Ein Kommentar

Der Medienstrudel

Medien

Teil I – Der Einfluss der Roman- und Filmindustrie auf unser Leben

Wer einmal manch erwartungsvolle Beschreibungen von Wunschpartnern in Bekanntschaftsanzeigen studiert, stellt sich doch die Frage: “Woher kommen diese Vorstellungen, Wünsche, diese Bilder von perfekten Partnern?“
Viele zeigen deutlich unreelle Menschen-Typen-Vorstellungen; denn im echten Leben gibt es selten perfekte Exemplare von Männern und Frauen.
Hier schaukeln uns die Romanschreiber, Filmemacher, sowie das abendliche Fernsehszenario meist eine Welt vor (mit perfekten Darstellern), die es so einfach nicht gibt. Computerspiele setzen der Manipulation unserer Gesellschaft die Krone auf. Hier heißt es aufpassen !!!

Sie schaffen es zum Beispiel den Mann aus seiner Gelassenheit zu holen. Da wird der Jagd- und Heldeninstinkt reaktiviert. Wünsche werden geweckt: ein neues Auto, großer Urlaub, der Super-Job (egal was da von ihm verlangt wird). Damit kann er wieder das Spiel „Held oder Versager“ spielen und seiner „höchsten Zeit“ entgegenfiebern, z.B. durch die Heirat mit seiner Arbeit, der Firma, dem großen Geld.
Auch der Frau wird neue Hoffnung geschenkt, dass ihr Traummann mit schickem Outfit um die Ecke kommt, ja dass sie sich das Glück (statt immer nur zu funktionieren) leicht kaufen kann, dass es das erstrebenswerteste ist, ebenfalls Karriere zu machen. Kein Wunder also, dass in den Wirtschaftsländern die „Produktion“ der „gewollten Glückskinder“ sinkt – die Männer und Frauen werden, mittels der in ihnen verankerten „Kindheitsmuster“, wirtschaftlich optimiert auf Trab gehalten, ge- und benutzt, kontrolliert, und immer auf eine glückliche Zukunft als Konsument gerichtet. Diese Eselskarotte, in Form des so programmierten Wunsches, hängt ständig in den Wohnzimmern.

Und wir rennen diesem Ideal nach. Oft. Durch Vorstellungen in unseren Köpfen entstehen Ansprüche, ja Zwänge.

Wo viel Anspruch ist, ist viel Versagensangst!

Wenn ich hier von gesellschaftlichen Bedingungen oder Zwängen schreibe, so meine ich damit nicht die einer anonymen Institution, sondern die perfekten Rollenbilder in unseren Vorstellungen. Sie prägen unser Miteinander. Diese Gesellschaft bilden wir alle, Frauen und Männer, mit unseren alten und neuen Vorurteilen und Pauschalierungen, mit unseren Mustern. Wir begegnen diesem absoluten Männer-, Frauen- und Rollenbild auf Schritt und Tritt.

Die spannende Frage dabei ist: Wer erwartet tief im Herzen Perfektion?

Wache Frauen von Männern jedenfalls nicht. Mister Perfect ist ein Hirngespinst der Film-Industrie. Ob Männer eine sportliche Figur haben, einen bestimmten Status-Quo verkörpern, den Haushalt schmeißen, das ganze oder halbe Geld verdienen – Frauen erwarten von ihnen vor allem das Eine: dass sie männlich sind. Dass sie sagen: „So bin ich, das will ich, und zwar mit dir.“ Allein für diesen Satz lieben Frauen Männer, weil er partnerschaftlich ist. Weil er den Lebens- und Spielraum lässt, den beide brauchen.

Erwarten heutige Männer nur langbeinige Traumfrauen? Da gibt es ebenso einige Programmierung der vermeintlich öffentlichen Meinung. Die äußerlich perfekte Traumfrau lässt oftmals innere Werte vermissen. Denn es ist anstrengend, wenn Frauen meinen, hauptsächlich diesem Bild entsprechen zu müssen.
Dadurch sind sie in der Regel oberflächlich – ernstzunehmende Männer suchen immer Wärme und Liebe bei der Weiblichkeit. Ihre Natur sucht den weiblichen Schoß als Rückkehrmöglichkeit zu Geborgenheit und Harmonie, die sie mit der Geburt verlassen mussten. Männer suchen Frauen, die zu ihnen stehen, die sie auch mal bewundern, egal was das Leben bringt. Sie suchen keine perfekt gestylten Models.

Über einen „schwachen“ Mann machen sich unemanzipierte Mütterchen-Typen seltener lustig als Frauen mit matrix-orientierten Rollenvorstellungen. Eher neigen „neue emanzipierte Frauen“ dazu, in diese eigentlich männertypischen Fallen zu laufen.
Suchen wirklich alle einen „starken“ Mann? Was ist das genau?

Im Gegenzug suchen sportliche Naturburschen selten ein perfektes Sexy-Model an ihr Seite; das ist eher der fremdgesteuerte Adonis, der sich tief in der Traum-Matrix aller elektronischen Errungenschaften der Moderne befindet.

Die unbewusste Machtstruktur

Die letzten dreißig Jahre haben zwar langsam, aber stetig eine Veränderung in der Vorstellung über die Rolle der Frau in Familie und Beruf gebracht.
Für Männer hat sich hier umso weniger verändert. Vom sogenannten „starken Geschlecht“ wird erwartet, dass es das Bild des idealen Mannes verkörpert: Stark, erfolgreich, die wirtschaftliche Verantwortung für die Familie tragend, körperlich leistungsfähig, ritterlich, sexuell aktiv und mental stabil; der Fels in der Brandung.
Dass er sich dabei immer wieder in einer zwar verschieden gestalteten, jedoch schlussendlich in einer bewussten oder unbewussten Machtstruktur bewegen muss, wird als NORMal angesehen. Das schwächt jedermanns Souveränität und hat sich selbst seit hunderten von Jahren nicht gewandelt.

Negative Auswirkungen dieser unbewussten Machtstruktur finden wir noch zuhauf in unserer Gesellschaft. So wurden Filme, die Krieg deutlich verherrlichen, zwar in fast allen westlichen Ländern entweder verboten oder werden nur noch selten, meist zur Nachtzeit gezeigt; doch hat der Mythos Krieg, die Machtstrukturen in diesen Darstellungen eine ungeheure Anziehungskraft. Es ist ganz normal, dass Angehörige der „Oberen Etage” z. B. des Militärs sogenannte Untergebene ohne weiteres ihre Macht spüren lassen dürfen. Diese haben zu spuren, zu dienen, zu funktionieren ohne die geringste Chance der Gegenwehr. Sich wehren wird hier ohne mit der Wimper zu zucken hart bestraft. Bestrafung, egal wie der Befehl auch aussah, wird als „normal” empfunden; das ist die NORM. Die Machthaber in den Strukturen der Militärs haben uneingeschränkte Macht, die nicht hinterfragt wird. Deshalb sprechen Darstellungen von Kriegen doch eine deutliche Sprache.
Die moderne Form von Kriegsfilmen ist in der Science-Fiktion-Szene zu beobachten, sei es als Kinofilm, Fernsehserie, Roman in der Heftform oder als Video-Spielzeug. Und hier gibt es so zahlreiche Anhänger wie selten. Science-Fiktion fasziniert jung und alt. Auch hier sind deutlich Hierarchien, Machtstrukturen, untertänige Befehlsempfängerschaft normal. Zwar wird in den neuen Filmen und Video- Spielen das „Böse” als richtig schauderhaft dargestellt; die Helden sind sympathisch und immer siegreich, die Hierarchie-Struktur wird jedoch nicht im geringsten in Frage gestellt. Wenn die Führungsrolle nur der Sache (nicht dem Menschen) dienend ausgeführt wird, ist keine Liebe vorhanden, Menschen werden schamlos ausgenutzt.

Allerdings hat Macht nicht nur eine negative Seite. Wenn keine korrupten Befehlsgeber, sondern verantwortungsbewusste, liebevolle Hüter an der Macht sind, wird Macht positiv genutzt. An der Spitze eines Wolfsrudels steht der kräftigste Wolf, der das Rudel auch bei Gefahr unter Einsatz seines Lebens beschützt. Oder bei den Stämmen nativer Völker ist der Häuptling persönlich für das Wohl seines Volkes zuständig. In solchen Fällen gibt es also eine Hierarchie, die im gegenseitigen Einverständnis gelebt wird. Auch solche Filme gibt es.

Hat also der naive, gedankenlose Konsum von Artikeln der Unterhaltungsindustrie Auswirkungen auf unser Unterbewusstsein, unser Verhalten, unsere Wünsche und Träume?

Die unbewussten Auswirkungen

Als Folge erzieherischer und gesellschaftlich anerkannter Standards sind die meisten Frauen in der allgemein verbreiteten Gewohnheit gefangen, möglichst gut auszusehen und sich ausschließlich um andere zu kümmern. Sie kümmern sich tagtäglich um Familie, Haushalt und Karriere. Und ihre Schönheit! Abends fallen sie todmüde ins Bett und fragen sich, was aus ihren Visionen und Träumen geworden ist, wo die Lebensfreude geblieben ist. Sie fühlen sich fremd gesteuert und überfordert. Der Friseur, der sich gerne als Psychotherapeut aufspielt, vermutet, dass sie ausgebrannt ist, der Ehemann beklagt sich, dass sie hart und kalt ist, und ihre Kinder wundern sich, dass sie stets einen traurigen Zug um den Mund hat. Und selbst will sie einfach nur im Bett liegen und nie wieder aufstehen, fühlt sich innerlich leer.

Ein Mann, der sich über Mobbing am Arbeitsplatz beklagt, erzeugt (bei Männern und Frauen) noch immer zumeist das Gefühl von „Schlappschwanz“ oder „Weichei“, obwohl Mobbing für Männer genauso tragisch wie für Frauen ist.
Wie tief dieser Anspruch an den „starken Mann“ verwurzelt ist, zeigt auch, dass wir es immer noch als selbstverständlich ansehen, dass Entlassung, Arbeitslosigkeit und sozialer Absturz zwar bei Frauen als bemitleidenswert angesehen wird, bei Männern jedoch viel mehr als Ausdruck ihres persönlichen Versagens. Burn-Out-Syndrom, Ersatzbefriedigungen durch Konsum, Gegröle auf dem Sportplatz, One-Night-Stands, Alkohol, Drogen, geschlossene Männerherzen und eine kalte Welt sind Standard.

Vielen Menschen ist Eines gemeinsam: Sie kümmern sich zu selten um ihr Inneres, um ihren Seelenplan, um sich selbst.

Spätestens bei der Ausbildung zu menschlichen Führungsqualitäten lernen wir, dass wir uns weder um andere Menschen noch um Erfolg kümmern können, solange wir uns innerlich ausgelaugt fühlen. Wir erkennen, wie wichtig unsere innere Stärke ist, die aus dem eigenen Bewusstsein kommt, weit weg von der künstlichen Welt.
Und wir wissen aus tiefster Seele: wenn unsere innere Quelle kraftvoll ist, können wir in der Tat Wunder vollbringen.
Wir müssen durch unsere manipulierte innere Konditionierung hindurchgehen, die uns einzuhämmern versucht, dass es egoistisch ist, sich in erster Linie um sich selbst zu kümmern. Wir haben die Macht, uns aus Zwängen zu befreien.

Kümmern wir uns zuallererst um uns selbst

Das ist unsere erste Priorität. Was will ich, was ist mir wichtig, wer ist mir wichtig, und was bin ich bereit, dafür aufzugeben oder anzunehmen? Wie finde ich Aufrichtigkeit in mir, die mich freier leben lässt? Wie kann ich mich lieben? Was will mein Herz?
In Wirklichkeit ist das die wirkungsvollste Möglichkeit, der Welt zu dienen. Zufrieden, heil, verjüngt, strahlend, angefüllt mit Inspiration und Kraft, bieten wir dann unsere Geschenke der Welt dar und können auf diese Weise das Geben auch aufrecht erhalten. Die Seele findet ihren einst angestrebten Weg.
Unser Part zur Harmonie und Erlangung der Seligkeit ist die Bereitschaft umzudenken. Wir halten selbst den Schlüssel in Händen. Wir sind es, die die Welt ändern können…
indem wir uns aufrichten, unserem Licht des Herzens erlauben, die fruchtbaren Anfänge der neuen Wirklichkeit der ganzen Menschheit zu entzünden.

Teil II: „Einfluss der Erotik- und Pornoindustrie“ folgt…

mehr nachzulesen in meinem Buch:
„Der (v)erkannte Mann“, www.bestoffverlag.de ISBN 978-3-942427-09-8

http://www.kraftplatz-portal.de/mann-frau/

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Renate Helene Zormeier

Jahrgang 1954, Mutter von zwei Kindern;
geboren in Murnau; nach fünf Jahren Türkei und drei Jahren Borkum, jetzt wieder zuhause im bayrischen Voralpenland.
Sie erlebte 2005 eine totale Neuausrichtung ihres Lebens. Geschult durch das Leben, musste sie im „stonewashed“-Modus ihre psychologischen Studien, ebenso wie ihr inneres Wachstum durch tiefgehende Seelen-Erkenntnisse, durchlaufen. Heute behandelt sie mit Energiearbeit, Körperarbeit, HypnoTrance erfolgreich ihre Mitmenschen und erreicht durch direkte Anbindung an die wahre Göttliche Quelle tiefste Schichten.

Ein Kommentar zu “Der Medienstrudel

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