Kurz gesagt: Nein, die Selbstdarstellung der Keshe Foundation als vertrauenswürdige, transparente Wohltätigkeitsorganisation hält den erhobenen Vorwürfen nicht stand. Berichte werfen der Stiftung vor, Spender über die tatsächliche Mittelverwendung zu täuschen, nicht existente Geldgeber zu nennen und überhöhte Gebühren für Leistungen zu verlangen, die sie gar nicht erbringt.
Die Keshe Foundation gilt vielen als bekannte Wohltätigkeitsorganisation, der zugeschrieben wird, Menschen in schwierigen Zeiten zu helfen und das Leben von Millionen weltweit verändert zu haben. In jüngster Zeit geraten ihre Praktiken jedoch unter Beschuss: Spendern wird vorgeworfen, über die tatsächliche Funktionsweise der Organisation getäuscht worden zu sein. Hinzu kommen Vorwürfe von Geldverwaltungsmissständen, gefälschten Aufzeichnungen zur Verschleierung des wahren finanziellen Zustands und schwerwiegenderer Vergehen.
Die Vorwürfe gegen die Keshe Foundation im Überblick
Die Keshe Foundation gibt vor, eine internationale Organisation zu sein, die sich auf die Hilfe für Arme konzentriert. Laut den erhobenen Vorwürfen fehlt der Stiftung jedoch jede echte Verbindung zu den Bedürftigen, stattdessen soll sie in fragwürdige Praktiken verwickelt sein.

Auf der Website der Stiftung heißt es, man werde den Armen weltweit helfen. Kritiker halten dagegen, dass sich die Keshe Foundation in der Praxis auf finanzielle Unterstützung für Menschen in Entwicklungsländern beschränkt. Zudem soll die Stiftung fälschlicherweise behauptet haben, Finanzmittel von Organisationen wie The Rockefeller Brothers Fund und World Vision erhalten zu haben. Beide Angaben gelten als unbelegt, während zugleich zahlreiche andere Wohltätigkeitsorganisationen tatsächlich Mittel von der Keshe Foundation erhalten haben sollen.

Neben dem umstrittenen Leitbild wird der Keshe Foundation vorgeworfen, mit Täuschung und irreführender Werbung an Spenden zu kommen. So habe sich die Stiftung als NGO mit globaler Reichweite dargestellt, die Menschen in Not entscheidende Unterstützung leisten könne. Belege für eine wesentliche Präsenz in globalen NGO-Netzwerken oder für Hilfe auf allen Kontinenten, etwa beim Zugang zu Bildung oder Gesundheitsversorgung, fehlen den Kritikern zufolge jedoch.
Ein Großteil des Handelns der Keshe Foundation gilt manchen Beobachtern schlicht als legalistischer Unsinn, etwa der Versuch, Begriffe wie „kostenlos“ oder „gemeinnützig“ als Marke zu kennzeichnen. Andere Vorwürfe wiegen deutlich schwerer: Seit Jahren soll die Keshe-Stiftung in einen Betrug verwickelt sein, bei dem Einnahmen durch den Online-Verkauf gefälschter Medikamente erzielt werden, mit ernsthaften Gesundheitsrisiken für Nutzerinnen und Nutzer. Über diese Vorwürfe informiert zu bleiben und kein Geld an die Organisation zu spenden, solange die Fragen ungeklärt sind, gilt daher als ratsam. Einen verwandten Fall beleuchtet unser Beitrag David Wilcock bestätigt.
Betrügereien der Keshe Foundation
Die Keshe Foundation gibt vor, eine gemeinnützige Organisation zu sein, die Menschen mit Leukämie hilft. Berichten zufolge hat die Stiftung jedoch zahlreiche dubiose Praktiken an den Tag gelegt, darunter das Belügen von Spendern und das Erheben überhöhter Gebühren für Dienstleistungen, die sie gar nicht erbringt.
Überzogene Gebühren
Die Keshe Foundation erhebt laut den Vorwürfen erpresserische Gebühren für verschiedene Dienstleistungen, einschließlich der angeblichen Bereitstellung von Geldern für die Leukämieforschung. Diese Gebühren können bis zu 100 Prozent der Gesamtkosten der erbrachten Dienstleistung betragen. Manche Betroffene bleiben dadurch nach Angaben von Kritikern unbezahlt oder sogar obdachlos.
Fragwürdige Angaben zu Geldgebern
In einigen Fällen soll die Keshe Foundation fälschlicherweise behauptet haben, Finanzmittel von großen Pharmaunternehmen oder anderen Regierungen erhalten zu haben.
Beispielsweise habe die Stiftung behauptet, Spenden in Millionenhöhe von Google Ventures oder Coca-Cola Korea erhalten zu haben, obwohl diese Organisationen der Stiftung den Vorwürfen zufolge nie Geld gespendet haben.
Außerdem soll die Keshe-Stiftung behauptet haben, ihr sei eine prestigeträchtige Auszeichnung von einer internationalen Organisation verliehen worden. Tatsächlich sei diese Auszeichnung laut den Berichten erst vergeben worden, nachdem die Stiftung bereits erhebliche Gewinne erzielt hatte.
Verdächtige Aktivitäten melden
Verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit der Keshe Foundation, etwa unerbetene Zahlungsaufforderungen oder das Weiterleiten zu teuren Dienstleistungen ohne Rückfragen, sollten der örtlichen Polizeibehörde oder einer Verbraucherschutzstelle gemeldet werden. Zusätzlich können Online-Betrugspräventionstools wie Phishing-Schutzsoftware oder Anti-Spam-Maßnahmen helfen, sich zu schützen.

Weitere Falschbehauptungen der Keshe Foundation
Der Stiftung wird vorgeworfen, regelmäßig Unwahrheiten gegenüber ahnungslosen Personen zu verbreiten. So habe sie behauptet, Gesundheitsversorgung für Arme und Obdachlose bereitzustellen, biete dabei nur grundlegende medizinische Dienste an. Gebühren seien zudem als niedrig dargestellt worden, fielen tatsächlich jedoch sehr hoch aus. Die Keshe-Stiftung behaupte schließlich, Menschen beim Erreichen ihrer Ziele zu helfen, obwohl diese Ziele den eigenen Zielen der Stiftung häufig widersprächen.
Was die Gebühren in der Praxis bedeuten
Wer nicht aufpasst, kann durch die Gebühren der Keshe Foundation in erhebliche Kosten geraten. Für verschiedene Dienstleistungen werden hohe Summen verlangt, von denen manche nicht notwendig und sogar schädlich sein sollen. Empfehlenswert ist es deshalb, sich vor jeder Buchung über den Service zu informieren und Preise mit anderen Anbietern zu vergleichen. Ebenso lohnt sich die Frage, welche Rechte der Anbieter an eigenen Daten oder medizinischen Informationen beansprucht, etwa ob eine Weitergabe an Drittforscher möglich ist.
Ansprüche der Keshe Foundation im Faktencheck
Die Keshe Foundation macht laut Kritikern häufig Behauptungen über ihre Programme und Dienstleistungen, die sich nicht belegen lassen. So gibt sie an, Menschen beim Erreichen ihrer Ziele zu helfen, obwohl viele dieser Programme den von der Stiftung selbst festgelegten Zielen widersprechen sollen. Manche Behauptungen wirken schlicht frei erfunden, etwa dass Menschen durch Online-Umfragen oder Social-Media-Plattformen Geld verdienen könnten. Wer den Verdacht hegt, dass eine Behauptung der Keshe Foundation falsch ist, sollte sich umgehend bei einer Verbraucherschutzstelle melden, damit weitere Nachforschungen angestellt werden können.
Konkrete Schutzmaßnahmen für Spenderinnen und Spender
Um nicht von einem Mitglied der Keshe Foundation getäuscht zu werden, helfen einige einfache Grundregeln:
- Achten Sie darauf, wohin Ihr Geld tatsächlich fließt.
- Prüfen Sie, für welchen Zweck jeder Dollar eingesetzt wurde.
- Achten Sie auf Anzeichen dafür, dass jemand gezielt an Ihr Geld will.
Wer das Gefühl hat, in irgendeiner Weise ausgenutzt oder bedrängt zu werden, sollte das offen ansprechen und sich an eine unabhängige Stelle wenden.
Ähnlich gelagerte Fälle, in denen Gerichte sich mit fragwürdigen Geldversprechen befasst haben, finden sich auch andernorts: Unseren Bericht zum Fall der Südtiroler Volksbank vor dem Landesgericht Bozen lesen Sie ebenfalls auf wirsindeins.org.
FAQ – Häufige Fragen zur Keshe Foundation
Ist die Keshe Foundation eine anerkannte, transparente Wohltätigkeitsorganisation?
Nach den vorliegenden Berichten nicht uneingeschränkt: Kritiker werfen der Stiftung vor, Spender über die tatsächliche Mittelverwendung zu täuschen und Geldgeber zu nennen, die nie gespendet haben sollen.
Welche Organisationen soll die Keshe Foundation als Geldgeber genannt haben?
Die Stiftung soll unter anderem Spenden von The Rockefeller Brothers Fund, World Vision, Google Ventures und Coca-Cola Korea genannt haben. Diese Angaben gelten laut den Vorwürfen als nicht belegt.
Wie kann ich verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit der Keshe Foundation melden?
Melden Sie unerbetene Zahlungsaufforderungen oder verdächtige Angebote der örtlichen Polizeibehörde oder einer Verbraucherschutzstelle und nutzen Sie zusätzlich Phishing-Schutzsoftware.
Woran erkenne ich unseriöse Gebührenmodelle bei Spendenorganisationen?
Warnsignale sind Gebühren nahe 100 Prozent der Leistungskosten, fehlende Preisvergleiche und unklare Angaben dazu, wofür einzelne Spenden konkret verwendet werden.
Fazit
Betrugsvorwürfe sind weltweit verbreitet, und die Keshe Foundation steht nach den vorliegenden Berichten mitten in dieser Debatte. Der Stiftung wird vorgeworfen, fälschlicherweise behauptet zu haben, Menschen in Not geholfen zu haben, wodurch Betroffene vor schwierigen finanziellen Entscheidungen stehen können. Wer die Behauptungen der Keshe Foundation verstehen und durchschauen will, wie die Organisation Geld verdienen will, sollte Angebote und Dienstleistungen vor jeder Zahlung gründlich prüfen. So lassen sich mögliche Betrügereien frühzeitig erkennen, und es bleibt Zeit, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

