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Kfz-Zulassung ohne Wohnsitz in Deutschland

Foto: Pixabay

Handbuch und Tipps für eine komplett digitale Kfz-Zulassungsvorbereitung, ohne Meldeadresse in Deutschland

Es gibt sie, die Lösung für Alle, die sich aus dem System mehr und mehr verabschieden wollen, aber gerade bei der Nutzung eines Fahrzeugs bisher letztlich an Grenzen stoßen und „erpressbar“ bleiben. So war es bis vor einiger Zeit bei mir: Ohne Meldeadresse in Deutschland und damit ohne – zumindest formal-juristischen – „festen Wohnsitz“, also ohne „Wohnhaft“ keine Möglichkeit, mein Auto bei der „BRD-GmbH“ (wieder) anzumelden. Dachte ich.

Schon seit September 2013 bin ich (bzw. die Person) in „Deutsch“ nicht mehr gemeldet. Die PERSON, mit der ich mich nach Wunsch aller öffentlichen Stellen am besten selber identifiziere, hat daher seitdem keine „Wohnhaft“ mehr in „Deutsch“J. Aber erst nach einem Ortswechsel nach Spanien, Ende Oktober 2016, als ich bereits eine etwas phantasievolle andere Lösung für mein kleines „Problem“ gefunden hatte, bekam ich von einem findigen – ebenfalls deutschen – Freund den entscheidenden Hinweis.

Diesen Hinweis will ich im Folgenden nun mit Euch teilen. Nachdem ich selber das gesamte Procedere nochmals sorgfältig weiter recherchiert, ergänzt und auch aktualisiert habe. Daraus ist nun – etwas unerwartet – ein regelrechter kleiner und hoffentlich feiner, alle Fragen klärender Ratgeber geworden.

Übersicht

Die Lösung: Empfangsbevollmächtigung
Und wie funktioniert das Ganze nun?
Worauf ist weiter zu achten?
Die Logik hinter den oben gemachten Ausführungen
Antrag auf Zulassung eines Fahrzeugs
Das Ergebnis: Kfz-Zulassung ohne Meldeadresse in Deutschland!
Noch ein kleiner Hinweis am Rande…
Die Rechtsgrundlagen…
Zum Abschluss wichtig: Haftungsausschluss
Download aller erforderlichen Formulare nochmal auf einen Blick

Am Seitenende ist dieser Ratgeber auch zum Download in pdf-Format angefügt.

Die Lösung: Empfangsbevollmächtigung

Das Zauberwort für die Lösung einer Fahrzeugzulassung ohne Wohnsitz oder Meldeadresse in der „Bundesrepublik Deutschland“ auf Euren Namen heißt „Empfangsbevollmächtigung“. Nichts Neues im Grunde, aber ich kannte es damals noch nicht.

Nachstehend habe ich zunächst zwei etwas unterschiedliche „neutrale“ Formularfassungen für diese Empfangsbevollmächtigung verlinkt, also ohne Wappen oder Andressdaten einer lokalen Behörde usw.:

Von Berlin, neutral, elektronisch am PC ausfüllbar und am umfassendsden, darum momentan mein persönlicher FAVORIT.

Eine weitere neutrale Version der Empfangsbevollmächtigung gibt es momentan HIER im Internet.

Permanent-Downloads, mit freundlichem Dank an die Herkunfts-Verwaltungen (s.o.; bei Verwendung unbedingt Aktualität der Formulare, also Anwendbarkeit überprüfen!):
Empfangsbevollmächtigung, Formular mit Druck Download 1 ; Download 2

Interessant finde ich, dass die allermeisten Zulassungsstellen diese gesetzliche Möglichkeit für Wohnsitzlose in Deutschland offenbar selber oft gar nicht kennen, so meine Erfahrungen u.a. in Traunstein. Auch im Gespräch mit verschiedenen Polizisten zum Thema wurde mir das nie als Lösung mitgeteilt.

Standardmäßig wird die Empfangsbevollmächtigung wohl z.B. bei Kurzzeitanmeldungen von Fahrzeugen und auch zur Überführung von Fahrzeugen ins Ausland eingesetzt. Etwas anders vorgefertigte, entsprechende Formulare finden sich momentan z.B. dort, wie meine aktuellen Recherchen für diesen Beitrag ergaben:
Formular 1          Formular 2          Formular 3

Und wie funktioniert das Ganze nun?

Im Grunde ist es sehr einfach: Ihr braucht zunächst einen vertrauenswürdigen und hilfsbereiten Menschen (zugleich ist dies dann letztlich für diesen Zweck auch eine vertrauenswürdige Person J), der für Euch alle Post entgegen nimmt, die im Zusammenhang mit dem Fahrzeug eingeht (Rechnungen, Steuerbescheide, Bußgeldbescheide usw.) und sie rasch an Euch weiter leitet – auf welchem Weg auch immer.

Ich selber habe seit Jahren so einen guten Freund, der mir alle eingehende Post innerhalb weniger Tage per e-Fax an meine Email-Adresse weiter schickt, so dass ich unmittelbar reagieren kann. Egal wo ich in der Welt gerade bin. Denn das ist das Schöne an der digitalen Welt: Immer mehr Dinge lassen sich ohne physische Anwesenheit mit Hilfe des Internets abwickeln, wenn man weiß, worauf es ankommt.

Dieser Mensch stimmt auf dem eben genannten Formular seiner Funktion als Empfangsbevollmächtigter mit Unterschrift schriftlich zu und muss auch seine Personendaten angeben und sich ggf. bei der Zulassungsstelle auch ausweisen, da dies die „Fahrzeuganschrift“ wird. Er trägt keinerlei Verantwortung außer der Bereithaltung und Leerung seines Briefkastens und Euch gegenüber, alle Post zum Fahrzeug rasch weiter zu leiten.

Auch Ihr als künftige Fahrzeughalter müsst im Original auf dem Formular unterschreiben und es wird im Formular eine Anschrift von Euch erfragt. Diese wird nach meiner Kenntnis aber nicht mit Ausweispapieren überprüft (müsste ja – theoretisch – ohnehin eine Auslandsanschrift sein), sofern Ihr nicht persönlich anwesend seid. Es sollte also in diesem Fall auch eine fiktive oder eine c/o-Anschrift genügen, ggf. sogar die gleiche Anschrift wie die Eures Empfangsbevollmächtigten als c/o möglich sein, das habe ich bisher aber nicht geprüft.

Es wird dann in Briefen zunächst Euer Name genannt, darunter steht c/o für „care of“, also „zu Händen von“ vor dem Namen Eures Freundes, an dessen Anschrift die Post geht und das ist postalisch absolut üblich.

Ihr selber bleibt also weiterhin – und das finde ich gut so – in voller Verantwortung und Haftung für Alles, was das Fahrzeug betrifft.

Sofern Ihr diesem hilfsbereiten Menschen zugleich eine Vollmacht für die komplette Zulassung Eures (!) Fahrzeugs erteilt (s.u.), kann er diese ebenfalls abwickeln – nichts Anderes machen Autohäuser oft als Service für Euch beim Kauf eines neuen Fahrzeugs (auch Dienstleister) und halten dafür entsprechende Formulare vor. Ein entsprechendes Formular findet Ihr derzeit HIER im Internet. Einen Permanent-Download gibt es HIER.

Ein möglicher Zulassungsbevollmächtigter muss sich bei der Zulassungsstelle in jedem Fall mit einem gültigen Personalausweis bzw. Pass ausweisen können.

Worauf ist weiter zu achten?

Das Zulassungs-Procedere ist im Grunde nicht anders wie auch sonst üblich. Mit folgenden Dokumenten, neben der eben bereits besprochenen Empfangsbevollmächtigung und ggf. Zulassungsbevollmächtigung:

Gültiger Personalausweis bzw. Pass mit aktueller Meldebestätigung des Empfangsbevollmächtigten, ev. genügt auch eine Kopie, wenn die Zulassung von Jemandem Anders vorgenommen wird. Damit wird die korrekte „Fahrzeuganschrift“ überprüft.

Gültiger Pass von Euch als Eigentümer bzw. eine Kopie davon zur Vorlage bei der Zulassungsstelle kann nicht schaden, um Eure Unterschrift auf Kaufvertrag und Empfangsbevollmächtigung etc. zu authentifizieren. Wie das real läuft, wäre zu prüfen und hängt gewiss auch vom Auftreten des mit der Zulassung Beauftragten ab.

Um sicher zu gehen kann es nicht schaden, den Kaufvertrag zur Hand zu haben, mindestens in Kopie, um das „Eigentum“ am Fahrzeug nachzuweisen (das Eigentum nach „gängiger Lesart“, wofür die Zulassungspapiere eben nicht geeignet sind J). Wird m.E. üblicherweise bei der Zulassung aber nicht gebaucht.

Bisherige Zulassungspapiere Teil I und II (ehemals Fahrzeugschein=Teil I und Fahrzeugbrief=Teil II, vom Vorbesitzer, im Falle eines gebrauchten und ggf. auch noch zugelassenen Fahrzeugs). Sie werden zur Umtragung benötigt (und zur Vernichtung des alten Fahrzeugscheins, also von Teil I). Bei Neuwagen ist zunächst ein Antrag auf Neuausfertigung von Teil II zu stellen.

Bankkonto

Ihr benötigt ein deutsches bzw. europäisches Bankkonto im EWR (Europ. Wirtschaftsraum), von dem dann von der Finanzbehörde die jährlich anfallende Kfz-Steuer eingezogen wird. Dafür ist bei Zulassung zwingend ein Formular auszufüllen, mit dem eine Einzugsermächtigung an die zuständige Finanzbehörde erteilt wird. Dieses SEPA-Lastschriftmandat, wie es seit 01.07.2014 offiziell bindend eingeführt ist, wird spätestens bei der Zulassung ausgehändigt.

Downloads: Ein Beispiel für eine elektronische Fassung der Einzugsermächtigung findet Ihr im Internet HIER und als Permanentlink HIER. Es sollte auf allen Zulassungsstellen funktionieren. Explizit für das SEPA-Lastschriftmandat vorgesehen ist auch DIESES Formular. Permanentlink HIER.

Zulassungsvollmacht und SEPA-Lastschriftmandat kann man zur Vereinfachung auch kombinieren. Ein entsprechendes Formular gibt es HIER. Permanentlink HIER.

Praxistipp: Diese Einzugsermächtigung konnte früher bereits vor Verlassen der Zulassungsstelle nach erfolgreicher Zulassung mit Zuteilung und Stempelung der neuen Kennzeichen schriftlich widerrufen werden (Widerruf am besten gleich ausgedruckt und unterschrieben mitbringen, mit Lücke für das dort noch einzutragende erteilte Kennzeichen). Dieser Widerruf konnte anonym in einen dort meist vorhandenen Hausbriefkasten eingeworfen werden. Dann konnte später aufgrund des Bescheides jährlich selber überwiesen werden. Ich gehe davon aus, dass man sich das auch heute noch – mit etwas Geschick, weiterhin „ertrotzen“ kann. Wer hat Erfahrungen?

Gefahr: Das kann seit Einführung des neuen SEPA-Lastschriftverfahrens zu Schwierigkeiten in der weiteren Abwicklung führen, ggf. zum Widerruf der Zulassung von Amtswegen und damit auch zur sofortigen Zwangsabmeldung. Zumindest, wenn die Steuern nach Erteilen des Bescheids nicht termingerecht überwiesen werden. Der Widerruf lässt sich ja ggf. auch noch im Anschluss an die erste Steuer-Abbuchung regeln. Erfahrungen damit im neuen Verfahren habe ich bisher keine.

Bereits seit dem 01.07.2009 ist die Kfz-Steuer eine Bundessteuer und wird seit dem 01.07.2014 außerdem auch von den Zollämtern eingetrieben, also einer Bundeseinrichtung. Dort laufen seitdem sämtliche Daten zentral und einheitlich zusammen.

Alternative: Zum Abbuchungszeitraum für ungenügende Deckung des Kontos sorgen. Dann geht die Abbuchung zurück und es wird von der Finanzbehörde ein Erinnerungsschreiben verschickt, das dann gegen eine geringe Säumnisgebühr manuell überwiesen werden kann.

Handelt es sich um Euer eigenes Konto, so ist es kein Problem, diese Kontoverbindung im Formular anzugeben und Euren Freund auch in Vollmacht für den Bankeinzug unterschreiben zu lassen (sofern Eure Vollmachterteilung für die Zulassung Dies ausdrücklich erlaubt). Alternative: Entweder das Formular bereits vorab besorgen, je nach Zulassungsstelle liegen sie auch offen aus bzw. können erfragt werden, oder eine elektronische Fassung ausgefüllt selber vorab unterschreiben und für die Zulassung übergeben (s.o.).

Soll ein fremdes Konto verwendet werden, z.B. das Konto Eures Freundes (Anmerkung: ICH empfehle das ausdrücklich NICHT, wegen der Verantwortlichkeiten, die damit abgegeben werden!), so müsst IHR als angehender Fahrzeughalter zu der fremden Zahlung eine Vollmacht erteilen (weil dabei Steuerliches von Euch offen gelegt wird!) und der Kontoinhaber das entsprechende Formular seinerseits selber unterschreiben als Autorisierung, oder seinerseits dafür eine Vollmacht an Denjenigen erteilen, der die Zulassung durchführt. Dieser Part findet sich ganz unten auf der oben zuerst verlinkten Einzugsermächtigung. Vermutlich muss ihn auch der Zustellungsbevoll­mächtigte unterschreiben, der Form halber, da er in den Papieren ja mit eingetragen wird.

Haftpflicht-Versicherung

Den Behörden scheint nach meinen Erfahrungen das Fehlen einer Haftpflichtversicherung strafrechtlich am Wichtigsten zu sein. Wichtiger als eine fehlende Zulassung und damit gekoppelt die nicht erfolgte Besteuerung des Fahrzeugs. Es ist der führende Straftatbestand für eine Anklage. Das habe ich für meinen Teil herausgefunden. Mag für Eure persönlichen Experimente zum Thema einmal wichtig werden.

Merke: Es kann darum interessant sein, auch ein nicht zugelassenes Fahrzeug immerhin zu versichern…

Als Nachweis einer Haftpflicht-Versicherung für das Fahrzeug benötigt die Zulassungsstelle seit einigen Jahren eine sog. eVB-Nummer, sozusagen die „elektronische Deckungskarte“. Sie wird bereits durch die vollständige digitale Angebotsabfrage bei einem Versicherer generiert und als vorläufige Deckungszusage erteilt, oftmals direkt online im Angebotsverfahren bzw. innerhalb weniger Minuten bis Stunden per angegebener e-mail und/oder auch per SMS.

Zum Erhalt einer eVB-Nummer sind u.a. alle relevanten technischen Fahrzeugdaten erforderlich, Tarifwahl, anrechenbare Vorversicherungsdaten und auch eine Anschrift, aus welcher neben dem genauen Tarif auch die zuständige Zulassungsstelle hervorgeht.

Maßgeblich als Antragstellung bei einem Versicherer (auch Zeitpunkt Versicherungsbeginn usw.) ist in der Regel die Weitergabe der bei der Zulassungsstelle eingereichten eVB-Nummer.

Die erste anzugebende Bezugsanschrift muss darum in jedem Fall der Anschrift Eures Empfangs­bevoll­mäch­tigten entsprechen. Das ist entscheidend.

Für die Bestimmung des eigentlichen Versicherungsnehmers (VN), also des Zahlenden, gibt es nun mehrere Optionen, je nach Sachlage, die allerdings klar benannt werden müssen:

Option 1: Ihr selber tretet neben der Fahrzeughalterschaft auch als VN auf. In jedem Fall muss für die Versicherung unbedingt angegeben werden, dass Euer Freund und die angegebene Anschrift der Empfangsbevollmächtigte ist. Alle Schreiben der Versicherung gehen nach Eurem Willen ebenfalls an dessen Anschrift, aber zu Euren Händen und Lasten, also z.B. in Form von c/o (care of) vor Eurem Namen (s.o.).

Option 2: Ihr tretet weiterhin als VN auf, gebt ebenfalls die Anschrift des Empfangsbevollmächtigten an, nach welcher sich der Versicherungstarif und die zuständige Zulassungsstelle richten, für allen Schriftverkehr aber eine andere Anschrift, unter der Ihr sicher erreichbar seid. Ob diese Adresse theoretisch auch außerhalb Europas liegen kann, wäre hier zu klären. Innerhalb des EWR sollte es m.E. möglich sein. Immerhin kann man im EWR-Ausland ja auch Versicherungen abschließen für in Deutschland zugelassene Fahrzeuge, sofern solche Leistungen von einem ausländischen Versicherer in Deutschland angeboten werden. In jedem Fall schafft das Flexibilität. Es wird sich dann rein praktisch vermutlich um eine weitere Zustellanschrift handeln, auch dort dann ggf. als c/o.

Option 3: Euer Freund selber fungiert als VN (Empfehle ich ebenfalls NICHT, wegen der doch eigentlich unnötigen Übergabe von Verantwortlichkeiten an den Freund Empfangsbevollmächtigten). Damit sind Zustellanschrift und Bezugsadresse der Fahrzeugzulassung identisch und auch der Empfänger.

Option 4: Eine weitere Person aus Eurem Umfeld (Freund, Freundin, Eltern oder sonstige Verwandte… Ich empfehle auch diese Option aus bereits o.g. Gründen natürlich NICHT unbedingt!) erklärt sich zur Übernahme der Versicherung bereit. Auch das ist möglich! Bezugspunkt ist und bleibt nämlich das Fahrzeug und dessen Zulassungsanschrift von Eurem Empfangsbevollmächtigten, die auch in die Zulassungspapiere eingetragen wird. Für die Versicherung ist weiterhin entscheidend, an wen und wohin sie ihre Anschreiben und Rechnungen schicken kann. In diesem Fall also an die weitere Person unter deren Anschrift. Diese Option kann nach meiner Kenntnis auch in Frage kommen, sofern Jemand eine vorteilhafte Versicherungs-Rabattierung zur Nutzung an Euch abtreten will (aber nicht übertragen), typischerweise aufgrund langjährigen unfallfreien Fahrens eines früheren Zweitwagens. Natürlich braucht Ihr in so einem Fall die schriftliche Einwilligung des Betroffenen mit Originalunterschrift für die Übernahme und Zahlung der Versicherung sowie eine im Original unterzeichnete Einzugsermächtigung an den Versicherer, zumindest gegenüber diesem, ev. auch bereits bei der Zulassungsbehörde vorzulegen, das habe ich bislang nicht geprüft.

Kennt Ihr weitere Optionen?
Dann freue ich mich über entsprechende Kommentare zum Beitrag!

ACHTUNG: Keine Zulassung bei Kfz-Steuerrückständen! Ganz wichtig, fast hätte ich es vergessen: Manche von Euch haben sich ggf. im Vorfeld bereits mit den Steuerbehörden über Sinn bzw. Unsinn und/oder die legale Berechtigung zur Erhebung von Kfz-Steuern oder Steuern in Deutschland generell auseinandergesetzt. So auch ich. Schon vor Jahren. Das sind Geschichten, die rasch ein ganzes Buch füllen würden – aber m.E. eher Unterhaltungswert haben, als allgemein dienliche Erfahrungen.

Leider bleibt der angehende Fahrzeughalter in diesem Punkt also erpressbar: Sind – z.B. aus derartigen Auseinandersetzungen – noch alte Kfz-Steuerforderungen offen, die eben ausschließlich an der Person des Halters festgemacht werden, so müssen Diese zunächst – spätestens bei der Zulassung, z.B. durch Bankbeleg nachgewiesen – alle beglichen sein. Anderenfalls erfolgt keine Zulassung eines Fahrzeugs auf den „steuersäumigen“ Halter!

Da sind dann also am Ende einmal mehr phantasievolle Lösungen gefragt, wenn darin eine Hürde liegt. Dafür mögen die nachstehenden Erläuterungen noch hilfreich sein:

Die Logik hinter den oben gemachten Ausführungen

Ein Fahrzeug kann – völlig legal und konform mit der FZV (Fahrzeug-Zulassungsverordnung) – für die Zulassung extremerweise unterschiedliche

  1. Eigentümer/in
  2. Besitzer/in
  3. Empfangsbevollmächtigte/r
  4. Halter/in
  5. Steuerpflichtige/r (=immer Halter/in)
  6. Steuerzahler/in
  7. Versicherungsnehmer/in
  8. Versicherungszahler/in
  9. Zulassende/n und
  10. Fahrzeugführer/in
  11. Fahrzeugnutzer/in

haben. Das ist für die Zulassung letztlich nicht hinderlich; teilweise für den Versicherer, teilweise für die Finanzbehörden allerdings relevant. Es muss nur sinnvoll sein für Euch und sauber organisiert werden, wenn es gemacht wird. Und es schafft – bei Bedarf – sehr flexible Möglichkeiten.

Fahrzeughalter können z.B. ja auch juristische Personen sein, generell Firmen aller Art oder eine ganze Gruppe von Menschen, die dann z.B. einen Beauftragten benennen müssen.

Ich selber bin derzeit beispielsweise formal zwar Eigentümer, Steuerzahler, Versicherungszahler, aber weder Halter, noch Empfangsbevollmächtigter noch Steuerpflichtiger noch Versicherungsnehmer noch Besitzer, Nutzer und Führer eines ganz konkreten Fahrzeugs. Das ergab sich eben so.

Antrag auf Zulassung eines Fahrzeugs

Die Zulassung eines Fahrzeuges ist bei der örtlich zuständigen Zulassungsbehörde zu beantragen. Das genau tut Ihr nun.

Der Antrag auf Zulassung eines Kfz muss die Personalien des Halters enthalten, bei natürlichen Personen also Familienname, Geburtsname, Vornamen, Datum und Ort der Geburt, Geschlecht und Anschrift des Halters. Ein elektronisches Beispiel eines Dienstleisters, hier für Gütersloh, findet Ihr derzeit HIER im Internet. Es ist dauerhaft HIER zum Download hinterlegt.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich Seite 1 dieses Formulars (es ist blanco) bei einer rein digitalen Vorbereitung für die Zulassung durch einen Beauftragten auch für alle anderen Zulassungsstellen verwenden lässt, sofern die Einzugsermächtigung gesondert erteilt wird, auf einem neutralen Formular (s.o.).

Besteht, wie bei Euch, im Inland kein Wohnort oder Aufenthaltsort, so ist der Wohnort oder Aufenthaltsort des Empfangsberechtigten maßgeblich. Dieser Empfangsberechtigte muss dann im Antrag die geforderten Personalien angeben und hinterlassen. In diesem Fall werdet Ihr als Halter in die Zulassungsbescheinigung ohne Anschrift und der Name des Empfangsberechtigten mit Anschrift eingetragen.

Zur Klarstellung sowie zum Schutz des Empfangsbevollmächtigten im Rechtsverkehr solltet Ihr als Ergänzung zum Antrag auf Zulassung noch ein kurzes Schreiben in drei bis sechs Ausfertigungen vorbereiten, in dem Ihr erklärt und unterschreibt, dass Ihr gleichermaßen Eigentümer als auch Halter (und ggf. auch Versicherungsnehmer) des zuzulassenden Fahrzeugs seid und den Empfangsbevollmächtigten sowie ggf. den Zulassungsbeauftragten und einen möglichen fremden Steuerzahler nochmals eindeutig namentlich benennt.

Ein Exemplar (alle im Original unterschrieben!) ist dann jeweils
– bei Bedarf für die Zulassungsstelle,
– für den Empfangsbevollmächtigten,
– ggf. für die Versicherung,
– für eine mögliche weitere Person als Versicherungsnehmer,
– für eine mögliche fremde Person als Steuerzahler und
– als Nachweis für Eure Unterlagen.

Eine Ausfertigung ALLER Zulassungsdokumente, in Papier und auch digital für Eure Unterlagen, empfehle ich übrigens dringlich!

Das Ergebnis: Kfz-Zulassung ohne Meldeadresse in Deutschland!

Wenn Ihr alles korrekt vorbereitet und durchgeführt habt, dann habt Ihr anschließend Zulassungspapiere, in denen IHR selber als Halter mit Namen und Euer Empfangsbevollmächtigter mit seinem Namen, seiner Anschrift und seiner Funktion eingetragen seid. Letzteres ist damit der „amtliche Wohnort“ Eures Fahrzeugs. Ohne eine eigene Meldeadresse oder Wohnsitz in Deutschland.

Und das alles ist m.E. sogar machbar, ohne dass Ihr selber auf der Zulassungsstelle physisch auftreten müsst! Ich konnte es allerdings selber bisher so nicht praktisch ausprobieren. Sollte aber funktionieren –im Zweifelsfall mit etwas „lösungsorientierter Hartnäckigkeit“. Die nötigen Hintergründe, Zusammenhänge und Einblicke habe ich Euch hier in jedem Fall geliefert.

ACHTUNG: Bei Anschriftwechsel Eures Zustellungsbeauftragten geht das ganze Procedere von Vorn los! Jedenfalls, wenn dann eine andere Zulassungsbehörde zuständig ist (anderes Kennzeichen). Innerhalb einer Gemeinde kann es sein, dass ein neuer Fahrzeugschein (Teil I) wie üblich über das örtliche Bürgerbüro im Ummeldeverfahren erteilt wird. Allerdings muss der alte dafür vorgelegt und physisch vernichtet werden.

Auf Eure Erfahrungsberichte und Ergänzungen als Kommentar bin ich sehr gespannt!

Noch ein kleiner Hinweis am Rande…

…der mir immer wieder geholfen hat, scheinbar „unmögliches“ möglich zu machen:

Sofern Dokumente mit Euren Original-Unterschriften erforderlich sind, der Postweg aber sehr lange dauert (ich lebte in den vergangenen Jahren längere Zeit u.a. in Marokko, auf den Seychellen, in Spanien und gegenwärtig lebe ich in Paraguay) oder grundsätzlich mühsam wäre, gibt es eine Alternative, die in vielen Fällen funktioniert hat und aus meiner Sicht völlig korrekt ist, da sie lediglich Euren Willen ausdrückt und definitiv Niemandem schadet.

Ich verwende in solchen Fällen meine sauber eingescannte Unterschrift und füge sie in ein digitales Anschreiben bzw. Formular entsprechend ein. Wer etwas versiert am Computer ist, dem wird das kaum Mühe machen. In anderen Fällen kann es auch besser sein, ein ganzes Dokument ausgefüllt und unterschrieben gut selber einzuscannen, aber das ist weit komplizierter, dass es funktioniert und es hängt vom Fall ab.

Das Dokument wird dann per Email, am besten als gut aufgelöstes und sauberes pdf, nach Deutschland geschickt. Dort geht es dann als Ausdruck im Umschlag in die im internationalen Vergleich doch recht zügige „Snail mail“, also die deutsche Post, ausgeführt durch einen Menschen Eures Vertrauens. Bislang hatte ich damit noch keinerlei Probleme.

Um Irritationen und Nachfragen auszuschließen, solltet Ihr die Unterschrift mit normalem Stift wie Kugelschreiber und in blauer Farbe fertigen und dann für o.g. Zwecke einscannen (Achtung: auf super weißen Untergrund, blütenweißes Scanergebnis, Fleckenfreiheit und generell auf Randlosigkeit achten; dann lässt sich der Scan anschließend auch leicht, ohne komplizierte Bildbearbeitung, auf durchsichtig umstellen!) und ein solches Dokument sollte am Zielort eher mit einem Tintenstrahl-Drucker ausgedruckt werden, wegen dem stimmigeren Erscheinungsbild.

Meine Denke dazu: Ich habe mir eines Tages schlicht bewusst gemacht, wie das „Spiel“ funktioniert: Richter, Beamte, Zeichnungsbevollmächtigte in Unternehmen, Banken, auch Ämter aller Art verwenden sehr, sehr häufig (immer???) entweder Untergebene als Zeichnende „im Auftrag“ oder „in Vertretung“ oder als „Urkundsbeamte“ usw. oder aber es werden generell Faksimile-Unterschriften verwendet, also elektronische Abdrucke von Unterschriften. Vieles wird nicht einmal dem Anschein nach unterschrieben, wie z.B. sämtliche Bescheide und die allermeisten Schreiben „unseres Finanzamtes“ oder – Überraschung! – auch Auto-Kreditverträge (eigene Erfahrung!). Wie oft liest man inzwischen Sätze wie

„Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist darum ohne Unterschrift gültig!“

Ja geht’s noch? Maschinen übernehmen Rechtsverbindlichkeiten??? Na also: Nichts anderes tue ich also in dem Moment, nur dass ich es lediglich für mich selber tue und selber verantworte, was ich so „unterschreibe“. Einfach tun und gut!

Viel Erfolg also auch dabei! ABER: Bitte unbedingt verantwortungsvoll und selbstverantwortlich anwenden! Es geht hier ausschließlich um kreative Selbsthilfe, nichts weiter!

Die Rechtsgrundlagen…

Gemäß § 6 FZV, der Fahrzeug-Zulassungsverordnung ist die Zulassung eines Fahrzeuges bei der örtlich zuständigen Zulassungsbehörde zu beantragen.

Der Antrag muss die Personalien des Halters gemäß § 33 I S. 1 Nr. 2 des StVG (Straßenverkehrsgesetz, letzte Fassung vom 17.08.2017) enthalten, bei natürlichen Personen also Familienname, Geburtsname, Vornamen, Datum und Ort der Geburt, Geschlecht und Anschrift des Halters.

In der aktuellen FZV, in der Fassung vom 31.07.2017 wird in Abschnitt 2, Zulassungsverfahren, § 6 Antrag auf Zulassung, Absatz 4 Punkt 4. bezüglich eines Empfangsbevollmächtigten konkret ausgeführt:

„(4) Im Antrag sind zur Speicherung in den Fahrzeugregistern folgende Fahrzeugdaten anzugeben und auf Verlangen nachzuweisen:
4. Name und Anschrift des Empfangsbevollmächtigten im Sinne des § 46 Absatz 2 Satz 2 oder Name und Anschrift des gesetzlichen oder benannten Vertreters.“

Unter Punkt 2. desselben Paragraphen und Absatzes wird noch ein interessanter, m.E. für die Zulassung des „eigenen“ Fahrzeugs zur persönlichen Verfügung aber nicht weiter relevanter Sonderfall aufgeführt:

„2. Name und Anschrift des Verfügungsberechtigten über die Zulassungsbescheinigung Teil II, sofern eine solche ausgefertigt worden ist“

Der Absatz gilt m.E. für z.B. finanzierte Fahrzeuge, auch bei Leasing, bei welchen die Bank den „Fahrzeugbrief“ (Teil II der Zulassungsbescheinigung) als Sicherheit für den Kredit einbehält, bis dieser vollständig abbezahlt wurde. Ich habe bisher keine Erfahrungen, ob ein solcher Fall mit den hier gemachten Empfehlungen zur Empfangsbevollmächtigung in irgendeiner Form kombinierbar wäre, halte es aber für problematisch (Extremfall: Ein möglicherweise mittelloser „Obdachloser“, der aber einen laufenden Autokredit hat und sein Fahrzeug ohne amtlichen Wohnsitz in Deutschland weiter betreiben will?? Da wird wohl jede Bank Probleme machen…) J

Dort, also in Abschnitt 7, Durchführungs‑ und Schlussvorschriften, § 46 Absatz 2, Satz 2 wird zum Empfangsbevollmächtigten weiter ausgeführt, wie genau zu verfahren ist:

„…Besteht im Inland kein Wohnsitz, kein Sitz, keine Niederlassung oder keine Dienststelle, so ist die Behörde des Wohnorts oder des Aufenthaltsorts eines Empfangsbevollmächtigter zuständig.“
JURIS.de, heute gültige Fassung vom 31.07.2017

Dem aufmerksamen Leser bzw. Leserin wird auffallen, dass das Deutsch hier etwas holpert. Das fand ich ebenfalls interessant und forschte nach: Noch ein Jahr zuvor klang derselbe Passus deutlich lesbarer, aber dennoch nicht unbedingt korrekter:

„…Besteht im Inland kein Wohnsitz, kein Sitz, keine Niederlassung oder keine Dienststelle, so ist die Behörde des Wohnorts oder des Aufenthaltsorts eines Empfangsberechtigten zuständig.“
JURIS.de, Fassung vom 18.07.2016

Die deutsche Sprache ist eben gar nicht so leicht… und ob der Empfangsberechtigte und der Empfangsbevollmächtigte wohl aus juristischer Sicht identisch sind??? Für MEIN Dafürhalten: NEIN. Halten wir uns also lieber an den „Empfangsbevollmächtigten“, auch wenn er in der momentan aktuellen Verordnung grammatikalisch falsch „gebeugt“ wurde. Es scheint mir der formal korrekte Sprachgebrauch zu sein.

Ja… Ein Zweifler und Nörgler, wer sich nun fragt, welche Qualifikationen wohl zum Verfassen von Gesetzestexten autorisieren… und wie weit her es wohl ist mit der Vertrauenswürdigkeit unserer Gesetzgeber, der Gesetze selber, deren Ausleger, deren Anwender und auch der „Hüter dieser Gesetze“… Legislative, Judikative und Exekutive eben… die – zumindest scheinbare – „Gewaltenteilung“ einer Demokratie…

Derzeit finden sich HIER noch ganz hilfreiche knappe Ausführungen einer Fachjuristin zur Thematik, geschrieben bereits am 30.09.2009. Ich habe Teile des Textes oben angepasst übernommen.

Eine ganz informative und umfangreiche, wenngleich meiner Ansicht nach nicht (mehr) in allen Punkten ganz korrekte und aktuelle Diskussion von Themen und Hilfen für Menschen, die ohne Meldeadresse in Deutschland (die „Legalität“ diskutiere ich hier bewusst NICHT! J) oder im Ausland leben wollen, findet sich HIER (Direktlink auf Tipps zum Punkt Fahrzeuge).

Hilfreiche weitere Informationen zur Kfz-Steuer finden sich vom 13.07.2015, also NACH Einführung des sog. „SEPA-Mandats“ zum 01.07.2014, z.B. HIER.

Zum Abschluss wichtig: Haftungsausschluss

Ich habe hier nach bestem Wissen und Gewissen Empfehlungen, Erfahrungen und Erkenntnisse niedergeschriebenen, die ich selber gemacht habe. Sie stellen formal dennoch lediglich Praxistipps dar, sind KEINE Rechtsberatung und erheben keinerlei Anspruch auf Korrektheit in allen Details. Ich kann und werde daher weder auf Aktualität noch auf erfolgreiche und schadlose Anwendbarkeit irgendeine Haftung oder Gewährleistung übernehmen. Für den Fall einer – unbedingt empfehlenswerten! – Nachahmung steht Jede/r in der Selbstverantwortung.

Probiert es einfach aus! Nochmals also: Viel Erfolg!

Download aller erforderlichen Formulare nochmal auf einen Blick

Alle Downloads sind mit Quelle und als Permanent-Links angegeben.

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Über Johannes Anunad

Lebensforscher und versierter Lösungsfinder, Baujahr 1966, Vater von zwei Kindern. Seit Jahren bin ich auf der ganzen Welt unterwegs und zu Hause, Experte aller Art (ausgebildeter Öko-Landwirt, Promovierter Agraringenieur, ökologisch-nachhaltiger Landbau, Int. Biogasberater, Experte für (Freie) Energie-Technologien, für Umwelt, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Systemanalyse und Managementsysteme (UM und QM), Projektentwicklung, -leitung, -analyse, -beratung und -management, Personal Coaching und Lebensberatung, Energieheilung...). Arbeit zum reinen Gelderwerb ist keine Option mehr für mich - bereits seit 2013. Mein SEIN kann Niemand bewerten/bezahlen. Ich benutze Geld seitdem eher als Anzeiger und Ausdrucksmittel, ich „spiele“ damit. Dafür fasse ich überall, wo ich gebraucht werde, wo ich eine Aufgabe für mich erkenne, einen Impuls bekomme, einfach tatkräftig mit an. Heute bewegt mich ganz besonders die Herausforderung, wie ein wirklich "Neues Miteinander" aussehen und gelebt werden kann und was, ganz praktisch, dafür unabdingbar erforderlich ist. Spirituallität, im Alltag ausgedrückt, also die Erweiterung meines Bewusstseins, erscheint mir dabei als wichtiger Schlüssel. Die Bereitschaft zum inneren Wachstum und als Ansatzpunkt dafür die Heilung der eigenen Traumatisierungen. Damit bewegen wir uns aus dem geltenden BeWERTungsparadigma hinein in ein wertSCHÄTZENDES Miteinander, das vom natürlichen Ausdruck unseres SELBST angetrieben wird. Ich habe intensiv die brennenden Gesellschaftsfragen unserer Zeit studiert - in Theorie und VOR ALLEM auch ganz praktisch, u.a. in unterschiedlichen Gemeinschafts-Projekten. Für dieses Wandel-Experiment will ich Gleichgesinnte finden und zusammen bringen - irgendwo in der Welt, wo es lebenswert ist - vlt. gelingt das ja hier in Paraguay...

37 Kommentare zu “Kfz-Zulassung ohne Wohnsitz in Deutschland

  1. Kleine Ergänzung zum Text: Sofern die Steuerschuld beglichen, nur die Verwaltungskosten noch offen sind, kann man mit etwas Verhandlungsgeschick sich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen lassen. Verwaltungskosten sind sowieso ein eigenes Fass! Grüße aus dem Oberbergischen

    • Danke für die Ergänzung, Martina!
      Ja, das sehe ich auch so, mit den Verwaltungskosten. Und überhaupt machen direkte Gespräche mit den Zuständigen manche „Unmöglichkeiten“ möglich, und zwar TROTZ aller eigentümlichen und hinderlichen Verwaltungsvorgaben. Der TON macht da die Musik.

  2. Vielen Dank für einen informativen Beitrag zur Kfz-Zulassungsvorbereitung. Gut zu wissen, dass es vier Optionen für die Bestimmung des eigentlichen Versicherungsnehmers möglich sind. Mein Bekannter hat keinen Wohnsitz in Deutschland, daher möchte ich ihn bei der Anmeldung seines Fahrzeugs unterstützen.

  3. Hallo Johannes, ich finde es wunderbar wie du das hier moderierst. Ich stehe noch ziemlich am Anfang des Menschsein, habe aber viele Monate durch Wissensaneignung und Umsetzung eigene kleine Aus(Wege) gefunden. Leider unterstütze ich das System auch wie jeder andere hier auch. Ich stehe auf der Brücke auf die andere Seite. Hast du Tips wie Organisationen mit eigener Währung-Tauschhandel etc. wo man sich einbringen kann. meine Familie hat ein Bauernhof in Meck Pom. Diesen aktiviere ich seit 10 Jahren. Viele Geräte angeschafft. Traktor, Stromgenerator usw. Aber noch kein Anbau angefangen, nur paar Hühner und Kaninchen. Ich lebe und arbeite ja in der Stadt, so wie viele hier. Mein grosses Problem ist sich von der GEZ, Grundsteuer, ( die sich drastisch in Zukunft erhöhen wird), Polizeiwillkür_Wegelagerei-Abzocke bei allen OWIGs und soweiter zu befreien.
    Auch Südamerika ist für uns mittlerweile eine Option. Ich möchte anmerken, das gilt dem Herrn der dich kritisiert, das ich hier Teil der zerfallenden Gesellschaft bin. Leider sind alle am Systemtropf hängenden Menschen wegen der Kohle bereit Unrecht, Diktatur und so weiter über sich ergehen zu lassen. ALLES IST HANDELSRECHT: Das Problem ist das den Menschen hier der Grund und Boden nicht gehört, deshalb ist hier dieser Zustand der Gesellschaft. Das begreift keiner der nicht sein Horizont erweitert. Liebe Kritiker, ich empfehle mal Heike Werding als Anstoss zur Selbstfindung. Denn die Selbstfindung ist alles was es braucht auf diesem Planeten.

    Beste Grüsse Ken aus dem Hause ……

    • Hallo Ken,

      danke Dir! Wegen Deiner Frage zu Tipps: Ich verweise Dich einfach mal auf meinen letzten Beitrag hier zum Thema „Neues Miteinander“:
      https://wirsindeins.org/2019/01/31/bilderwelt-eines-neuen-miteinanders-oder-auch-bilder-der-neuen-zeit/
      Am Ende des Artikels ist das eigentliche Dokument verlinkt, in dem ich einmal kompakt ausführe, wie ich die Struktur der Neuen Zeit sehe.
      In einem weiteren Teil, den ich gerade zur Veröffentlichung vorbereite, gebe ich dann auch sehr praktische Hinweise, wie Vieles unmittelbar angegangen werden kann – unter den (noch) bestehenden Bedingungen.

      Grundsätzlich ist mir wichtig, immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass es sehr viel einfacher ist und eher gelingt, auf etwas Anderes, Neues HIN zu arbeiten, HIN zu leben, als von den bestehenden Gegebenheiten WEG zu wollen, da es die destruktiven Elemente jedes Mal erneut stärkt. Eine allseits bekannte „schlechte Angewohnheit“ vieler Aufwachender…

      So lebe ich auch nicht in Paraguay derzeit, weil ich WEG wollte von Deutschland, sondern weil mich ein sehr großes deutschsprachiges Siedlungsprojekt HIER interessierte – und ich dann einige Monate lang zu dessen Fortschritten sehr maßgeblich beigetragen habe.
      Allerdings kommen hier leider – wie wohl überall in der Welt – eben sehr viele Menschen her, die ANGST haben vor den Entwicklungen in Deutschland und Europa. Das hilft ihnen kaum weiter, denn sie nehmen sich selber ja hierher mit…

      Für Dein eigenes Vorhaben mt dem Bauernhof wünsche ich Dir die passenden Leute und viel Erfolg beim weiteren Ausbau! Lass Dich diesbezüglich mal von Ralf Otterpohl inspirieren und seinen Ansätzen „Das neue Dorf“, falls Dir das noch nicht bekannt sein sollte!

  4. Hallo Johannes,
    danke für Deine Infos. Ich konnte mein Auto über ein Jahr in Deutschland angemeldet lassen ohne Wohnsitz in Deutschland zu haben (so wie beschrieben). Meine KFZversicherung schrieb mir nun dass sie mich nicht weiter versichern weil ich nicht in Deutschland lebe (sie hätten es für 1 Jahr ausnahmsweise gamacht, doch nun nicht mehr). Ich habe heute bei anderen Versicherungsgesellschaften angerufen und dort ist es das gleiche, wegen der „Gerichtsbarkeit“. Nichteinmal mein Bruder als Versicherungsnehmer sei akzeptiert wenn der Halter des Autos keinen Wohnsitz in Deutschland hat. Hättest Du einen Tipp für mich wie weiter vorzugehen ist? Welche Versicherung dies machen würde?
    Über eine zeitnahe Antwort würde ich mich freuen.
    Lieber Gruss
    Sabine

    • Liebe Sabine,

      sofern Du einen „Empfangsbevollmächtigten“ in D hast, das Fahrzeug (!) damit auch eine „gültige Zustell-Anschrift“ in D hat (nur DAS ist denen wichtig, dass sie Rechnungen und Tickets dort hin schreiben können), sollte es kein Problem sein, dafür auch eine Versicherung in D zu bekommen. Weil es völlig „normal“ ist. Eine Frage der Logik, wie bei diesen Stellen „gedacht“ wird.

      Wo DU wohnst, ist im Grunde völlig unerheblich, solange angenommen wird, dass sich das Fahrzeug in D befindet! Anderes solltest Du natürlich keinesfalls mitteilen – schon deshalb, weil ein Fahrzeug, das dauerhaft in einem anderen EU-Staat fährt, dort irgendwann auch „eingeführt“, damit dort auch z.B. versteuert werden muss. Und letztlich auch versichert. Ich habe 6 Monate im Kopf als Frist.

      Also: NIE mehr Informationen geben, als Dir nützlich sind – ohne dabei zu lügen oder zu betrügen!
      Suche Dir also eine Versicherung, die Deinen Angaben folgt:
      – Du lebst NICHT in D
      – Du weißt nicht, wann Du zurück kommst
      – DEIN Auto ist deshalb über einen Empfangsbevollmächtigten zugelassen (Kopie der Bevollmächtigung, noch besser Original schicken)
      – Rechnungsanschrift für die Versicherung ist daher EBENFALLS DORT!
      – Sofern gefragt wird: Das Fahrzeug ist nach wie vor überwiegend (!) in D – wer soll und wird das schon prüfen!
      – Du musst selber von der Lösbarkeit überzeugt sein und entsprechend auftreten, um Unterstützung bitten! Vielleicht wissen die ja eine NOCH kreativere Lösung!
      – Lass die Systeme DIR nützlich sein! WENN wir sie schon benutzen.

      Viel Erfolg und alles Liebe!
      Johannes Anunad

      • Lieber Johannes,
        ich denke dass ich es genau so gemacht habe. Alle Versicherungen (4-5) die ich angerufen habe versichern mein Auto nicht, selbst wenn mein Bruder Versicherungsnehmer ist. Sobald der Eigentümer/Halter nicht in Deutschland lebt machen sie es nicht…Meine frühere Versicherung die es für ein Jahr mit „Empfangsbevollmächtigen“ gemacht hat eingeschlossen. Was für die Zulassungstelle kein Problem ist ist nun ein anscheinend versicherungstechnisch nicht lösbares Problem?
        Alles Liebe
        Sabine

        • Ah, jetzt habe ich es begriffen…. mein Auto ist dann auf dem
          Empfangsbevollmächtigten zugelassen, sprich ich kann nicht der Halter bleiben….Adressänderung in Brief und Schein…..
          Danke für die Infos!
          Alles Liebe
          Sabine

        • Liebe Sabine,

          die Details sind da extrem wichtig! Ein EMPFANGSBEVOLLMÄCHTIGTER ist was Anderes, als eine Post-Zustelladresse, die von wem auch immer ausnahmsweise akzeptiert wird (ob mit oder auch ohne Vollmacht) – habe an eine derartige Anschrift (damals OHNE Empfangsbevollmächtigung/Vollmacht) sogar immer wieder gelbe Briefe zugestellt bekommen, sogar mal ein Urteil, da der Postbote ja wusste, dass da Post für mich ankommt (mit c/o eben, aber so dürfen gelbe Briefe, also „amtliche Zustellungen“ nicht zugestellt werden, weil das eben keine Wohnanschrift, also keine sog. „zustellungsfähige Anschrift“ sein muss :-)) – obwohl mein Name überhaupt nicht auf dem Briefkasten stand, sondern nur der des Freundes!
          DAS ist natürlich sogar mehrfach rechtlich überhaupt nicht zulässig, wird aber dennoch gemacht, von den sog. „Postbeamten“ 🙂 und interessiert letztlich Niemanden… und das c/o wird damit vermieden… 🙂
          Das Gericht tat einfach so, als würde ich da wohnen, obwohl sie es schriftlich vorliegen hatten, dass das „nur“ eine c/o-Anschrift ist… so habe ich VIELES Erstaunliches erlebt… da kann mich nix mehr überraschen und mittlerweile mache ich es einfach genauso: Flexible Benutzung und Auslegung bestehender „Vorschriften“…
          Soviel zu den Vorschriften und Gesetzen – die gelten eben immer nur „fürs dumme Volk“.

          Nochmal zur Versicherung:
          – Derjenige, an den die Post insbesondere der Zulassungsstelle bzw. Kfz-Bundesamt geht, muss als Empfangsbevollmächtigter bekannt und im Fahrzeugschein eingetragen sein (entsprechendes Formular!)!
          – Der Empfangsbevollmächtigte KANN auch Versicherungsnehmer sein, MUSS aber m.E. nicht
          – Aber die Rechnungsanschrift für die Versicherung, das wäre ebenfalls dann ER (an DICH, aber mit c/o z.B.).
          – Versicherungsnehmerin bleibst also DU, wenn Du willst.
          – Eigentümerin (DEIN Kaufvertrag) und Halterin bleibst ebenfalls DU (nach „offizieller Lesart“ jedenfalls), das steht ebenfalls dann im Fahrzeugschein vermerkt, also HALTERIN und Name/Anschrift des Zustellungsbevollmächtigten, auf den das Fahrzeug adressmäßig zugelassen wird – aber er ist nur für die Weitergaben an Dich DIR gegenüber verantwortlich, NICHT den Ämtern usw. Fristen laufen ab Zustellung an IHN, nicht an DICH!
          – Bleibt also DEIN volles Risiko und Verantwortung fürs Fahrzeug. Anderenfalls hält Dein Bekanter für das Fahrzeug und Alles, was mit dem passiert, letztlich seinen Kopf hin – nicht gut, oder?
          – Sofern die Versicherung weiterhin ablehnt, mit diesen Randbedingungen im Gepäck, dann bitte um konkreten schriftlichen Nachweis (WO steht das? Passus/Paragraph der Vertragsbedingungen, Gesetz, Verordnung…), warum das NICHT gehen soll. Würde mich wundern, wenn sie dann dabei bleiben. Nach meinen Kenntnissen ist das formal nicht begründbar – nur unüblich und daher etwas mühsamer für die Bearbeiter. Ablehnen geht also erheblich leichter…
          – Wichtige Haltung: Ich benötige Ihre Hilfe, welche Lösungen gibt es, ich weiß, dass das irgendwie gehen MUSS, welche Vorschriften/Gesetze stehen dem entgegen, ist das WIRKLICH so? Ich bin nicht Ihr Feind… eben: den MENSCHEN sehen und erreichen!

          Viel Erfolg nochmal – und bitte berichte hier, wie es letztlich funktioniert hat!
          Johannes Anunad

        • Lieber Johannes,
          vielen Dank für Deine Unterstützung!
          Mein Auto ist nun auf einen Halter der in Deutschland lebt zugelassen. Wie schon vorher erwähnt die Zulassungstelle hätte mich als Halter des Fahrzeuges belassen mit meiner Auslandsadresse im Fahrzeugschein und Empfangsbevollmächtigten.
          Die Schwierigkeit war tatsächlich die Versicherung. Eine Versicherung hat sich wirklich gekümmert und recherchiert um einen Weg zu finden, doch leider kamen sie für sich zu dem Ergebniss dass es juristisch nicht gehen würde. Leider kann ich Dir nicht mehr dazu sagen, da mein Bruder mit der Versicherung gesprochen hat.
          Nun ist der Fahrzeughalter sowie der Versicherungsnehmer eine andere Person.
          Danke nochmal und alles Liebe
          Sabine

        • Liebe Sabine,
          gut, dass Du eine Lösung gefunden hast.
          Danke für Dein Feedback!

          Nochmals zur formalen Klarstellung für die Leserinnen und Leser hier:
          Wenn Deine Auslandsanschrift im Fahrzeugschein eingetragen war, dann erklärt sich genau damit auch Dein Problem mit der Versicherung.
          DAS genau unterscheidet Deinen Fall von meinen Empfehlungen:
          Einen EMPFANGSBEVOLLMÄCHTIGTEN zu benennen ist ein formaler Akt, es muss der Betroffene zustimmen mit Unterschrift, dafür wird das passende Formular benötigt und DIESE ANSCHRIFT (eben IN Deutschland!!!) wird dann auch im Fahrzeugschein eingetragen, zusammen mit dem Namen des Empfangsbevollmächtigten, plus DEIN Name als Halter. Ich hatte das ausführlich erläutert.
          Ist das nun deutlich geworden???
          SO wäre das Fahrzeug auch versicherbar gewesen! Mit Deutscher Meldeadresse!

          Als HALTER haftet jetzt Dein Bekannter für ALLES, was mit dem Auto passiert.
          Als EMPFANGSBEVOLLMÄCHTIGTER hätte er für NICHTS gehaftet!
          Ist also m.E. zwar nett von dem Bekannten, aber KEINE LÖSUNG in Selbstverantwortung!

          Fazit daher: So BITTE NICHT nachmachen!

          LG
          Johannes Anunad

    • Ich bemerke es auch bei Oldtimern etc. Die Weltfinanz schnürt die Säcke zu. Hier in Europa ist ihr Hauptoperationsgebiet.

  5. Hallo, die Zulassungsstelle Köln sagt, daß es mit dem Empfangsbevollmächtigten nur geht, wenn man wohnsitzlos in Deutschland bleibt und das Fahrzeug sich auch in Deutschland befinden muß. Es sei unmöglich, wenn man sich in Deutschland abmeldet und im Ausland den Hauptwohnsitz hat.

    • Hallo Karin,

      hmmm… ist Dir klar, dass es sich dabei auch um einen bewussten Vorgang handelt, nicht nur um die Abarbeitung eines „Rezepts“?
      In Deinem Fall frage ich mich: Und warum WEISS die Zulassungsstelle überhaupt, dass Du im Ausland einen Wohnsitz hast – Rechtlage hin oder her? Es gibt da so ’nen Spruch:
      „Wer viel fragt, kriegt viel Antwort“.
      Warum machst Du es den Leuten dort am Schalter also unnötig schwer, DIR zu helfen?

      Mein Verdacht: Weil Du innerlich noch voll und ganz den Spielregeln dieser Matrix folgen, also alles „richtig“ machen willst – sogar in „vorauseilendem Gehorsam“… so funktioniert das aber nicht.
      Ich könnte Dir nun Stunden und Tage davon erzählen, was alles GEHT – ob mit oder ohne „Verwaltungs-AMEN“ dazu.
      Ich bin darin Experte, habe es jahrelang rauf und runter praktiziert… und auch weitaus heftiger, als mit einer Kfz-Anmeldung…

      Ein Freund von mir lebt übrigens seit Jahren in Spanien und fährt weiterhin ein Auto, das in D angemeldet und auch versichert ist – womit der „Gegenbeweis“ ganz praktisch gelebt ist… Sei also einfach etwas kreativ…

      ALSO: Stell erstmal fest, mit welchen Glaubenssätzen und Mustern Du innerlich aufräumen könntest… damit es dann auch klappt…

      LG
      Johannes Anunad – Freeman worldwide 🙂

  6. Hallo!
    Vielen Dank für den tollen Bericht und Mühe!

    Ich ging heute zur Zulassungsstelle und hatte damit leider keinen Erfolg.
    Ich hatte alle nötigen Formulare dabei und wie erwartet wusste die Dame nichts von der Möglichkeit eines Empfangsbevollmächtigten. Natürlich legte ich ihr auch den besagten §46 vor. Nach längerem Warten wurde ich erneut aufgerufen. Sie erklärte mir nun, dass diese Regelung NUR bei einer bereits existierenden Zulassung greift; sprich wenn man bereits Halter des Fahrzeuges war (mit Wohnsitz) und danach erst den Wohnsitz gekündigt hat um nun das Fahrzeug quasi mit Hilfe des Empfangsbevollmächtigten ummelden möchte.
    Sie zitierte den Satz „Örtlich zuständige Behörde im Sinne des § 25 ist die Behörde, die das Kennzeichen zugeteilt hat…“ (Folgesatz des §46 FZV Abs. 2) und betonte das „zugeteilt hat“.
    In meinem Fall wollte ich das Fahrzeug neu auf mich zulassen.

    Danach war ich total ratlos und bin es auch immer noch. Stimmt es, dass die Regelung NUR für KFZ-Ummeldungen bei gleichem Halter in Frage kommen?
    Bei welchem Amt kann man sich informieren, was nun wirklich gültig ist und was nicht?

    Meine Lösung ist jetzt, dass ich doch meinen Wohnsitz anmelde, dann „normal“ die Zulassung hole, meinen Wohnsitz wieder abmelde und mich danach mit dem Empfangsbevollmächtigten bei der Zulassung ummelde.

    Trotzdem würde ich mich über Ratschläge sehr freuen!
    Liebe Grüße!

    • Hallo Benjamin! Danke Dir.
      Es ist im Grunde ganz simpel: der §25 befasst sich lediglich mit dem VERSICHERUNGSSCHUTZ des Fahrzeugs und NICHT mit der primären örtlichen Zuständigkeit. Diese ist eben von §6 auf §46 verweisend geregelt. Deutlich so formuliert.
      Heißt hier also: sauberes Verwirrspiel der Zulassungsstelle! Schade. Ich komme darauf später zurück. Hat in der Tat wohl mit der inneren Haltung zu tun, denke ich… 😉
      Recht haben wollen bringt da natürlich nix – lediglich die unterstützende Kooperation mit den leider oft nicht vollständig informierten und gut ausgebildeten Büroleuten. Also nicht „Beweisen wolleb“ sondern „Lösung finden“… Dafür: kluge Fragen stellen…
      Alle Materialien dafür sind im Artikel enthalten…

  7. Gut gemacht, Feind liest mit…

  8. Vielen Dank Johannes für Deine Zusammenfassung und Ergänzung meiner Erfahrungen – manch eine/r mag es schon erahnen: Ich bin derjenige, der Johannes in Spanien auf die Idee brachte.

    Bei mir läuft diese Form der Anmeldung seit inzwischen fünf Jahren stressfrei. Einzig der Behördenbesuch vor Ort war mit etwas Vorbereitungsarbeit verbunden, die Johannes hier sehr schön zusammengefasst hat.

    Ich bekomme immer wieder Nachfragen zur Thematik, ob/wie man denn in der BRD ohne festen Wohnsitz ein Fahrzeug anmelden kann. Ich kann nur sagen: Überhaupt kein Problem!

    Wer sich den §46 Abs. 2, Satz 1 der FZV mal in aller Ruhe und im Detail durchliest, wird auch feststellen, dass es den Umweg über einen Empfangsbevollmächtigten gar nicht erst braucht. Immerhin spricht die FZV selber davon, dass ein „Aufenthaltsort“ ausreichend ist – der Aufenthaltsort ist widerum etwas GANZ anderes als die bekannte Wohn-inhaftierung! Im Detail ist der Aufenthaltsort z.B. die Anmeldung bei der Diakonie / Kirche und die dortige offizielle Registrierung des Status „ofW – ohne festen Wohnsitz“.

    Um nun wahlweise die KfZ-Anmeldung mit einem Empfangsbevollmächtigten oder allein im Wege des Aufenthaltsortes durchzusetzen, ist eines GANZ WICHTIG:
    Macht Euch bewusst, dass die Mitarbeiter in den Behörden keine Kriegsgegner / -feinde sind. Die wollen (in aller Regel) helfen – also macht sie zu Komplizen. Dies lässt sich aus meiner Erfahrung heraus sehr einfach erreichen, indem man den aktuellen Status des eigenen Lebens erläutert (ich habe keinen festen Wohnsitz, auch keinen Freund der mir helfen könnte… aber ich habe in der FZV gelesen, dass etc. pp. … Ich muss [für berufliche Zwecke, ….] ein Auto anmelden. Wie bekommen wir das hin? Was brauchen Sie als Behörde von mir?“

    Euch wird geholfen werden, wenn Ihr authentisch und ehrlich seid!

    • Hallo Thommy,
      danke Dir für die super Ergänzung und den positiven „Praxisbericht“!
      Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Empfangsbevollmächtigung, eben ganz privat organisiert, den Vorteil eines „geordneten Kommunikationsweges“ für alle Beteiligten hat (Zulassungsstelle, Kraftfahrt-Bundesamt, Versicherung, Steuerbehörde…). Es ist transparent.
      Denn: WAS passiert weiter, wenn die Stelle, an der die ganze Post dann landet, wenn Ihr „ofW“ registriert seid (Kirche oder so, ein Obdachlosenheim…), sich am Ende nicht zuverlässig darum kümmert/kümmern kann, dass Diese auch fristggerecht in Deinen Händen landet?
      Insofern: Ein Punkt mehr, der berücksichtigt werden will bei den Details der Lösungssuche.
      Hauptsache ist doch: ES GEHT!
      Und: viele Wege führen nach Rom!
      Grüße von Paraguay nach Spanien!!!

    • Hallo Thommy,

      kannst du uns sagen, wie du das mit deiner KFZ Versicherung gemacht hast? Hast du dort angegeben, dass du keinen Wohnsitz mehr hast?
      Bei vielen Versicherungen ist das ja ein Kriterium.
      Und bei welcher Versicherung bist du?
      Danke dir! Dana

  9. Nein – nicht gut !

    Bei der Anmeldung von Fahrzeugen fällt neben Kfz.-Steuer auch Versicherungssteuer sowie auch die Versicherung an. Mit allen 3 Beiträgen, wie auch den TÜV-Gebühren, Anmeldegebühren, … wird weiterhin der Völkermord an den europäischen Völkern finaziert.
    Besser und wohl auch billiger, ist die Anmeldung in Ungarn. Vor allem ältere und Diesel-Fahrzeuge sollten sich lohnen. Möglicher weise sollte hierzu in Ungarn von den Stammtischen ein Verein gegründet werden, von dem im „Verkauf und miete zurück“ – System die Fahrzeuge in der EU betrieben werden. Dies gilt auch für gemeldete, in dem weitergeführten Deutschland von 1937 durch die BRD.
    Es steht da auch nicht in den Papieren, daß diese n i c h t den Eigentümer ausweisen.
    Es gilt den Besitz zu streuen und die ESM-verbürgten Schäfchen ins trockene zu bringen.
    Habe seelber Anhänger und Auto in Ungarn angemeldet, dort den Führerschein, … !
    – Bürokratie wie sonst im röm. Rechtskreis auch – aber billiger !

    • Hallo lieber Erwin Georg,
      gute Ergänzung, danke Dir! Ja, das ist dann wohl der nächste Schritt der „Befreiung aus den Systemen“, wie Du es kurz andeutest.
      Meinerseits wollte ich zunächst einen ganz legalen und unkomplizierten Weg INNERHALB der bestehenden Spielregeln in der BRD-GmbH, erläutern, der ebn nicht sehr bekannt zu sein scheint und leicht zu realisieren ist.

      Ich habe, ganz ehrlich, kurz gezögert, lieber Erwin Georg, Deinen Kommentar ungekürzt freizuschalten und ich schreibe kurz, was ich damit meine:
      Auch wenn ich Deiner Sichtweise, was die Verwendung von Steuergeldern usw. anbelangt, im Grundsatz durchaus folgen kann, haben wir in diesem Blog uns ja dazu verpflichtet, miteinander respektvoll und wertschätzend umzugehen – auch bezüglich der „Systemvertretungen“ und deren „Bewertung“. Darauf möchte ich gerade in diesem Zusammenhang nochmals aufmerksam machen und alle weiteren Kommentatoren bitten!
      Tragt bitte in der Sache und sachlich bei!
      Ich möchte gerne vermeiden, dass sich hier anhand eines Praxisthemas nun einmal mehr eine allgemeine Debatte entspinnt, die rasch in der „reichsdeutschen Ecke“ landen kann.
      DANKE!
      Johannes Anunad

      • Hallo Johannes
        Wieso Du bei Erwins Beitrag gezögert hast wundert mich schon, denn da wird doch niemand beschimpft oder verunglimpft!?
        Und was das verschieben ins Reichsbürger lager betrifft, dem kann niemand entrinnen der etwas für die Wahrheit tun will!
        Daniele Ganser war das beste Beispiel!
        Solange das Geld fliesst, sehen die über solche Kleinigkeiten hinweg.
        Und so lange alle schon geduckt herum laufen, wird sich auch nichts ändern!
        Die haben vor dem Souverän Angst, nicht vor der Qualle. 🙂

        • Lieber Werner,
          Alles gut: Darum habe ich es ja auch frei geschaltet. Ist einfach gut zu überlegen, ob unter einem Blogartikel zur Kfz-Zulassung provokative Worte wie „Völkermord“ fallen sollten.
          Ich sehe es so, dass es dafür andere Foren gibt.
          Wie gesagt: Ich will schlicht vermeiden, dass es am Ende einmal mehr heißt: „Thema verfehlt“ – in diesem Falle dann hier im Kommentar und nicht im „linientreuen Schulaufsatz“ 🙂
          Ich hoffe, wir verstehen uns da?

  10. Und was soll in einer Firma eine Bundeseinrichtung sein??

    • In einer Firma darfst du auch durchaus in Frage stellen, ob jemand das Recht besitzt dir als lebender Mann vorzuschreiben, ob du ein Wohnsitz, Autoversicherung oder sonst dergleichen besitzt. Bewusstsein zu erweitern stellt alles gegebene in Frage.

      • Hallo Ken
        Ja klar, sich selber gegenüber finde ich das sogar extrem wichtig, alle diese Strukturen und Abläufe auf ihre Nützlichkeit und Sinnhaftigkeit hin zu prüfen und in Frage zu stellen. Dem System gegenüber sehe ich das auf diese Art, die hier wieder einmal anklingt, allerdings als reines Machtspielchen, Besserwisserei, Belehrung… und genau die Folgen davon ernten Menschen ja auch regelmäßig, wenn sie Andere „zwangsaufklären“ oder belehren wollen, auf „ihr Recht“ pochen, ob z.B. vor Gericht, oder auch im Straßenverkehr mit der Polizei.

        Finde es angemessener, das mit Bildern wie den Firmen (ist ja alles gut möglich, aber wem hilft es real?) nur wohl dosiert weiter zu geben, wo es auch auf Interesse stößt. Nicht aus Feigheit. Sondern aus Respekt vor den Anderen.

        Preisfrage, Ken:
        Wie viel, womit und wie erfolgreich hast Du denn bereits als „lebender Mann“ das sog. „System“ bzw. konkret seine VertreterInnen praktisch bezüglich seines Firmenstatus und Deiner „Rechte“ in Frage gestellt?

  11. Super Tipp, aber ich schreibe bei mir dann rein, lebender Mann statt Person! 🙂

    • Johannes
      Schau doch mal bei creaplan.org rein, oder den AZK Beitrag Vereine regieren die Welt!
      Denkst Du es nützt etwas, die Augen zu schliessen und sagen, das gibts nicht?
      Das Verhalten sollte doch vorbei sein, sich schlau machen und testen.
      Es hilft selbstverständlich! Wenn du allerdings denkst es ist in Ordnung als Personal mit entsprechendem Ausweis durch die Gegend zu laufen und zu glauben alles wär ok,
      darfst du…
      Ich bin gerade dabei den Status Person loszuwerden, bzw. ihn nur zu verwenden wenn ich ihn brauche

      • Hallo Werner,

        eigentlich solltest Du es besser wissen, was meine Haltung, Aktionen, Einsichten, Erfahrungen… anbelangt, oder?
        WAS also soll Dein Geschreibe? Meinst Du wirklich, dass ich all diesen Kram nicht kenne?
        Habe ich halt längst abgehakt und bin weiter gegangen in meinen Erkenntnissen dazu.

        Also vermute ich stark: NOCH so ein missionseifriger Geist, der ganz ungefragt Andere bekehren (belehren???) will – und dann auch noch Jemanden, der zudem längst weiter ist mit seinem „raus aus dem System“ als er selber… 😉
        WAS Du da aber auch so alles unterstellst und vermutest – hifreich wäre eher, einfach zu meinen Aussagen Fragen zu stellen, wenn Dir etwas wirklch UNKLAR ist, warum ich es schreibe – dann erfährst Du vielleicht Neues…

        Weißt Du, Werner, im Gegensatz zu Dir „bereite ich nichts mehr vor“ – sondern habe es bereits vor Jahren, auf meine Art, ganz einfach getan! Nach zahllosen Experimenten, mit denen ich Vieles heraus fand, wovon Andere einfach mal theoretisieren und mutmaßen… Ohne Spektakel und ganz schmucklos – dafür läuft es und mir geht es gut. Und DIR???

        Cheers
        Johannes Anunad

    • Ach so, käme ich heute in die Situation, würde ich übrigens auch in diesen Dokumenten, wie ich es überall tat seit bald drei Jahren, „In Notgeschäftsbesorgung für die Person, der freie Mensch XY“ oder so ähnlich unterschreiben.
      Allen sog. „SystemvertreterInnen“ war das interessanterweise völlig egal, als ich es ihnen passend erklärte, viel eher stimmig – da wir ja miteinander als Menschen zutun hatten und die „Personensachen“ gemeinsam regelten. Praktisches Ergebnis im Zusammenhang mit verschiedenen „Strafdelikten“…

      • Tja natürlich war denen das egal, denn du handelst ja immer als die Person, die sie erschaffen haben! Solange du mit dem Personalausweis herum rennst, und auch als diese Person unterschreibst, machen die weiter so, kenne ich.
        Der Ausstieg ist nicht einfach und auch nicht günstig.
        Bei creaplan.org gibt es nützliche Informationen dazu

        • Werner,

          warum respektierst Du nicht einfach, dass ich da vlt. komplett anders unterwegs bin als DU?
          Scheint schwierig zu sein… für einen Missionar…
          Aber genau da beginnt m.E. eben das MENSCHSEIN: im RESPEKT für andere Sichtweisen – NICHT in irgendwelchen Papieren oder Paragraphen…
          MENSCHSEIN ist letztlich ausschließlich Deine innere Haltung!

          Ganz ehrlich:
          Es gibt wohl so viele angeblich ganz besonders erfolgreiche und nun wirklich „sichere Rezepte“ zum Systemausstieg wie „System-Missionare“. Und glaube mir, von denen kenne ich wirklich VIELE, habe deren Sichtweisen über Jahre studiert, mit ihnen diskutiert und sie sind mir wirklich ALLESAMT einfach WURSCHT inzwischen!
          MEIN Weg ist MEIN Weg! Der für MICH funktioniert.

          Mach das doch ruhig auf Deine Art, bereite weiter Deinen großen System-Befreiungswurf vor – aber sei so nett und verschone mich – und die LesertINNen hier, die nur etwas zur Kfz-Anmeldung wissen wollen, ab sofort mit Deinem Missionseifer!
          DANKESCHÖN!

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