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Hebamme Anna – ein Feldzug gegen den ältesten Frauenberuf?

Hebamme (von altdeutsch Hev(i)anna: „Ahnin/Großmutter, die das Neugeborene aufhebt/hält“; Silbentrennung: Heb-amme / Aussprache: ˈheːp-amə, ˈheːbamə), ist die Berufsbezeichnung für Frauen, die das Geburtsgeschehen während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett betreuen. http://de.wikipedia.org/wiki/Hebamme

Die Frage muss erlaubt sein: Findet hier ein Feldzug der Schulmedizin gegen das Recht der Frau auf freie Wahl des Geburtsorts statt? Oder geht es hier um die Unterwerfung des Berufstands Hebamme, was auch nicht neu ist?

Bereits im Jahr 1484 stellten die Dominikanermönche Henricus Institoris und Jakobus Sprenger in ihrem Hexenhammer klar: „Keiner schadet der katholischen Kirche mehr als die Hebammen.“

Im ausgehenden Spätmittelalter und in der Neuzeit riskierten Hebammen mehr als andere Personen, Opfer der Hexenverfolgung zu werden. Die Verfolgungen wurden im Besonderen in den protestantischen Regionen von Deutschland und der Schweiz von der weltlichen Gerichtsbarkeit vorangetrieben. http://de.wikipedia.org/wiki/Hebamme

 

Ich nehme seit geraumer Zeit wahr, daß am Berufsstand der Hebamme, einer der ältesten Frauenberufe, oder besser gesagt: an der Hebammenkunst ein Exempel statuiert werden soll. Man denke an die Berufshaftpflichtversicherung, deren dramatischer Anstieg es einer Hebamme heute nahezu unmöglich macht, selbstständig tätig zu sein.

Es ist nicht einfach, eine nicht mainstream-mäßige Berichterstattung über den Fall, wie er sich am Landgericht Dortmund zugetragen hat, zu finden, aber auch nicht unmöglich. Hier ist ein Auszug der Geschichte aus der Sicht einer Prozessbeobachterin:

„Eine verhängnisvolle Geburt

In Unna kam im Juni 2008 ein totes Kind zur Welt. Eine Hebamme war dabei. Sie begleitete Eltern die sich hilfesuchend an sie gewand hatten, weil sie um alles in der Welt ihr Kind nicht per Kaiserschnitt auf die Welt bringen wollten. Dafür sind sie von Riga nach Deutschland gereist. Die Geburtshelferin war erfahren wie vielleicht keine andere in ihrem Handwerk. Sie kannte die Beckenendlage als zweite physiologische mögliche Kindslage unter der Geburt in all ihren Facetten. Es gab unter dieser verhängnisvollen Geburt keine Komplikationen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Kindes, die sich aus dessen Lage ergeben hätten.

So absurd dem Gericht die Umstände dieser Geburt erscheinen mögen… die Anklage und Verurteilung zum Totschlag, der einer Hebamme vorsätzliches Handeln unterstellt, das billigend den Tod des Kindes in Kauf nimmt, sind mehr als grotesk.

Was in diesem Prozess passiert, kommt einem gesellschaftlichen Verbot zu individuellen Geburtsentscheidung gleich. Weil hier einmal mehr offensichtlich geworden ist, daß es praktizierende Hebammen und Ärzte gibt, die anders (be-)handeln, als es in der gängigen Praxis üblich ist.

Die Frage ob, wie und wo dieses Kind möglicherweise eine Überlebenschance gehabt hätte, wird vor keinem Gericht der Welt eine Antwort finden. Wenn nun die Hebamme dafür zum Schaffot geführt wird und mit diesem “Scherbenhaufen ihrer Existenz” allein gelassen wird, kommt dies einem Armutszeugnis für den Artikel 1 in unserem Grundgesetz gleich.

Frieden oder Mitschuldig?

Ob die Eltern dadurch ihren Frieden finden, wage ich zu bezweifeln. Schlussendlich kann die “Schuld” für die Entscheidung, unbedingt mit dieser Hebamme an diesem Ort das Kind auf die Welt zu bringen, niemand anderem übertragen werden als ihnen selbst. Wenn es wirklich um die Frage nach Schuld geht, dann finden die Eltern in diesem Urteil keine Erlösung sondern leben mit den quälenden Gedanken weiter, die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Wenn hier ein Totschlag aus Vorsatz statt gefunden haben soll, dann hätten die Eltern ihrem Kind mit dieser Hebamme den sicheren Tod an die Seite gestellt. Tatsächlich war es aber so, daß sie sie aufgesucht haben, nachdem sie sich für sie als Expertin in Beckenendlagengeburten entschieden hatten. “ Weiterlesen …

 

Der SWR2 stellt einen Audio-Bericht zur Verfügung, der das von anderen Medien gezeichnete Bild ein wenig korrigiert (und der gerne heruntergeladen werden darf):

„Ich habe den Eindruck gehabt, daß ausschließlich gegen die Hebamme recherchiert worden ist“, so Gynäkologe Dr. Gerd Eldering. „In der Klinik passieren genauso Todesfälle, da wird aber nicht so ermittelt, wie das da ermittelt wurde, weil das eben eine außerklinische Geburtshilfe gewesen ist. Ich denke, man geht davon aus, daß grundsätzlich Kliniksgeburtshilfe etwas ist, wo immer alles richtig läuft. Und wenn mal was nicht richtig läuft, mag es schicksalhaft sein. Und wenn dieser Fall in der Klinik, das ist meine Bewertung, passiert wäre, wäre das nicht so ausgegangen.“

Anna R.: „Ich bin durch sechs Jahre Strafverfolgung gegangen, ich bin existenziell vernichtet.“

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/tandem/chronik-eines-absturzes/-/id=8986864/sdpgid=1034126/did=14888090/nid=8986864/8g4klk/index.html

 

Ich weiß nicht, ob sich überhaupt ein Mensch anmaßen darf, die Hebamme Anna zu verurteilen. Aber ganz sicher nicht ein Richter in diesem Verwaltungskonstrukt oder was auch immer die Organisationsstruktur in diesem Lande sein mag. Die Webseite und das Impressum des Landgerichts Dortmunds machen auf mich nicht den Eindruck einer Entität, die befugt ist, hoheitliche Aufgaben zu tätigen.

„Befangenheitsanträge gegen den Richter wurden zweifach gestellt und abgelehnt. Prozessbeobachter und die vielen regelmäßig anwesenden Hebammenkolleginnen können kaum fassen was hier vor sich geht. Verurteilt zum Scheitern? – die Geburtshilfe in Deutschland 

Drei Stunden, heißt es, hat die Urteilsbegründung von Richter Meyer gedauert. Ich würde mich gerne drei Stunden hinsetzen und zuhören, wie sämtliche Kontoauszüge sowie die Terminkalender der letzten Jahre von Richter Meyer verlesen werden, und die Verbindungen, in denen er engagiert ist, aufgezeigt würden. Ich würde auch noch länger da sitzen und warten wollen, bis Richter Meyer nicht nur darlegt, wer oder was genau ihn ausgezeichnet hat, hier „Recht“ sprechen zu dürfen, sondern er sich außerdem legitimiert vor der angeblichen Angeklagten und preisgibt, wen er in diesem Gerichtssaal wirklich repräsentiert.

Polizeipräsidium DortmundVielleicht kann das Polizeipräsidium Dortmund (registriert mit der DUNS-Nr. 313139669) eine Antwort geben auf die Frage, ob es zur Erfüllung von hoheitlichen Aufgaben berechtigt ist, da schließlich drei „Polizeibeamte“ bei der „Urteilsverkündung“ im Gerichtssaal des Landgerichts Dortmund anwesend waren?

 

„Am 14. Oktober 2014, spricht der vorsitzende Richter der 37. Strafkammer des Landgerichts Dortmund das Urteil: „Die Kammer hat hier heute die Angeklagte wegen Totschlags durch Unterlassen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt. Außerdem hat die Kammer ein lebenslanges Berufsverbot verhängt, sowie die Angeklagte verpflichtet, an die Eltern des Kindes Schadensersatz zu leisten.“

 

Mit dem, was ich bis heute über die Gerichtsbarkeit und Souveränität in diesem Lande gelernt habe, werde ich diese anmaßenden Handlungen gegen die Menschenwürde internationalen Stellen, wie dem Apostolischen Büro im Vatikan, dem Alliierten Kontrollrat in Berlin sowie dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag mitteilen.

 

Vielleicht fragen sich diese Stellen, was noch alles inszeniert werden muss, damit die Leute aufwachen und hinsehen, wie ihnen die Rechte genommen werden und wie Recht auf den Kopf gestellt wird? Es sind bereits Anzeichen zu erkennen, daß die junge Generation diesen ganzen Wahnsinn, wie zum Beispiel Kaiserschnittgeburten als Standard, für normal hält, was meinen Informationen zufolge für eine gute Mutter-Kind-Beziehung sicherlich nicht der beste Start ist.

 

Es geht um die umtriebige Suche nach einem Schuldigen für eine Geburt an deren Ende kein lebendiges Kind steht. Weiterlesen …

 

5 Kommentare zu “Hebamme Anna – ein Feldzug gegen den ältesten Frauenberuf?

  1. Liebe inkarnierte Mit-Seelen,
    der Mensch Noah, als der ich wahrgenommen werde, teilte zu diesem Beitrag vor einigen Tagen einen Kommentar, dessen Sichtweise den Wert der Selbsterkenntnis und seelischen Ent-Wicklung der existentiellen Qualität eines irdischen Menschendasein voran stellte. Ich halte es aus eigener Erfahrung, auf der Ebene meiner wirklichen Essenz als inkarnierte Seele, für schwer vermeidlich, Erfahrungen zu machen, welche subjektiv schmerzhaft erscheinen, wie es auch der obig genannten Hebamme widerfährt.
    Sich aktiv als Märtyrer anzubieten, geht nach meiner Auffassung am Ziel der Bewusstwerdung und seelischen Entfaltung vorüber – dies tat die Hebamme nicht. Doch als negativ wahrgenommene Veränderungen der physischen Lebensqualität können auch einem individuellen, menschlichen Handeln entspringen, das an die Ansprüche der Seele gelehnt ist. Psychische Leiden dagegen entspringen vorrangig der konditionierten Identifizierung mit dem menschlichen Körper, Namen, Beruf etc. als alleinige Seinsform.
    Jede Handlung, jedes Denken wirkt sich auf geistiger und demzufolge auch auf physischer Ebene, entsprechend der ausagierten Energieform und Schwingungsebene immer karmisch als auch seelisch aus – das Ziel der seelischen Reifung steht der menschlich, physischen Lebensqualität aus meiner Sicht voran. Scheint die Betrachtung eines Menschen, der gusseisern auf irdische Gerechtigkeit setzt, bewusst, wirklichkeitsbezogen oder auch nur realistisch zu sein?
    Ich empfinde das Verhalten der Hebamme als mutig und hochkarätig vorbildich, halte jedoch hier auch ihren Seelenweg innerhalb eines weltlichen „Kriegszustandes“ für erwähnenswert. Mein obig genannter Kommentar wurde nicht freigegeben – Respekt und Freundlichkeit sind für mich elementare Aspekte jedes Dialoges. Erscheint diese Sichtweise in diesem Blog als unangebracht? – danke

    • Lieber Noah, Dein Kommentar ist wahrscheinlich im Spam gelandet und gelöscht worden – das tut uns Leid. Manchmal geht uns etwas Wertvolles auf diesem Wege durch die Lappen. Liebe Grüße, Océane

  2. Scheint mir dabei um Vorarbeit für die Verchippung (human chipping) von Neugeboren (bei den noch nicht geschlossenen Kopfplatten, damit der Chip auch nie wieder entfernt werden kann) zu passen, denn wenn man nicht im Krankenhaus die „Registrierung“ macht,….

  3. Hallo,

    ich denke hier geht es simpel darum, dass in der Klinik automatisch eine Geburtsurkunde ausgestellt wird, und damit das kleine Wesen dem System gehört, mit allen Rechten, aber vor allen den Pflichten. Bei einer Hebammengeburt kann dieser Automatismus umgangen werden, und das ist denen schon klar. Deshalb soll es keine Hebammen mehr geben, und wenn dann nur für Superreiche. Der ganze Rest kommt schon als Sklave zur Welt.

    Tschü…

  4. Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Wir kriegen unser Leben wieder! gebt denen aus Stadt, Dorf und in der Politik nichts, was gegen Leben spricht und arbeitet nur für dienlich Dinge zur Natur! Die Reich’sverfassung, mit Ewigkeitsgarantie gefaßt, in echtem Deutsch, gibt es her und schützt jede Form des Leben, siehe nur Landwirtschaft der Deutschen und Tierschutz-Gesetze!

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