Ein Kommentar

„Normo-Pathie“ führt uns ins Gefängnis!

von Renate Helene Zormeier

Liebe Wegbegleiter zur neuen Zeit, liebe Herzensschwestern und -brüder,

schon seit langem wird unser Denken in eine Art Norm gebracht; nur ein Emu mit Kopf im Sand kann es noch nicht bemerkt haben. Es wird uns zum x-ten male vorgekaut, wie wir zu denken haben. Aus der Psychologie ist bekannt, dass unser Gehirn alles, was es 3x hört, als WAHR erachtet und annimmt.

Und nun kam mir kürzlich erneut der Begriff „Normo-Pathie“ vor meine Linse.

Der Begriff der „Normo-Pathie“ wurde von Erich Wulff bereits im Jahre 1972 geprägt und mit bestimmten Persönlichkeitsstrukturen in Verbindung gebracht.

Unter Normo-Pathie wird eine Persönlichkeitsstörung des Menschen verstanden, die sich in einer zwanghaften Form von Anpassung an vermeintlich vor-herrschende und normgerechte Verhaltensweisen und Regelwerke innerhalb von sozialen Beziehungen und Lebensräumen ausdrückt. Ein treibendes Moment hierbei ist das unter Aufgabe der eigenen Individualität übersteigerte Streben nach Konformität, das letztlich zu unterschiedlichen Beschwerdebildern und Symptomatiken führt und sich zu einem pathologischen Geschehen ausweiten kann. Die unbedingte Überanpassung an sozio-kulturelle Normen wird damit regelrecht zur Krankheit. Da im Prinzip der Wunsch nach Normalität nicht als krankhaft, sondern eher als eine gesunde Einstellung gilt, wird die Pathologie des Geschehens mit ihrer häufig somatoformen Symptomatik oft nicht als solche wahrgenommen (so in Wikipedia nachzulesen).

Wenn also eine Gesellschaft eine Fehlentwicklung durchlebt, weil sie krankhafte und krank machende Umstände und Werte produziert und diese zur Norm erhebt, dann spricht man von „Normo-Pathie“ … also eine „pathologische Normalität“, die von außen nach innen wie ein richtungsweisendes Regelwerk wirkt; also wie eine Matrix, die krank macht, aber als normal geltend er- und durchlebt wird. Genau an diesem Punkt ist unser öffentliches Gesellschaftsgefüge angelangt.

Um uns zu retten, ist es an der Zeit, dass wir aus der jetzt vorhandenen gesellschaftlichen Normo-Pathie aussteigen und zu einem gesunden und gesund machenden Leben zurückfinden.

Das ist kein leichtes Unterfangen, denn es sind inzwischen nicht nur die großen Themen unserer Gesellschaft, die der Normo-Pathie zum Opfer gefallen sind. Nein, es sind eben auch die vielen, als Kleinigkeiten getarnten Riesen-Anforderungen, die unseren Alltag bestimmen… die wir kaum mehr bemerken.

Der Weg, wenn wir eine neue Erde, ein Goldenes Zeitalter hervorbringen wollen, führt nicht daran vorbei, uns von diesem aufoktroyierten Denken und Handeln zu befreien. Dieser Befreiungspfad führt uns wieder zur Individualität, in unsere ureigene Natur der menschlichen Selbstbestimmung. Er zwingt uns förmlich, dafür auch die absolute Eigenverantwortung übernehmen.
Raus aus diesen zwanghaften Denkmustern! Am leichtesten ist es, die Meinungsmache der öffentlichen Medien abzuschalten, um der ständigen Hypnose zu entgehen.

Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann!

Nur das macht uns frei, verantwortungsvoll mächtig und schöpferisch und ist aus meiner Sicht die unabdingbare Voraussetzung für eine neue Zeit.

Fragen wir uns doch einmal, wozu diese Gesellschafts-Matrix überhaupt dient. Wozu brauchen wir dieses so feste Gefüge von gesellschaftlichen Glaubenssätzen, Verhaltensmaßstäben, Normen und sogenannten Normalitäten?

Und brauchen wir das überhaupt?
Haben wir als Menschen schon immer so gelebt?

Wir alle sind in vermeintlich „normale“ Zwänge eingebunden. Wir müssen Geld verdienen, um ein Dach über dem Kopf zu haben und essen zu können. Wir glauben, dass wir, um uns unseren Lebensstandard zu erhalten, von dem wir glauben, dass er uns glücklich macht, eine bezahlte Arbeit brauchen oder eine andere Einnahmequelle. Das ist unser Bewegungsradius, unsere Karotte, der wir wie der Esel nachrennen. Aber… wir spüren eine Unfreiheit vom kleinsten Kindesalter an. Stets müssen wir uns nach den Bedingungen richten, die vorgegeben sind und die wir meistens nicht mitbestimmen durften oder dürfen. Der Druck, der da von außen aufgebaut wird und den wir zu unserem eigenen inneren Druck machen, macht viele krank.

Wem nützt er und warum empfinden wir ihn als normal? Tut uns Mitgliedern dieser Gesellschaft das gut? Frage also: wem nützt er wirklich?

Leider stehen die äußeren Druckfaktoren in ausgeklügelter Wechselbeziehung mit einem Wesenszug, den wir Menschen in uns tragen: dem Wunsch nach Gemeinschaft und Dazugehörigkeit. Das zu leben war früher leicht und normal. In der jetzigen Zeit gibt es kaum mehr kleinere Gruppen und Sippenverbände, die ursprünglich viel besser dazu geeignet waren. Es existiert jetzt das Kollektiv, das Menschheitsgefüge als Ganzes. Ergo kann unser Wunsch automatisch nur kollektiv gelebt werden. Da drängt sich die Frage in den Raum, ob nicht dieser unser Wesenszug sich perfekt eignet, um ihn von außen für eine nachhaltige Manipulation zu nutzen?

Wo bleibt unsere Selbstbestimmung und wie sollen wir noch an unsere individuelle Lebensvorstellung oder gar an Träume denken?
Wo bleibt unsere Gesundheit?

Führende Kräfte vergleichen sich gern mit einem Hirten… und für uns bleibt das Bild einer Schafherde. Der Schäfer hat einen enormen Vorteil davon, wenn er oder sein Helfer, der Schäferhund, seine Herde dicht zusammen hält. Dann kann er sie leichter führen, hat eine bessere Kontrolle über alle Schäfchen und der Ausbruch eines einzelnen Schafes ist nicht so leicht möglich. Würdest du als Schäfer nicht auch so handeln? Das haben viele unbewusst schon akzeptiert. Aber trotz Herdenhaltung wird zusätzlich noch „genormt“.

Wer hat nun etwas davon, wenn wir alle ähnlich denken? Wenn unsere Meinung möglichst nur in Nuancen von der anderer abweicht und Mitglieder der Herde sogar dazu gebracht werden, Andersdenkende auszugrenzen? Wieso wird uns genau das als Gemeinschaftsgefühl und Dazugehörigkeit „verkauft“?

Die Herde ist dann besser zu führen!

So erkennen wir nun deutlicher, wie Selbstdenken und Individualität in unserer/dieser Gesellschaftsform angesehen und bewertet werden. Da spricht der Redner von Randgruppen, Außenseitern, Minderheiten, Spinnern, Exoten, Aussteigern, Extremisten, Einzelgängern, Verschwörungstheoretikern und was sonst noch alles für Bezeichnungen herangezogen werden. Alle diese Benennungen sind nicht gerade mit positiver Stimmlage belegt, ja es ist sogar grenzwertig, diesen „Erscheinungen“ gegenüber Toleranz zu zeigen.

Auf feinstofflicher Ebene wird in dem so hoch gepriesenen kollektiven Feld auf jeden Fall großteils erfolgreich verhindert, dass jede/r Einzelne von uns wieder in die ganz ursprüngliche, eigene Schwingungsfrequenz kommt. Und dass das Individuum nicht bemerkt, dass es nicht in die Ursprünglichkeit seiner eigenen Kraftquelle gelangt, aus der heraus es den Auftrag, mit dem es eigentlich auf Erden inkarniert ist, wirksam leben kann.

In unserer Gesellschaftsstruktur wurde die Ursprünglichkeit auf den Kopf gestellt. Das Feld der Individuen sollte das Kollektivfeld erzeugen… heute erzeugt das Kollektivfeld das Feld der Einzelnen. Da sitzt das Pferd auf dem Reiter!

Schütteln wir also das Pferd vom Rücken und steigen selbst wieder auf.

Suchen wir einen Absprung aus der genormten Herde (aus der Matrix) und finden wir abseits der Herde einen eigenen Weideplatz, der uns entspricht. Überraschung! Dort sind dann auch die Menschen, die ebenfalls einen Weg gefunden haben, sich selbst wieder zu spüren und Individualität zu leben. Sie können kleine Beziehungsgeflechte bilden, die ihnen die Erfüllung ihres inneren Bedürfnisses nach Gemeinschaft und Dazugehörigkeit bieten und die Quelle von Wahrhaftigkeit, Angstfreiheit, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Lebensfreude und Leichtigkeit sein können.

Aus der Herde auszubrechen braucht Mut!

Keinem ist geholfen, wenn er mit dem Clown, der traurig feststellt: „so ist das Leben“ und sich dann ein Lächeln ins Gesicht malt, solidarisch fühlt. Unterstützen wir uns gegenseitig dabei, indem wir wieder beginnen die selbständige Wesensart eines anderen Menschen erstmal ohne Wertung wahrzunehmen, sie zu ehren und den Mitmensch zu lieben und hören wir auf, anders Denkende in eine Schublade pressen zu wollen.

Feiern wir unsere Individualität, zelebrieren wir unsere eigene Abnormität und die unserer Wegbegleiter und kreieren daraus dann ein kollektives Feld… ein Feld der Freidenkenden! Eine Welt des echten Lächelns und Lachens!

Erlauben wir uns in die Welt unserer bedingungslosen Freiheit einzutauchen und uns auf neuen Weideplätzen wieder zu treffen!

Mit Herzlicht
Renate Helene Zormeier

 

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„Der (v)erkannte Mann“
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