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Sprich deine Wahrheit aus, sei ehrlich authentisch!

Spirituelles Sein verlangt eine unverlogene Lebensweise und ein authentisches Vertreten seiner eigenen Wahrheit. Ist für mich „ehrlich sein“ gleichzeitig „authentisch sein“? Lebe ich wirklich und überall nach meinen ureigenen Werten? Gebe ich diesen mutig den ihnen zustehenden Ausdruck?

Es gibt für jeden von uns eigene und übergestülpte Verhaltensweisen, Rollen und Masken, die wir spontan leben ohne nachzudenken. Wenn ich darauf achte, alles Übergestülpte, von wem auch immer, zu erkennen und abzulegen, führt dies meines Erachtens zum authentischen Leben.
Was ich sage und was ich tue, steht miteinander im Einklang und ist für mich selbst und andere nachvollziehbar. Trotzdem widerspreche ich mir oft selbst. Stecke ich dann unter einer Maske? Wenn ich mich schon nicht genau kenne und verstehe, wie soll es dann ein anderer können?
Die Göttin in mir mahnt mich:

„Lebst du wahrhaftig? Wer bist du unter all deinen Masken?
Zeige dich wie du bist, ungekünstelt, unverstellt. Du brauchst mich durch nichts zu beeindrucken, doch wäre es schön, mich einmal mit dir zu unterhalten.
Ich sehe, wie du dich laufend anstrengst, wie du durchs Leben stolperst.
Ich spüre deine Angst. Weißt du eigentlich, wovor du Angst hast?
Womöglich merkst du deine Angst selbst kaum.
Aber sie zu haben ist gar nicht nötig! Lausche jetzt mit Mut.
Denn ich kenne sie – diese Angst! Sie ist in jedem Menschen!
Diese Angst wurde geschürt und ständig genährt. Auch heute noch bekommt sie ständig Nahrung, sonst wäre sie längst fort, verhungert, verschwunden!
Ihre Basis sind erzieherische Worte, Wertevorstellungen und Erlebnisse. Sie wurden dazu benutzt, damit du brav und lieb warst, dich „richtig“ benahmst. Mit „richtig“ war aber gemeint, dass du genau so warst, wie andere dich haben wollten.
> Mach doch endlich mal was richtig! Was soll man von dir denken? <
befahlen sie, gleichzeitig straften dich verständnislose Blicke.
Wehe es gelang dir nicht, dann wurdest du ausgeschimpft oder Schlimmeres.
Du dachtest, du wurdest nicht gemocht, nicht gewollt, genau so, wie du bist – zumindest glaubst du das unbewusst bis heute.
Kannst du das erkennen? Du hast dir der Gesellschaft zuliebe Masken aufgesetzt, Rollen übernommen. Wie lebst du jetzt dein Leben?
Gehörst du zu denen, welche sich an ihre Masken klammern, ohne zu wissen weshalb? Oder gehörst du zu jenen, die ihre unsichtbaren Gefängnismauern in die Luft sprengen und endlich so sind, wie sie wirklich sind?
Lebe deine Wahrhaftigkeit! Nur Mut!
Vielleicht werden die anderen über dich reden, spotten oder dich bestrafen wollen mit ihrer Willkür. Na und, lass sie. Wer sind sie, dass sie über dich urteilen dürfen, über deinen göttlichen Funken lachen?
Aber vielleicht denkst du nur, dass sie das tun. Sie haben selbst Angst, dass ihnen jemand ihre Masken abnimmt, bis auch ihr Kartenhaus zusammen fällt.
Sie bekommen Angst, sobald ein anderer sein Gefängnis verlässt. Jetzt ist die Zeit reif, es drauf ankommen lassen!

Dann riechst du die Freiheit, du schmeckst das Glück, auch wenn du vielleicht immer noch nicht das besitzt, wovon die anderen sagen, dass dich das glücklich machen würde. Dir aber weht der Wind der Freiheit um die Nase. Und heute machst du vielleicht den ersten kleinen Schritt und lässt alle diejenigen hinter dir, die ihre unwirklichen Plakate in die Luft halten oder wie Marktschreier ihre Masken anpreisen wollen.
Sie alle haben vergessen, was es heißt zu leben.
Lass sie gehen, lass sie schreien, hör nicht mehr hin!
Du aber, du kannst es entdecken, entfalten, erspüren, tanzen, springen!

Es liegt allein an dir! Es kann sein, dass du glaubst, dass das nicht so wichtig wäre. Doch durch das Anbehalten deiner aufgezwungenen Masken sperrst du dich
selbst ein. Deine Seele verträgt das nicht! Sie leidet, meist still, dann
immer öfter, unüberhörbar, bis der Schmerzbotschafter kommt!
Wir kommen unaufhaltsam ins Zeitalter der bedingungsfreien Liebe. Die ‚wahre Liebe‘ verträgt die Falschheit ebenso wenig!
Nur wenn du es schaffst, ein Bewusstsein über deine Authentizität zu erlangen, kannst du ehrlich sein. Dies ist ein Prozess, in dem du mit dir Geduld haben musst. Liebe vergibt Unwissenden, und du solltest andere impulsive Statements nicht zu ernst nehmen und beginnen, dir selbst und anderen zu verzeihen, dich zu lieben.“

Wenn wir uns mit Wahrhaftigkeit befassen, kommen wir um die Themen Scham, Angst vor Verletzlichkeit und Zurückgewiesenwerden, sogar Schuld nicht herum. Denn es ist dran, die Geschichten zu entlarven, die wir uns schon viel zu lange erzählen. Die vielen unwahren Geschichten. Viel zu vertraut ist uns das Tragen von Masken und falschem Lächeln, das Vorgeben unrichtiger Tatsachen, deren Enthüllung angeblich nur Verwirrung stiften würde, und die vielen Ideale, Rollen, Konventionen und Normen, von denen wir meinen, ihnen mit Hilfe von Vertuschen, Verschweigen, Verbergen und Täuschen entsprechen zu können.

Dann frage ich mich, wie bin ich zu mir? Ja, ab und zu lüge ich mich auch an – aber nicht mehr lange, meine Ehrlichkeit zu mir selbst ist mir wichtig – da schaue ich erst recht hin.
Wieviel Authentizität und Ehrlichkeit leiste ich mir im Alltag?
Wieviel von mir Selbst kann ich darstellen, ohne dass ich das Gefühl habe, ich verliere mein Gesicht, meine Maske? Ist mein Herz frei von Angst?
Auf welche Wahrheit lege ich meinen Fokus? Die äußere oder innere Wahrheit?

Manchmal tut es weh, ganz ehrlich zu mir selbst zu sein, aber dafür bin ich dann frei, offen für eine neue Realität, die sehr spannend sein kann. Dabei dabei werde ich immer mutiger. Dann erscheint noch eine Frage:
Sprechen Menschen, die immer sagen was sie denken, auch immer Wahrheit? Noch genauer: ist alles wahr was wir sehen, hören oder fühlen?

Durch die vielen äußeren Eindrücke werden wir verleitet eine „fremde“ Wahrheit, also äußere Wahrheit anzuerkennen. Wir sollten uns viel mehr hinterfragen, um Wahres besser zu filtern. Wir sind mit Intuition ausgestattet – das ist sehr hilfreich für die eigene Wahrheit.
Leben ist Veränderung. Aber verändert sich Wahrheit auch?

Sei ehrlich zu Dir selbst und anderen!

Dann kennt die Wahrheitsliebe noch so eine schwierige Schiene. Ich habe schon oft Menschen sagen hören: „Ich will die Wahrheit wissen, wie schmerzhaft sie auch sein mag“, ich richte mich danach und dann ist sie zu hart, oder der Unmut richtet sich gegen mich, oder der Mensch fällt in eine depressive Stimmung…

Schulden wir nicht uns und jedermann die Wahrheit, oder das, was wir dafür halten? Oder ist es manchmal besser, wenn bestimmte Dinge ungesagt bleiben? Wie wichtig ist mir der Mensch?
Wie nützlich oder schmerzhaft ist diese so genannte Wahrheit für ihn?
Welchen Schaden oder Nutzen bedeutet das für mich?

Trotzdem, persönlich ist doch jedem Menschen Ehrlichkeit und Wahrheit von seinen Mitmenschen wichtig, auch wenn‘s manchmal „wie mit dem Vorschlaghammer“ kommt. Die Wahrheit zu hören ist uns tausend mal lieber als eine lieb gemeinte, aus Angst mich zu verletzende Lüge!
„Chef ich bin zu spät, weil mein Auto heute morgen…“ -> Geht gar nicht. Tatsache ist: „Ich bin zu spät. Und es tut mir leid.“

Ehrlichkeit ist die Voraussetzung für ein authentisches Leben. Die soziale Programmierung zu verstehen gehört natürlich dazu… damit ich weiß, ob meine Gedanken wirklich „von mir“ sind.

Durchleuchte das Thema in dir

Gibt es einen Unterschiede zwischen wahr und ehrlich?

Ehrlichkeit beginnt an dem Punkt, an dem du dir selbst eingestehst, dass du nicht der/die bist, der/die du vorgegeben hast zu sein. Versuchen wir nicht alle uns selbst und unser Leben immer wieder schön zu reden? Und sind wir dabei weder nach Außen noch nach Innen hin ehrlich zu uns selbst. Es gibt Situationen, meist sind es Dramen, bei dem sich ein Mensch an einem gewissen Punkt klar darüber wird, dass seine gesamte Existenz und Einmaligkeit eine Lüge, eine Maske ist.

Um also von deinen falschen Vorstellungen los zu kommen, musst du erst einmal verstehen, was eine Vor-Stellung ist. Dabei handelt es sich um ein Bild, das du vor dich stellst. Und damit versuchst du, andere von deinem wahren Selbst abzulenken. Fast so wie ein Schutzschild, dass dich von deinem ungewissen Sein ablenken soll und vielleicht dich auch von dir selbst schützt. Und du stellst es auch vor andere. Deine Projektion (was du gerne in anderen sehen würdest, obwohl es gar nicht so ist) stülpst du über sie. Das heißt, du baust dir unbewusst deine eigene Phantasiewelt auf und dann bist du enttäuscht, wenn sich die Personen plötzlich anders verhalten. Du bist enttäuscht, wenn das Schild zur Seite geschoben wird und sich der Mensch mit seinem wahren „Ich“ zeigt. Ein Beispiel dafür ist die Identifikation mit einem Titel, z.B. Doktortitel, Rechtsanwalt, Oberlehrer ect.

Du bist nicht dieser Titel, du kannst ihn nur nutzen. Dich von deiner Vorstellung zu lösen kann schmerzhaft sein. Bist du ein authentischer Mensch ohne Maske, ist die Seifenblase am Platzen. Und dann stehst du plötzlich da, ganz „nackt“ und hast „nur dich“. Und ich glaube (ganz ehrlich): „Das ist wahrlich genug.“

Durchschaue das Spiel, wenn du es kannst. Denn, auch wenn du dich manchmal selbst belügst, bist du die Person, der du am meisten vertrauen kannst. Du bist der Mensch, den du am besten kennst und du bist der-/diejenige, mit dem/r du die meiste Zeit verbringst. Versteck dich nicht von dir selbst, sondern nimm dich an, ohne Maske, so wie du bist. – Du bist ja du und das ist gut so!

Wir alle tragen doch die eine Sehnsucht in uns – endlich wieder bei uns, unserem wahren Naturell anzukommen – doch wie viele leben an sich vorbei!

Ja, es trifft zu, dass wir durch eine fehlgeleitete Erziehung, die uns „zwangsbeglückte“ ein künstliches Ich übernahmen – doch ist es wichtig zu verstehen: Wir konnten nicht anders! Es war die einzige Möglichkeit, unser Maß an Wertschätzung, Bestätigung und Liebe zu erhalten! Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass wir uns heute als Erwachsene in der Lage sehen können, dieses künstliche ICH endlich auf seinen Platz zu verweisen – es liegt in unserer Hand und vor allen Dingen in unserer Verantwortung!
Nur wenn es „Innen“ stimmt, wenn ich mich in meiner Authentizität erfahre –  wenn ich mich traue, mich, auch wenn es sein muss, seelisch total nackt zu machen – dann lebe ich mich selbst! Wenn ich den Mut habe, inmitten meiner Umwelt zu meiner Wahrheit zu stehen, bin ich glaubwürdig.
Der Pfad der Wahrheit, Authentizität und Ehrlichkeit führt mich weg vom Verstand, direkt in mein Herz, denn nur dort ist meine Seele wirklich zu Hause!

Mit Herzlicht

Renate Helene Zormeier

Buchtipps:
mit Widmung zu beziehen bei www.liebeslichtblick.de

„Der (v)erkannte Mann“
erschienen im Best-Off-Verlag für € 16,50
www.bestoffverlag.de        ISBN 978-3-942427-09-8

NEU „Geh in deine Kraft, Schwester“

www.tao.de     ISBN   978-3-96051-656-9  (Taschenbuch)
978-3-3-96051-657-6 (Hardcover)
978-96051-658-3 (e-Book)

5 Kommentare zu “Sprich deine Wahrheit aus, sei ehrlich authentisch!

  1. Hallo…
    Kannst du bitte dein website auch für Smartphones AKTIVIEREN. 🙂
    wenn mein wordpress Blog das kann, dann kann es auch dein – ‚wirsindeins‘.
    (Die Buchstaben sind einfach ZU KLEIN zu lesen auf diese aktuelle art (standard desktop)

  2. Hat dies auf flowngrow #Erfolgsgefühle rebloggt und kommentierte:
    Authentisch sein – die pure und ehrliche Innenschau ist das Eine, Deine ganz eigene Wahrheit nach außen zeigen die andere Seite der Medaille.
    Angst vor Ablehnung, vor Verletzt-werden, sie wiegt schwer.
    Und dennoch ist es DER Weg in Deine Freiheit!
    Wie Mischa Miltenberger so schön sagt: Mut ist Angst plus ein Schritt…

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