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Stirb und Werde – oder: Deine Transformation

Bild: Pixabay

Heute fand ich einen wunderbar einfühlsamen Beitrag von Angela zu ihrer Sicht der Transformation. Ebenfalls heute erhielt ich außerdem – welche Synchronizität! – den Hinweis auf ein (kostenloses!) einwöchiges Online-Retreat mit Equiano Intensio zu genau dem Thema der eigenen Transformation. Beides teile ich sehr gerne mit Euch.

Stirb und Werde

Quelle: Bumi Bahagia, von Angela

Eines der größten Verlangen aller spirituell ausgerichteten Menschen ist das nach innerer Transformation. Ein neues, höheres Selbst entsteht, das „kleine Ich“ stirbt und unser Geist transformiert sich zu einem Ausdruck unseres höchsten Potentials. Wir erforschen unser Inneres Selbst und die Essenz unseres Wesens, die von Geburt und Tod nicht berührt wird. Transformation ist möglich, aber nicht, indem man danach verlangt. Sie ist nur dann möglich, wenn man sich entspannt mit dem, was ist – ganz gleich, was es ist. Sich selbst bedingungslos zu akzeptieren bringt Transformation mit sich.

Meist betrachten wir unsere Wirklichkeit verzerrt, unsere Sichtweise ist nicht im Einklang mit der Wirklichkeit, sondern abhängig von unseren Einstellungen, inneren Wunden, Konditionierungen, Werten und Glaubenssätzen.  Im Laufe unserer Transformierung werden diese Täuschungen aufgedeckt. Leider sind die meisten Menschen kaum bereit dazu, sich ernsthaft selbst zu erforschen. Sie hängen an ihren Denk-und Sichtweisen und wünschen diese nicht zu verändern, auch wenn sie dadurch in ihrem Leid verharren müssen. Doch das wenigstens ist ihnen vertraut, den Sprung ins Ungewisse wagen nur wenige.

Mit Ausnahme der einzelnen Fälle einer radikalen Umwandlung eines Menschen durch eine vollständige Erleuchtung zeigt sich eine spirituelle Transformation eher als eine Bewegung, ein Prozess, ein Fließen. Im Leben gibt es ständig Veränderungen und  neue Einsichten und wenn wir das alles bewusst wahrnehmen, uns nicht in ein Opfer-Dasein flüchten, werden sich allmählich unsere Werte  wandeln, das Denken und Handeln wird freier und authentischer. So beginnt die innere Transformation. Letztlich wird das falsche Ego  sterben und das große göttliche Selbst kann ungehindert hervor scheinen.

Von allein kann das jedoch kaum geschehen, zu raffiniert versucht das falsche Ego jegliche Veränderung, die es bedroht, zu hintertreiben. Schonungslose spirituelle Selbsterforschung ist eine der Grundbedingungen für eine Transformation. Ansonsten bleiben wir in noch mehr Überzeugungen, Ideen und Gedanken stecken und es wird sich nichts in uns verändern.

In gewissem Sinne müssen wir bei einer Transformation sterben und neu wiedergeboren werden. Menschen, die diesen Weg bewusst gehen, werden es einfacher haben als solche, die durch irgendwelche Ereignisse, wie lebensbedrohliche Krankheiten, Todesfälle geliebter Menschen, einen radikalen Werteverlust etc. in eine Bewusstseinsveränderung hinein „gezwungen“ werden. Doch letztendlich entscheidet nicht unsere Persönlichkeit, sondern unser Höheres Selbst, unsere Seele über den Zeitpunkt des Erwachens.

Jeder Mensch entwickelt sich  in irgendeiner Weise weiter. Es gibt allerdings eine Ausnahme. Die Ausnahme heißt ANGST. Angst, nicht genug zu haben, Angst vor Verlust, Angst, nichts wert zu sein,  nicht intelligent, nicht schön genug , Angst vor der Zukunft, Krankheit, Alter und Tod.

Dadurch wird der gesamte Prozess der spirituellen Transformation blockiert und die alten Muster der Persönlichkeit wiederholen sich ständig, es findet keine Entwicklung statt.

Mancher Mensch, der sich in einem spirituellen Transformationsprozess befindet, hat  das Gefühl, die Kontrolle über sein Leben zu verlieren. Er geht vielleicht durch die „dunkle Nacht der Seele“ und ist oft ratlos, was da mit ihm geschieht. Körperliche Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung, Lärm-und Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Nervosität, hellsichtige, manchmal verstörende  Momente und Schlafstörungen können auftreten und das bisherige Leben radikal verändern.

In dem Fall sind spirituelle Schulen und Lehrer eine große Hilfe. Aber auch, wenn diese nicht vorhanden sind, erhält jeder Wahrheitssucher im Grunde genau das, was er als Unterstützung für seine Transformation braucht. Die Seele ist da sehr beharrlich und ein gewisses Urvertrauen in ihr Wirken unabdinglich.

Spirituelle Krisen können dann besonders auftreten, wenn der Transformationsprozess zu schnell forciert wird und Ungeduld auftritt. Das geistige Fundament ist noch nicht stark genug , der Übende vielleicht nicht genügend geerdet und Abkürzungen auf dem Wege erweisen sich oft als Umwege. „Ein Schritt nach dem anderen“, wie eine Zen-Weisheit sagt,  führt eines Tages zu einer obwohl radikalen, dennoch als  harmonisch empfundenen Veränderung des bisherigen Lebens.

Es gibt noch eine Gefahr, der viele Übende eines spirituellen Weges verfallen. Etwa in der Hälfte des Weges interpretieren sie ihr Wachstum durch ihr falsches Ego, werden stolz auf das Erreichte und bleiben so unweigerlich stecken. Da das Licht auch immer den Schatten hervorbringt, steigt dieser in einem Transformationsprozess ebenso auf und will erkannt und transformiert werden.

Das können Muster aus der Kindheit , Egoismus, Neid, Vermeidungsstrategien und Kontrolldramen sein . Wir leben in der Dualität von Gut und Böse und unweigerlich haben wir beides in uns. Den sogenannten Schattenanteil vehement  zu bekämpfen wird uns nur noch tiefer in Schuldprojektionen und Streit verstricken. Durch Bewusstmachung, Beobachtung, Anerkennung , auch durch spirituelle Techniken werden diese Anteile nach und nach ihre Macht über uns verlieren.

Es gibt einige Punkte, die ich für wichtig halte, um einen transformierenden Lebensweg zu gehen. An erster Stelle die „nichturteilende Selbstbeobachtung“ das Bewusstmachen und Annehmen aller noch nicht erlösten Schattenanteile. Das bereits genannte Urvertrauen in ein „freundliches Universum“, welches uns unterstützt und trägt, ist unabdingbar. Dazu gehört ein gesundes Selbstwertgefühl , was einem erlaubt, sein Wesen authentisch zum Ausdruck zu bringen.

Liebe und Mitgefühl mit sich selbst und allem, was existiert, zu empfinden sind wesentlich. Sich jedoch unnötigem Leiden hinzugeben , quasi MIT-zuleiden nicht empfehlenswert. Für wichtig halte ich auch  den zeitweiligen Rückzug in die innere Stille und ein bewusstes Leben in der Gegenwärtigkeit. Kurz gesagt: In Liebe zu leben und frei von Angst zu sein.

Das Leben eines Menschen, der einen Transformationsprozess durchmacht, wird sich in entscheidender Weise verändern. Alte Freundschaften werden beendet, andere, passendere wiederum geschlossen, vielleicht steht ein Berufswechsel an , innere Denk-und Sichtweisen werden radikal geprüft und eine neue Freiheit entsteht. Solch ein Mensch befindet sich in dem veränderten  Zustand, den er  vielleicht schon lange unbewusst ersehnt hat.

Es ist ein Zustand des Friedens, der Akzeptanz, des Vertrauens und der Hingabe. Er ist sich bewusst, dass alles im Universum Schritt für Schritt  mehr Bewusstsein entwickelt und er dabei keine Ausnahme bildet.  Er kann seine Kontrolle loslassen, denn er erkennt, dass er immer angeschlossen ist an die Geistige Welt und Teil des „Göttlichen Großen Ganzen“ ist. Und noch etwas ist ihm im Transformationsprozess  klar geworden. Alles, was in seinem Leben geschah, hat er aus  einer umfassenderen Sicht heraus selbst erschaffen und das gibt ihm die Macht, Unerwünschtes wieder zu verändern.-

Vielleicht befinden sich so viele Menschen zur Zeit in einem Transformationsprozess, weil sich auch unsere Erde, die ja ein lebendiges Wesen ist,  ebenfalls transformiert. Neue Energien, die noch nie auf der Erde existiert haben, strömen herein  und führen zu einer Beschleunigung der Bewusstseinsentwicklung sowohl auf diesem Planeten,  als auch in uns. Nicht nur unsere HANDLUNGEN haben eine Auswirkung auf andere Menschen und die Erde, sondern vor allem unser SEIN, die Tatsache, wer wir als Menschen  SIND. Je mehr wir uns selbst transformieren, desto mehr können wir zum Wachstum und der Heilung unserer Mitmenschen und der ganzen Ende beitragen.

Angela

 

Online-Retreat „Deine Transformationswoche“

Vom 19.01. – 25.01.2019
Vorbereitungs-Webinar bereits am 17.01.2019

Mit Equiano Intensio und sieben weiteren Referenten/-innen wie Prof. Gerald Hüther, Ilan Stephani, Kurt Tepperwein, Bruno Würtenberger…

Näheres dazu findet Ihr HIER>>

Über Johannes Anunad

Lebensforscher und versierter Lösungsfinder, Baujahr 1966, Vater von zwei Kindern. Seit Jahren bin ich auf der ganzen Welt unterwegs und zu Hause, Experte aller Art (ausgebildeter Öko-Landwirt, Promovierter Agraringenieur, ökologisch-nachhaltiger Landbau, Int. Biogasberater, Experte für (Freie) Energie-Technologien, für Umwelt, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Systemanalyse und Managementsysteme (UM und QM), Projektentwicklung, -leitung, -analyse, -beratung und -management, Personal Coaching und Lebensberatung, Energieheilung...). Arbeit zum reinen Gelderwerb ist keine Option mehr für mich - bereits seit 2013. Mein SEIN kann Niemand bewerten/bezahlen. Ich benutze Geld seitdem eher als Anzeiger und Ausdrucksmittel, ich „spiele“ damit. Dafür fasse ich überall, wo ich gebraucht werde, wo ich eine Aufgabe für mich erkenne, einen Impuls bekomme, einfach tatkräftig mit an. Heute bewegt mich ganz besonders die Herausforderung, wie ein wirklich "Neues Miteinander" aussehen und gelebt werden kann und was, ganz praktisch, dafür unabdingbar erforderlich ist. Spirituallität, im Alltag ausgedrückt, also die Erweiterung meines Bewusstseins, erscheint mir dabei als wichtiger Schlüssel. Die Bereitschaft zum inneren Wachstum und als Ansatzpunkt dafür die Heilung der eigenen Traumatisierungen. Damit bewegen wir uns aus dem geltenden BeWERTungsparadigma hinein in ein wertSCHÄTZENDES Miteinander, das vom natürlichen Ausdruck unseres SELBST angetrieben wird. Ich habe intensiv die brennenden Gesellschaftsfragen unserer Zeit studiert - in Theorie und VOR ALLEM auch ganz praktisch, u.a. in unterschiedlichen Gemeinschafts-Projekten. Für dieses Wandel-Experiment will ich Gleichgesinnte finden und zusammen bringen - irgendwo in der Welt, wo es lebenswert ist - vlt. gelingt das ja hier in Paraguay...

2 Kommentare zu “Stirb und Werde – oder: Deine Transformation

  1. Danke für den Kommentar , den Stirb und Werde Bericht. Ja das Thema Selbst Erforschung und werde was du bist, bleibt auch für mich ein ewiges WERDEN…..ob mit Partner oder ohne, mit Familie oder ohne, mit Gemeinschaftsfindung oder ohne.
    Alles scheint sich immer wieder auf mich selbst zu reflektieren und zu spiegeln…..au au au…. und die große Frage bleibt…..habe ich wirklich soviel Böses in mir, sind meine Schatten immer noch so groß, daß mein Diamant noch nicht leuchten mag?? Brauch es immer noch einen heftigeren Schliff?
    Oder soll ich einfach mal auf eine einsame Insel gehen…..und mich un abhängig machen von dem, was andere als Transformation und Spiritualität halten.
    Abhängig war ich genug in meinem LEBEN hier auf ERDEN.
    So sei es, Danke
    Zeneide

  2. Wirklich ein allumfassend aufklärender Artikel. Dankeschön fürs Mitteilen.

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