Ein Kommentar

Round Up / Monsanto Petitionen oder Selbstverantwortung?

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Immer wieder werden wir mit Petitionen gegen irgendetwas konfrontiert. Wir unterschreiben, klopfen uns auf die Schulter und sind froh etwas „getan“ zu haben. Weiter zum nächsten Thema.

Kommt dir das bekannt vor?

home-grown-radishes-free-license-cc0_1Wir sehnen uns nach einer Welt des Friedens, der leckeren, gesunden und vielfältigen Lebensmittel, die biologisch hergestellt werden, nach einer Welt, in der wir uns wohl und gesund fühlen.
Schauen wir uns um, entdecken wir eine Welt, in der alles schnell, in Masse und möglichst billig hergestellt wird. Das Obst und Gemüse auf unseren Tisch haben einen Einheitsgeschmack, Sortenvielfalt ist kaum gegeben. Kinder in den Städten wissen nicht mal wie das Ei oder die Milch auf den Tisch kommen…

Manche von uns erinnern sich noch an die Zeit, wo wir das Glück hatten, bei Opa/Oma im Garten leckere, duftende Erdbeeren, Karotten, Tomaten, Äpfel usw. zu bekommen. Heutzutage ist es beinahe Nostalgie, das zu erleben. Können wir das ändern? Sicherlich, und zwar indem wir die Verantwortung für uns selbst und unser Leben übernehmen anstatt unsere Stimme als Mensch in einer Urne zu begraben. Ich schreibe ganz bewusst hier MENSCH, denn der Bürger bürgt mit seiner zu Grabe (deswegen wohl auch Urne) getragenen Stimme für alles, was die gewählten Politiker in seinen Namen in dieser Welt anstellen.

Wir wissen mittlerweile, dass, solange es Geld geben wird, beinahe jeder zu kaufen ist. Das führen uns die Gewählten täglich vor Augen. Der Spiegel-Bestseller „Whistleblower“ von Jan van Halsing und Stefan Erdmann bringt die weltweite Korruption in Politik und Bankwesen ans Tageslicht.

Wir wissen mittlerweile auch, dass wir mit der Lenkung unserer Aufmerksamkeit auch erschaffen. Je mehr Aufmerksamkeit wir etwas Bestimmtem widmen, umso besser und schneller gedeiht es. Wir haben die Wahl, ob wir gegen etwas oder dafür sind. Gegen erzeugt einen Gegendruck. Bringt er etwas? Was geschieht, wenn wir uns dafür entscheiden? Wenn wir uns für ein gesundes, erfülltes, glückliches Leben entscheiden, wo wir auch entscheiden, in welcher Qualität unsere Lebensmittel auf unseren Familientisch kommen? Es gibt mittlerweile unzählige Projekte, in denen die Menschen die Verantwortung für ihre Ernährung in eigene Hände genommen haben. Sei es indem Obdachlose in Atlanta und mittlerweile anderen Städten auf den Dächern der Städte oder auf den öffentlichen Rasenflächen Gemüse und Obst anbauen.

Ist das nicht eine hervorragende Idee, die nachahmenswert ist? Anstatt unzählige Obdachlose auf den Straßen zu sehen, die um Almosen betteln, ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre gesunden Lebensmittel auch selbst anzubauen und zu pflegen? Die städtischen Flächen gehören den MENSCHEN, und nicht den Gewählten!

Unter dem Begriff Urban Gardening findet man mittlerweile viele Hinweise und Beispiele dafür, wie es anders gehen kann.

Viele Städter wünschen sich gesunde Lebensmittel, bei denen sie sicher sein können, dass sie biologisch hergestellt wurden. Viele vertrauen den Labeln Bio nicht mehr. Dass wir über Jahrzehnte betrogen und getäuscht wurden, wird immer mehr Menschen bewusst, und sie möchten etwas verändern, wissen aber noch nicht wie. Am liebsten würden sie ein Stück Land bewirtschaften, um so ein gesundes Leben sichern und führen zu können. Vorerst scheint das utopisch… Aber es muss nicht so sein.

Viele alternativdenkende, die Erde liebende Menschen haben es mittlerweile in die Tat umgesetzt. Sie beteiligen sich an der Herstellung von gesundem Obst, Gemüse und Fleisch. Sie sind eine Synergie mit Bauern eingegangen, die das Risiko der Ernte alleine zu tragen hatten. Jetzt können sich auch andere an der Instandhaltung des landwirtschaftlichen Betriebes beteiligen, sei es mit Geld, mit Arbeit oder einer Kombination von beiden. Somit haben sie auch ihren Anteil an gesunder Ernte, die sie meistens wöchentlich abholen können. Es gibt bereits bestehende landwirtschaftliche Betriebe, an denen man sich beteiligen kann, oder es gibt die Möglichkeit, eine solche Initiative zu gründen.

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Ihr könnt euch auf der Webseite Solidarische Landwirtschaft umschauen und euch an einem in eurer Nähe befindlichen Hof beteiligen oder selbst einen gründen. Dies gilt auch für Menschen, die keinen Grund und Boden haben.

Wir erreichen wesentlich mehr, wenn wir miteinander kooperieren, als wenn wir gegeneinander arbeiten und nur dem Profit nachjagen. Wenn wir einen Beitrag zur Herstellung der eigenen Liebensmitteln leisten und gerne mal ein paar Stunden für die Bewirtschaftung investieren, leben wir im Jetzt, können den Alltagsstress abbauen, indem wir uns körperlich einsetzen und indem wir unseren Kindern zeigen, wie die Natur sprießt und gedeiht. Sich die Hände mal richtig dreckig machen mit der wunderbaren Erde, der wir alles hier zu verdanken haben, kann Genuss und Freude sein. Bewegung, frische Luft, die wir und unsere Kinder tanken, sind sicherlich viel gesünder als stundenlang vor dem Fernseher oder PC zu sitzen und die Kinder sinnlose Kriegsspiele spielen zu lassen.

Indem wir zuerst bei uns selbst, in der kleinsten Gemeinschaft, in der Familie, anfangen umzudenken und es umzusetzen, können wir die Welt am schnellsten verändern. Das Alte wird dann von alleine weichen, wenn wir ihm unsere Aufmerksamkeit entziehen.

Wir haben sehr viele Möglichkeiten.
Jeder Einzelne entscheidet, welche davon er für sein Leben wählt.

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