Ein Kommentar

UBUNTU-Dorf Hirschlanden???


Bild: Hirschbräu Hirschlanden

Ist Hirschlanden das erste „UBUNTU-Dorf“ in Deutschland???

Im Jahr 2016 war es so etwas wie ein Hype: Michael Tellinger aus Südafrika brachte die „westliche Adaption“ von UBUNTU nach Europa und einmal mehr auch nach Deutschland (vgl. u.a. HIER oder HIER). Ich erlebte ihn damals ebenfalls in einem seiner Vorträge in Süddeutschland. Er fasziniert – und begeistert seine ZuhörerInnen. Und es stecken viele gute Ansätze und Impulse in seinen Ausführungen.

ABER: Bis heute ist mir kein Ort in der Welt bekannt, in welchem sein Entwurf von UBUNTU bereits real gelebt würde – oder etwa DOCH?

Nachstehend gebe ich einige Auszüge wieder aus einem Artikel, der schon 2016 entstand. Gibt es da etwa Parallelen zu UBUNTU??

Quelle: Oya-Magazin

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Alles ist möglich
Wie Eigeninitiative ein kleines badisches Dorf
lebendig macht

von Nicole Pollakowsky , erschienen im Oya-Magazin 38/2016

Was braucht eine Dorfgemeinschaft: Kneipe? Kindergarten? ­Gemeinschaftshaus? Einkaufsmöglichkeiten? Angebote für Ältere? Am besten alles, finden die Hirschlandener – und krempeln die Ärmel hoch. Dafür, dass ihr Dorf eine Zukunft hat, arbeiten die Einwohner des 400-Seelen-Örtchens im badischen Hinterland mit vollem Elan.

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Das Dorfgemeinschaftshaus, eine Grillhütte, einen Kindergarten und ein Jugendzentrum haben die Hirschlandener ebenso wie ihre Dorfkneipe in den vergangenen 20 Jahren in Eigenregie gebaut und mit Leben gefüllt. Auf Unterstützung durch die Kerngemeinde hoffen sie schon lange nicht mehr. Stattdessen setzen sie auf Gelder von Land, Bund und EU – vor allem aber auf Einfallsreichtum.
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Alles, was Ortsvorsteher Martin Herrmann erzählt, klingt so einfach, so logisch, so schön – und trotzdem nicht zu schön, um wahr zu sein. Der öffentliche Nahverkehr ist schlecht ausgebaut? 27 Ehrenamtliche stehen für Fahrdienste zum Amt, zum Arzt oder zum Besuch im Krankenhaus bereit. Kein Laden im Dorf? Die Hirschlandener organisieren einen Kisteneinkaufsservice, über den die Waren des täglichen Bedarfs zweimal pro Woche an die Haustür geliefert werden.

Es gibt einen Hospizdienst, einen Mittagstisch für Senioren, und im örtlichen Waldkindergarten machen die jüngsten Gemeindemitglieder den Ziegenführerschein unter Anleitung einer Tier­pädagogin. Als einziger Ort Baden-Württembergs qualifizierte sich Hirschlanden mit seinem Konzept als Mehrgenerationendorf unter dem Motto »Gemeinsam statt einsam« für den Bundesentscheid des Wettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft!«.

Heißt Martin Herrmann vielleicht in Wirklichkeit Miraculix und braut er in seinem Kessel gar kein Bier, sondern einen ganz anderen Trank? Ehrenamts-Wirt Wolfram Lauer hat eine andere Erklärung für das, was in seinem Heimatort passiert:

»Dahinter steckt Arbeit, richtig viel Arbeit.«

Gemeint ist damit nicht nur der körperliche Einsatz, denn bevor die Ärmel hochgekrempelt werden, gilt es, Überzeugungsarbeit zu leisten, Mitstreiter zu finden – und nicht zuletzt, die Fäden in der Hand und die Freiwilligen bei Laune zu halten. Da kommt doch wieder Martin Herrmann ins Spiel.
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Weiter lesen: Vollständiger Artikel>>

In der selben Ausgabe 38/2016 von Oya macht sich Geseko von Lüpke Gedanken um Ursprünge und Philosophie von UBUNTU.

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Ja… und in einem Interview mit Martin Herrmann, das ich Anfang dieses Jahres hörte, lässt sich in der Tat spüren: Es braucht eben die Begeisterung der Menschen vor Ort für ein solche Miteinander – und es braucht den Einen oder Anderen „Motor“, also einige Menschen, die nicht nur Konzepte und Ideen haben, sondern handeln!

So bestätigt sich dort in Hirschlanden für meine Wahrnehmung: UBUNTU ist zunächst ein Wort, eine Idee, ein Konzept… DORT scheint mir Vieles davon bereits umgesetzt worden zu sein. Und zugleich wird daran deutlich, welches Potenzial ein GELDFREIES Wirken aus Begeisterung und Freude im direkten Umfeld frei setzt: Mehr LEBENSQUALITÄT für Alle!

DANKE, Hirschlanden, für dieses grandiose Beispiel!

P.S.: Ein paar Filme und Informationen zur Museums-Gaststätte „Hirschbräu Hirschlanden“ sowie die aktuellen Termine, z.B. das 10-jährige Jubiläum im Oktober 2018 sind HIER zu finden. Eine gute Gelegenheit, um sich selber ein aktuelles Bild zu machen…

Über Johannes Anunad

Lebensforscher und versierter Lösungsfinder, Baujahr 1966, Vater von zwei Kindern. Webseite: https://dieneuezeit,mitananda.info. Seit Jahren bin ich auf der ganzen Welt unterwegs und zu Hause, wie u.a. ½ Jahr in Marokko, 1 Jahr auf den Seychellen, 1 Jahr in Spanien und nun, seit November 2017 in Paraguay. „Lebenslanges Lernen“ machte mich zum „Wissens-Experten“ auf unterschiedlichsten Gebieten: ausgebildeter Öko-Landwirt, Promovierter Agraringenieur, ökologisch-nachhaltiger Landbau, Int. Biogasexperte, Experte für (Freie) Energie-Technologien, für Umwelt, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Systemanalyse und Manage¬ment-Systeme (UM und QM, ISO 9.000ff und ISO 14.000ff), Unter¬nehmer, Projektentwicklung, -leitung, -analyse, -beratung und -management, Finanzen, Vertrags- und Steuerfragen, Umgang und Hilfe mit den „bestehenden Systemregeln“, Personal Coaching und Lebensberatung/Lebenshilfe, Energieheilung... LERNEN enthält heute aber SO viel mehr für mich… So habe ich wohl in dieser Inkarnation bereits „mehrere Leben gelebt“, wie man so sagt. Arbeit zum reinen Gelderwerb ist keine Option mehr für mich - bereits seit 2013. Mein SEIN kann Niemand bewerten/bezahlen, aber angemessen wertSCHÄTZEN. Ich benutze Geld seitdem eher als Anzeiger und Ausdrucksmittel; ich „spiele“ damit, benutze es, wo nötig. Ich fasse überall, wo ich gebraucht werde, wo ich eine Aufgabe für mich erkenne, einen Impuls bekomme, einfach tatkräftig mit an. Das Finanzielle folgt seitdem meiner Lebenseinstellung und löst sich nach Erfordernissen. Für die wohl wichtigsten meiner Tätigkeiten erhalte und verlange ich folglich kaum einmal Geld. Zwei Lebensinhalte sehe ich für unser Menschsein und damit für mich selber im Vordergrund: Natürlichen SELBSTausdruck und direkt damit verbunden die - bewussten - Erfahrungen des materiellen Menschseins. Heute bewegt mich ganz besonders die Herausforderung, wie ein wirklich "Neues Miteinander" aussehen und real gelebt werden kann und was dafür, ganz praktisch, unabdingbar erforderlich ist. Spiritualität, im Alltag ausgedrückt, also die gelebte Erweiterung/Befreiung meines Bewusstseins, erscheint mir dabei als wichtigster Schlüssel. Die Bereitschaft zum inneren Wachstum und als Ansatzpunkt dafür die Heilung der eigenen – und damit auch der allgemeinen - Traumatisierungen. Ich studiere seit etlichen Jahren intensiv die brennenden Gesellschaftsfragen unserer Zeit, als Lebensforscher eben - in Theorie und VOR ALLEM auch ganz praktisch, habe u.a. in unterschiedlichen Gemeinschafts-Projekten an unterschiedlichen Orten der Welt mitgewirkt, noch weitere erkundet. So beschreite Ich meinen Weg hinaus aus dem geltenden BeWERTungsparadigma, hinein in ein wertSCHÄTZENDES Miteinander, das vom natürlichen Ausdruck meines SELBST geführt wird. Für praktische, gelebte Wandel-Experimente HIN zu einem NEUEN MITEINANDER will ich Gleichgesinnte finden und zusammen bringen - irgendwo in der Welt, wo es lebenswert ist. Vielleicht gelingt das ja hier in Paraguay, wo ich derzeit lebe...

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