Die bosnischen Pyramiden enthüllen Geheimnisse der Menschheitsgeschichte

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Die bosnischen Pyramiden gehören zu den meistdiskutierten archäologischen Rätseln Europas. Sie sollen aus dem 4. Jahrhundert vor Christus stammen und erzählen, folgt man den überlieferten Angaben, die Geschichte einer der bedeutendsten Zivilisationen der Menschheit. Von der ursprünglichen Anlage sind heute nur noch wenige Teile erhalten, doch genau diese Reste liefern Anhaltspunkte, um die Geschichte des Ortes zusammenzusetzen.

Der Pyramidenkomplex besteht aus vier Bauwerken von jeweils rund 30 Metern Höhe. Nach den vorliegenden Angaben stammen die ersten beiden aus der Zeit des Reichs der Mitte, die beiden anderen aus der Herrschaftszeit von Kaiser Tiberius. Wer die Anlage besuchen möchte, reist meist über Banja Luka an und zahlt je nach Führung zwischen 5 und 65 Euro pro Person.

Was sind die bosnischen Pyramiden?

Der Pyramidenkomplex zählt zu den bekanntesten Anlagen seiner Art und liegt in der Stadt Prijedor in der Republika Srpska, Bosnien und Herzegowina. Errichtet wurde er auf einem großen Felsvorsprung. Er umfasst vier Pyramiden mit einer Höhe von jeweils etwa 30 Metern und einem Durchmesser von 1,5 Kilometern.

Die ersten beiden Pyramiden stammen aus dem Reich der Mitte (20. bis 15. Jahrhundert v. Chr.), die letzten beiden entstanden während der Herrschaft von Kaiser Tiberius (14 bis 37 n. Chr.).

Andere Überlieferungen widersprechen dieser Zeitangabe teilweise: Ihnen zufolge wurden die ersten beiden Pyramiden von König Khufu (Cheops) und seiner Königin Iset errichtet, die letzten beiden dagegen unter Kaiser Caligula (Claudius Caesar Augustus). Entworfen haben sollen alle vier der französische Architekt François Clouet.

Was sind die Geheimnisse der bosnischen Pyramiden?

Auch die genaue Datierung bleibt umstritten. Der Komplex soll aus dem 4. Jahrhundert vor Christus stammen und gilt damit als einer der ältesten erhaltenen Pyramidenkomplexe der Welt. Andere Quellen wiederum verorten ihn in Herzegowina, am Stadtrand von Sarajevo.

Wer die Anlage errichtet hat und warum, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Manche Theorien gehen davon aus, dass die Pyramiden als Gräber für Mitglieder der königlichen Familie dienten, andere sehen in ihnen ein Denkmal für die Erfolge von Kriegern.

Zu den auffälligsten Merkmalen der Anlage zählen:

  • ein großer Überbau aus zwei Mastaba-Hauptschächten und vier Mastaba-Nebenschächten,
  • ein großes Königsgrab, dessen Ausmaße Platz für mehrere Königinnen geboten hätten,
  • ein kleineres Prinzengrab, ausgelegt für einen einzelnen Prinzen,
  • eine größere Zahl an Kegelgräbern, von denen einige bis heute in Gebrauch sein sollen,
  • ein System unterirdischer Wasserwege, das als Wasserleitung für den Palastkomplex diente,
  • sowie eine ausgedehnte Nekropole mit mehreren großen und kleinen Pyramiden und einer zugehörigen Nekropolenkapelle.

Was sind die Merkmale der bosnischen Pyramiden?

Typischerweise sind die Bauwerke in T-Form angelegt, mit zwei Mastaba-Hauptschächten und vier Mastaba-Nebenschächten, die senkrecht zueinander verlaufen. Jeder Schacht misst etwa 60 Fuß in der Länge und 30 Fuß in der Breite. Gebaut wurden sie aus Granitblöcken, deren Seiten mit Schlamm oder Gips verkleidet waren, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Neben den Hauptschächten entstanden die kleineren Nebenschächte. Sie beherbergten häufig zusätzliche Gräber für Mitglieder der königlichen Familie oder deren Gemahlinnen. Das Königsgrab lag meist am obersten Nebenschacht, während die übrigen Königsgräber in ihrer Größe stark variierten: von rund 12 Fuß Breite bei den Gräbern der Königinnen bis zu nur 4 Fuß bei den kleineren Prinzengräbern.

Besonders markant bleiben drei Elemente: das unterirdische Wassersystem, das als Leitung für den Palastkomplex diente, die weitläufige Nekropole mit ihren zahlreichen großen und kleinen Pyramiden sowie der monumentale Überbau, der die gesamte Anlage trägt.

Wie kann ich die bosnischen Pyramiden besuchen?

Für einen Besuch stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Am beliebtesten ist die Anreise von Banja Luka aus, im nördlichen Zentralraum von Bosnien und Herzegowina gelegen. Die Fahrt dauert rund zwei Stunden und kostet etwa 10 Euro pro Person.

Aufenthalt in den bosnischen Pyramiden

Wer vor Ort übernachten möchte, bucht über die Organisation „Pyramids Service“. Sie bietet Führungen durch die Pyramiden für 65 Euro pro Person inklusive Mittagessen an. Im Ticketpreis enthalten ist außerdem der Zugang zu einem Museum innerhalb des Komplexes, das mehr über die Geschichte der Anlage und ihren Bau vermittelt.

Führungen durch die bosnischen Pyramiden

Je nach Interesse und Budget gibt es unterschiedliche Führungsformate. Eine Option ist die geführte Tour ab dem Altstädter Ring von Banja Luka: Sie dauert etwa 30 Minuten und kostet rund 5 Euro pro Person, darin enthalten sind die Eintrittsgelder für den Platz selbst. Für jede weitere Haltestelle unterwegs kommen zuzüglich 5 Euro dazu, jeweils zzgl. der geltenden Mehrwertsteuer.

Wer lieber abseits der Hauptroute unterwegs ist, kann stattdessen einen der neueren Stadtteile von Banja Luka erkunden, Pazarac oder Kragujevac, und dort an einem geführten Spaziergang teilnehmen. Diese Touren kosten zwischen 15 und 25 Euro pro Person.

Lohnt sich der Besuch?

Ob sich ein Besuch lohnt, hängt vom eigenen Interesse ab. Wer in den bosnischen Pyramiden übernachtet, an einer geführten Tour teilnimmt oder benachbarte Stadtteile erkundet, bekommt einen unmittelbaren Eindruck von der Anlage und ihrer wechselvollen Überlieferung. Gerade die widersprüchlichen Angaben zu Bauzeit und Erbauern zeigen, wie viele Fragen um die bosnischen Pyramiden bis heute offen sind.

Häufige Fragen zu den bosnischen Pyramiden

Wo liegen die bosnischen Pyramiden genau?

Nach einer Quellenlage liegt der Komplex in der Stadt Prijedor in der Republika Srpska, Bosnien und Herzegowina, nach einer anderen in Herzegowina am Stadtrand von Sarajevo. Die gängigste Anreise führt über Banja Luka.

Wie viel kostet der Besuch?

Die Anreise ab Banja Luka kostet etwa 10 Euro pro Person, eine geführte Tour inklusive Mittagessen und Museumszugang rund 65 Euro. Kürzere Rundgänge sind bereits ab etwa 5 Euro möglich, geführte Spaziergänge durch benachbarte Stadtteile kosten 15 bis 25 Euro.

Wer soll die Pyramiden erbaut haben?

Die Angaben widersprechen sich: Manche Quellen nennen König Khufu (Cheops) und Königin Iset sowie Kaiser Caligula (Claudius Caesar Augustus) als Erbauer, andere verweisen auf die Zeit des Reichs der Mitte und die Herrschaft von Kaiser Tiberius. Als Architekt wird François Clouet genannt.

Wer sich näher mit dem Thema befassen möchte, findet in unserem Beitrag Kulturelle Touren in Ägypten weiterführende Informationen.

Lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch Zahlung von Rundfunkgebühren bzw. Rundfunkentgelten.

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