungen. Weil dieses Ego sich getrennt von allem, allein in einer feindlichen äußeren Welt wahrnimmt, versucht es, sämtliche Situationen unter Kontrolle zu bringen, um dadurch ein gewisses Maß an Sicherheit zu bekommen. Das ist sein Aspekt als verlässlicher Überlebensgehilfe.

Deshalb dürfen wir das Ego nicht verteufeln. Es ist nur entartet und muss wieder an seinen angestammten Platz „hin erzogen“ werden. Im Allgemeinen ist es hilfreich dem Ego gegenüber Dankbarkeit zu zollen, denn dieser Teil von uns hatte als einzige den Mut, die Führung zu übernehmen, als wir von der Quelle abgeschnitten wurden. Somit ist unsere Ego-Energie eine Gabe, die innere Sonne im Solarplexus… sogar wichtig, strahlend schön, wenn sie nicht isoliert von anderen Chakras regiert, sondern bei Bedarf ihren Dienst tun kann. Diese Sonne ist mit seinem Alleingang in einer Sackgasse gelandet. Schaffen wir es, dass sie die Vormachtstellung abgibt, kann unser Herz als Anführer agieren.

Trara, das ist die Lösung: Herzenergie regiert – Ego assistiert
Sie zeigt, wie wichtig die Orientierung nach innen ist, um dann wieder außerhalb, geleitet vom Herzen, das Richtige tun zu können.

Das Herz-Chakra ist das erste Chakra, das sich jetzt nach außen orientiert. Das ist ein Triumph unserer Zeit. Aber da stehen wir noch ganz am Anfang unseres Lernens. Die selbstbezogenen Lektionen (die unteren drei Chakren) haben wir gründlich gelernt. Nun drängen die oberen Chakren in den Vordergrund, die eine ganz andere Zukunft erschaffen wollen, liebes- und licht-orientiert.

Wichtig ist: Wenn wir bewusst Visionen erschaffen, manifestieren wir noch etwas zeitversetzt. In der Frühzeit hatten unsere Ahnen noch viele Jahrhunderte Zeit, um Veränderungen zu manifestieren, neue Erkenntnisse zu sammeln, in späterer Zeit unsere Großeltern noch ganze Leben. Unsere Eltern hatten für das Umsetzen eines Lernthemas meist Jahrzehnte, bis ein deutlicher Fingerzeig kam. Nun, da wir im Aufstieg in die nächste Dimension zunehmende Beschleunigung erleben, haben wir für die gleichen Prozesse jetzt nur noch Wochen, Tage und Stunden!
Durch den Turboantrieb unseres Bewusstseins steuert alles im Sauseschritt aufs Ziel zu… ein spürbarer Siebenmeilenstiefel, der nun zum Erwachen flitzt.

 

Buchtipp:

„Der (v)erkannte Mann“
von Renate Helene Zormeier
zu beziehen mit persönlicher Signatur,
einfach eine Nachricht schicken über www.liebeslichtblick.de

oder im Best-Off-Verlag für € 16,50
www.bestoffverlag.de  ISBN 978-3-942427-09-8

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Renate Helene Zormeier

Jahrgang 1954, Mutter von zwei Kindern;
geboren in Murnau; nach fünf Jahren Türkei und drei Jahren Borkum, jetzt wieder zuhause im bayrischen Voralpenland.
Sie erlebte 2005 eine totale Neuausrichtung ihres Lebens. Geschult durch das Leben, musste sie im „stonewashed“-Modus, ihre psychologischen Studien, ebenso wie ihr inneres Wachstum durch tiefgehende Seelen-Erkenntnisse, durchlaufen. Heute behandelt sie mit Energiearbeit, Körperarbeit, HypnoTrance erfolgreich ihre Mitmenschen und erreicht durch direkte Anbindung an die wahre Göttliche Quelle, tiefste Schichten.

2 Kommentare zu “Das EGO

  1. …ich glaub, ich mach mir schon mein ganzes Leben Gedanken über die Welt wie sie war, wie sie ist und wie sie sein wird. Als Kind bin ich jeden Sonntag in die Kirche gegangen, habe die Bibel gelesen und konnte erst nur die 10 Gebote verstehen. Mir war als Schulkind schon klar, in welcher verlogenen Welt wir leben und warum alle Erwachsenen Instanzen (Großeltern, Eltern, Lehrer und Pfaffen) den ganzen alltäglichen Wahnsinn mitmachen. …bis ich auch mitgemacht habe, zumindest das, was die Gebote sagen. Meine Erkenntnis daraus war: …ich lebe auf diesem Planeten und komme hier nicht weg…., stimmt nur zum Teil. …mein Körper kommt hier nicht weg, aber mein Geist kann überall hin reisen; und manchmal nimmt er mich mit. dass äußert sich immer in Form von Gedichten. …sozusagen die Ansichtskarten wenn ich im Geist auf Reisen bin

    …mit mir selbst auf Augenhöhe;
    …und mir gefällt was ich hier sehe,
    denn mir ist jetzt sonnenklar,
    wer ich bin und wer ich war,
    auf der Suche nach dem Sinn
    wieso, weshalb warum ich bin.
    Den Sinn werd’ ich wohl niemals finden,
    mich nicht mehr an die Suche binden,
    denn ein Sinn ist einerlei.
    Das macht mich für mein Leben frei,
    das ich für mich gestalten werde,
    als Mitglied der Besatzung Erde.

    Ein kleines Teilchen des Ganzen,
    nicht weniger und auch nicht mehr;
    erfüllt den Raum in einer Zeit;
    wo geht es hin wo kommt es her?

    Ist das Teilchen ein Gedanke
    oder vielleicht eine Idee,
    die nicht genau der Norm entspricht
    ….irreal ist wie ’ne Fee?

    In irgendeiner Dimension,
    die uns Menschen unbekannt
    weil die Menschheit unsrer Zeit
    bisher nicht zu sich selber fand.

  2. Ja! Wichtiger Artikel. Ich bin mit der Aussage 100% einverstanden. Am Schlimmsten sind mir die „Lichtarbeiter“ rübergekommen, die echten, sie hätten ihr EGO überwunden. Ich habe selten egoistischere und total unempathischere Menschen gesehen und gehört. Völlig abgehoben und am Missionieren. Schlimmer als die Zeugen Jehovas. Stuart Wilde nannte diese egolosen „Gutmenschen“, die mit dem „weissen Schatten“. Bigott, besserwisserisch und „furchtbar gut“ und so erwacht (erleuchtet?). So nahe bei Gott und von Gott ganz speziell geliebt…….. Mehr gibt’s dazu nicht mehr zu sagen.

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