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Richard David Precht über „Die vierte industrielle Revolution“

Bild: ORF/Youtube

ORF-Interview (12 Min) vom 16.Oktober 2014. Das ist die große Vision, die Unternehmen wie Google in die Welt setzen: Den Menschen von der Diktatur der Freiheit zu befreien!“ Im Gespräch mit Claudia Reiterer zeichnet der angesehene Philosoph ein faszinierendes, aber auch bedrückendes Bild einer vernetzten Gesellschaft, die an niemandem spurlos vorüber geht. Aber wir können lernen, das Denken nicht komplett den Maschinen zu überlassen.

Zusammenfassung der Aussagen:

Wir haben fast gar keine Gesellschaftliche Debatte darüber:

„Welchen Fortschritt wollen wir und welchen Fortschritt wollen wir  nicht.
Normalerweise sind auf den Podien Zukunftsforscher, die erzählen, wie wir leben WERDEN. Die aber nicht mit uns darüber reden, wie wir leben WOLLEN.“

Wir leben schon sehr lange nicht mehr in einer Gesellschaft, in der wir das einkaufen, was wir brauchen. Ganz früher mal lebten die Menschen in

Bedürfnisdeckungsgesellschaften: Warme Höhle zum Überleben, ein Mammut als Nahrung. Dann haben wir in einer

Bedarfsdeckungsgesellschaft gelebt, in der alles angeboten wurde, was wir sonst noch haben wollten. Heute leben wir in einer

Bedarfsweckungsgesellschaft, in der uns Wünsche überhaupt erst eingeredet werden, die wir von alleine überhaupt nicht hätten.

Selbstachtsamkeit ist etwas, was sehr früh trainiert werden muss in den Elternhäusern. Und… auch in den Schulen.

Noch nie in einer Gesellschaft haben Menschen sich so sehr für sich selbst interessiert. Bis zu einem gewissen Grade ist das gut. Aber so langsam wird das pathologisch.

Durch das Outsourcen in die Geräte machen wir uns in unglaublichem Maße abhängig. Wir verlieren zu viel Freiheit dadurch.

Technischer Fortschritt ist der einzige Fortschritt in der Geschichte der Menschheit, der unumkehrbar ist… Den technischen Fortschritt können Sie gar nicht aufhalten. Es ist die Frage, wie wir verantwortungsvoll damit umgehen.

Es geht nicht um die Frage „Wie halten wir den digitalen Fortschritt auf?“
Das ist Quatsch. Sondern „Wie machen wir sinnvollen Gebrauch davon?“

Über Johannes Anunad

Lebensforscher und versierter Lösungsfinder, Baujahr 1966, Vater von zwei Kindern. Seit Jahren bin ich auf der ganzen Welt unterwegs und zu Hause, Experte aller Art (ausgebildeter Öko-Landwirt, Promovierter Agraringenieur, ökologisch-nachhaltiger Landbau, Int. Biogasberater, Experte für (Freie) Energie-Technologien, für Umwelt, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Systemanalyse und Managementsysteme (UM und QM), Projektentwicklung, -leitung, -analyse, -beratung und -management, Personal Coaching und Lebensberatung, Energieheilung...). Arbeit zum reinen Gelderwerb ist keine Option mehr für mich - bereits seit 2013. Mein SEIN kann Niemand bewerten/bezahlen. Ich benutze Geld seitdem eher als Anzeiger und Ausdrucksmittel, ich „spiele“ damit. Dafür fasse ich überall, wo ich gebraucht werde, wo ich eine Aufgabe für mich erkenne, einen Impuls bekomme, einfach tatkräftig mit an. Heute bewegt mich ganz besonders die Herausforderung, wie ein wirklich "Neues Miteinander" aussehen und gelebt werden kann und was, ganz praktisch, dafür unabdingbar erforderlich ist. Spirituallität, im Alltag ausgedrückt, also die Erweiterung meines Bewusstseins, erscheint mir dabei als wichtiger Schlüssel. Die Bereitschaft zum inneren Wachstum und als Ansatzpunkt dafür die Heilung der eigenen Traumatisierungen. Damit bewegen wir uns aus dem geltenden BeWERTungsparadigma hinein in ein wertSCHÄTZENDES Miteinander, das vom natürlichen Ausdruck unseres SELBST angetrieben wird. Ich habe intensiv die brennenden Gesellschaftsfragen unserer Zeit studiert - in Theorie und VOR ALLEM auch ganz praktisch, u.a. in unterschiedlichen Gemeinschafts-Projekten. Für dieses Wandel-Experiment will ich Gleichgesinnte finden und zusammen bringen - irgendwo in der Welt, wo es lebenswert ist - vlt. gelingt das ja hier in Paraguay...

2 Kommentare zu “Richard David Precht über „Die vierte industrielle Revolution“

  1. Wow, finde ich sehr gut, was er sagt! Ich sehe das als Grundproblem, dass sich der Großteil der Gesellschaft überhaupt keine Gedanken darüber macht, was diese ganzen „Fortrschritte“ wirklich bedeuten und ob sie es wollen… Hauptsache bequem, und Hauptsache technisch was Neues… so kommt es mir vor. Ich habe den Eindruck, dass den meisten der Gedanke von Freiheit schon so tief ausgetrieben wurde, dass diese Frage dazu gar nicht mehr aufkommen kann…
    Wenn jemand bewusst und selbstbestimmt agiert, kann er gar nicht wollen, dass der Kühlschrank automatisch bestellt. Weil ich ja ein Produkt vielleicht gar nicht immer haben will, sondern mein Einkauf ja immer individuell und entsprechend der aktuellen Situationen ist. Nachvollziehen kann ich diese Gedanken daher wirklich nicht…

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